Bitcoin (BTC) wird von einigen Investoren aufgrund starker zweistelliger Kursverluste oft negativ gesehen, die schwerwiegende Verluste für späte Käufer verursachen. Allerdings zeigt historische Daten, dass die Investmentergebnisse im Laufe der Zeit erheblich variieren können, wenn Investoren geduldig langfristig halten.
Seit 2017 mussten Investoren, die Bitcoin nahe den Hochpunkten der Marktzyklen kauften, innerhalb von zwei Jahren Verluste von 40 %–50 % hinnehmen. Doch wenn die Haltezeit auf mehr als drei Jahre ausgeweitet wurde, wandelten sich viele anfängliche Verluste in Gewinne um.
Im Gegensatz dazu erzielten Käufer, die in der Nähe der Tiefpunkte des Bärenmarktes einsteigen, beträchtliche Gewinne, häufig im dreistelligen Bereich innerhalb von zwei bis drei Jahren. On-Chain-Bewertungskennzahlen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Identifizierung potenzieller Wertzonen für Akkumulation.
Die Zyklusdaten von Bitcoin zeigen, dass die Anlagerenditen stark vom Kaufzeitpunkt und der Haltedauer abhängen. In einem Zeitraum von zwei Jahren schwanken die Ergebnisse oft stark, insbesondere wenn in der Nähe des Zyklus-Hochs gekauft wird. Verlängert man die Haltezeit auf drei Jahre, verbessern sich die Renditen meist deutlich.
Beispielsweise erlitten Investoren, die im Hochpunkt des Jahres 2017 in BTC einsteigen, nach zwei Jahren einen Verlust von 48,6 %, bedingt durch den Bärenmarkt 2018. Bei einer Haltezeit von drei Jahren wurde daraus jedoch ein Gewinn von 108,7 %.
Bitcoin-Preisminderung und Gewinne in zwei und drei Jahren | Quelle: Cointelegraph/TradingView Ein ähnlicher Trend zeigt sich im nächsten Zyklus. Investoren, die nahe dem Hochpunkt 2021 eingestiegen sind, erlitten nach zwei Jahren einen Verlust von 43,5 %, doch im dritten Jahr erzielten sie einen Gewinn von 14,5 %.
Gleichzeitig erzielten Käufer, die in der Nähe der Tiefpunkte des Bärenmarktes 2019 eingestiegen sind, beeindruckende Renditen. Der Kauf in der Nähe des Tiefs 2019 brachte nach zwei Jahren eine Rendite von 871 % und nach drei Jahren 1.028 %. Ebenso verzeichneten Positionen, die in der Nähe des Tiefs des Zyklus 2022 eingegangen wurden, etwa 465 % Wachstum nach zwei Jahren und 429 % nach drei Jahren.
Einstiegszeitpunkt und Nettorendite in zwei bis drei Jahren | Quelle: Cointelegraph Insgesamt zeigen die historischen Daten eine klare Tendenz: Haltephasen von zwei Jahren führen bei Käufen nahe Zyklus-Hochs häufig zu erheblichen Verlusten. Bei längeren Haltezeiten von drei Jahren sind die meisten Investitionen jedoch im Gewinnbereich. Besonders die Käufe in Tiefpunkten des Marktes verzeichnen in beiden Halteperioden die stärksten Wachstumsraten.
On-Chain-Bewertungskennzahlen von Bitcoin, insbesondere der Realized Price, liefern wichtige Hinweise auf attraktive Akkumulationszonen. Der Real Price misst den durchschnittlichen Kaufpreis der Bitcoins, basierend auf den letzten On-Chain-Transfers. Historisch gesehen nähern sich die Bitcoin-Preise bei starken Kursrückgängen oft diesem Wert an oder fallen darunter, was attraktive Akkumulationsbereiche schafft.
Bitcoin Real Price Band | Quelle: Cointelegraph/TradingView Seit 2015 haben sich die Real Price Bands mehrfach mit Zyklus-Tiefs gedeckt, und Bitcoin erholte sich meist stark aus diesen Zonen, was den Beginn längerer Aufwärtstrends markierte. Derzeit schwankt der Real Price bei etwa 55.000 USD, während der shifted Realized Price bei rund 42.000 USD liegt.
Historische Daten zeigen auch, dass Investoren, die in der Nähe der Tiefpunkte des Bärenmarktes akkumulieren, oft beim Kurs um oder unterhalb dieser Bewertungszonen kaufen. Das bietet eine Chance, langfristig die Gewinne zu maximieren.
Viele Studien betonen die Bedeutung des langfristigen Haltens von Bitcoin. Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, erklärt, dass die Aufnahme von Bitcoin in ein traditionelles 60/40-Portfolio sowohl die kumulierten Renditen als auch das risiko-adjustierte Ergebnis in allen drei untersuchten Zeiträumen von drei Jahren verbessert hat. Die Gewinnrate lag bei 93 % bei Halteperioden von zwei Jahren, wobei eine 5 %-Allokation das optimale Gleichgewicht bietet.
Eine weitere Studie von Bitwise, basierend auf Daten von Juli 2010 bis Februar 2026, zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts auf 0,7 % sinkt, wenn Bitcoin drei Jahre gehalten wird. Das Risiko reduziert sich auf 0,2 %, bei einer Haltezeit von fünf Jahren, und verschwindet vollständig bei einer Investitionsdauer von zehn Jahren.
Im Gegensatz dazu sind kurzfristige Investmentstrategien risikoreicher. Daytrader können Verluste von bis zu 47,1 % erleiden, und selbst bei Haltezeiten von einem Jahr besteht eine 24,3 %ige Wahrscheinlichkeit, Verluste zu erleiden.
Historische Daten zeigen, dass Bitcoin kurzfristig sehr volatil ist, aber für geduldige Investoren erhebliches Gewinnpotenzial birgt. Die Wahl des richtigen Einstiegszeitpunkts, insbesondere in Tiefpunkten während eines Bärenmarktes, kombiniert mit einer langfristigen Haltestrategie, kann helfen, Risiken zu minimieren und Gewinne zu maximieren. Angesichts der ständigen Schwankungen an den Finanzmärkten bleibt Bitcoin eine attraktive Anlage für langfristige Investoren.