Die Verhandlungen über den US-amerikanischen "Gesetzesentwurf zur Regulierung des Marktes für digitale Vermögenswerte" werden wieder aufgenommen, Tom Tillis führt die Vorantreibung eines Regulierungsrahmens für Stablecoins und DeFi an

Am 6. März wurde bekannt, dass die Gesetzgebungsverhandlungen zur Regulierung des Kryptowährungsmarktes in den USA erneut an Fahrt gewinnen. Das viel beachtete „Digital Asset Market Clarity Act“ (CMA) hat nach mehreren Monaten Stillstand wieder die Phase der Verhandlungen erreicht, wobei Senator Tom Tillis eine zentrale Rolle bei der Vorantreibung des Gesetzes spielt. Regulierungsbehörden, Krypto-Unternehmen sowie traditionelle Finanzinstitute haben die Gespräche wieder aufgenommen, um einen klareren regulatorischen Rahmen für den US-amerikanischen Digital-Asset-Markt zu schaffen.

Das Gesetzesvorhaben erzielte erstmals im Juli 2025 bedeutende Fortschritte. Damals verabschiedete das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen den Gesetzentwurf, was die Grundlage für die weitere Gesetzgebung bildete. Das Kernziel des CMA besteht darin, die Zuständigkeit für die Regulierung digitaler Vermögenswerte eindeutig zu bestimmen, also zu unterscheiden, welche Token als Wertpapiere und welche als Waren eingestuft werden. Nach dem Entwurf sollen Wertpapier-ähnliche Vermögenswerte von der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) reguliert werden, während digitale Vermögenswerte, die als Waren gelten, von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) überwacht werden. Das Gesetz umfasst außerdem Vorschriften zur Einhaltung der Compliance-Anforderungen von Krypto-Handelsplattformen, Regeln für Stablecoins sowie Prinzipien für die Regulierung dezentraler Finanzsysteme (DeFi).

Allerdings stieß die Gesetzesinitiative Anfang 2026 auf Widerstand. Innerhalb des Bankenausschusses des Senats kam es zu einer Blockade in den Diskussionen, wobei die Streitpunkte vor allem die Ertragsmechanismen von Stablecoins betrafen. Senator Tillis und die Senatorin Angela Alsobrooks schlugen vor, die Belohnungsprogramme für Stablecoins zu beschränken. Einige Senatoren befürchteten, dass solche Ertragsmechanismen das Risiko für Verbraucher erhöhen und potenziell das Finanzsystem beeinträchtigen könnten. Mehrere Krypto-Unternehmen warnten jedoch, dass eine zu starke Einschränkung die Innovationsfähigkeit der Branche schwächen könnte.

Gleichzeitig äußerten auch US-amerikanische Banken Bedenken. Einige Finanzinstitute befürchten, dass Zinsen auf Stablecoins dazu führen könnten, dass Einlagen aus dem traditionellen Bankensystem abgezogen werden, was die Struktur der Bankeinlagen beeinflussen würde. Diese Differenzen führten zu einer deutlichen Verzögerung im Gesetzgebungsprozess und veranlassten einige Branchenakteure dazu, ihre Unterstützung für das Gesetz vorübergehend zurückzuziehen. Die ursprünglich geplante Abstimmung im Senatsausschuss wurde verschoben.

In jüngster Zeit, unter Koordination des Weißen Hauses, kehrten die beteiligten Parteien an den Verhandlungstisch zurück. Brancheninsider berichten, dass ein neuer Gesetzesentwurf bereits im Büro von Tom Tillis eingereicht wurde und dessen Team intensive Gespräche mit Politikern und Branchenvertretern führt. Mehrere Personen, die an den Verhandlungen beteiligt sind, äußerten, dass die Atmosphäre derzeit pragmatischer sei und alle Seiten versuchen, bei der Regulierung von Stablecoins, den DeFi-Regeln und der Marktcompliance einen Ausgleich zu finden.

In den kommenden Wochen könnte der Bankenausschuss des US-Senats im späten März eine Abstimmung über das Gesetz vornehmen. Obwohl einige Punkte noch umstritten sind, sehen viele Beobachter weiterhin Raum für Fortschritte. Ein erfolgreicher Abschluss würde erstmals einen relativ vollständigen rechtlichen Rahmen für die Regulierung digitaler Vermögenswerte in den USA schaffen und könnte bedeutende Auswirkungen auf die Entwicklung des Marktes, die Beteiligung institutioneller Investoren sowie die langfristige Positionierung von Blockchain-Unternehmen in den USA haben.

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