Bitcoin ist seit seinem Höchststand von 68.200 USD stetig gefallen, fiel während des Tages unter 65.700 USD und liegt aktuell bei 66.323 USD; Ethereum sank von 2.134 USD auf 2.055 USD und liegt derzeit bei 2.073 USD. Die 24-Stunden-Futures-Positionen wurden mit einem Verlust von 342 Millionen USD liquidiert, der Fear & Greed Index ist auf 8 gefallen, und der Markt befindet sich seit mehreren Wochen in extremster Panik. Der Ölpreisanstieg treibt den US-Dollar-Index DXY auf 99,5, was den Risikoanlagen insgesamt Druck verleiht.
(Vorgeschichte: Bitcoin stürzte auf 50.000 USD, Ethereum fiel unter 1.900 USD, der gesamte Februar war von extremer Panik geprägt)
(Hintergrund: Bloomberg: Der Einfluss des US-Iran-Kriegs auf Bitcoin ist begrenzt, der Kurs schwankt zwischen 60.000 und 70.000 USD)
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Bitcoin begann am Sonntagabend um 18 Uhr mit einem Abverkauf bei 68.200 USD, fiel zeitweise unter die Marke von 65.700 USD, erholte sich anschließend leicht und notiert am Montagmorgen bei 66.323 USD; der 24-Stunden-Verlust beträgt etwa 2,8 %. Innerhalb von nur 15 Minuten fiel Bitcoin fast um 2 %, was fast zeitgleich mit dem Anstieg des Ölpreises geschah.
Auch Ethereum zeigt eine schwächere Entwicklung: Nach einem Rückgang von 2.134 USD auf 2.055 USD stabilisierte sich der Kurs bei 2.073 USD; der 24-Stunden-Verlust liegt bei etwa 2,9 %. Bemerkenswert ist, dass Bitcoin letzte Woche aufgrund der Eskalation im US-Iran-Konflikt zeitweise auf 73.770 USD stieg, danach jedoch vier Tage in Folge alle Gewinne wieder abgeben musste.
In den letzten 24 Stunden wurden Futures im Wert von 342 Millionen USD liquidiert, überwiegend Long-Positionen. Der Fear & Greed Index verharrt bei 8, was „extreme Angst“ bedeutet, und ist seit mehreren Wochen in diesem Zustand. Seit Mitte Februar liegt der Index konstant unter 15, was historisch meist auf mittelfristige Bodenphasen hindeutet, aber keine kurzfristige Trendwende garantiert.
Der US-Dollar-Index DXY stieg am Montag in der asiatischen Handelssession auf 99,5, ein Tagesplus von 0,6 %, den höchsten Stand seit dem 20. Januar. Die wichtigsten Nicht-Dollar-Währungen gerieten unter Druck:
Der Anstieg des US-Dollars wird vor allem durch den Ölpreis getrieben. Aufgrund der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran warnte der Irak, dass die etwa 3 Millionen Barrel pro Tag durch die Hohe See verlierende Ölförderung im Hormuz-Golf möglicherweise unterbrochen werden könnte. Der WTI-Ölpreis stieg zeitweise auf 113,7 USD pro Barrel, den höchsten Stand seit April 2022 im Zuge des Ukraine-Kriegs. Die steigenden Ölpreise erhöhen die Inflationserwartungen, Kapital fließt in den sicheren US-Dollar, was die Bewertung riskanter Anlagen wie Bitcoin unter Druck setzt.
Laut ABC News sagte Trump am Samstag gegenüber Reportern:
Wir erwarten, dass die Ölpreise steigen, was auch passiert ist. Aber sie werden auch wieder fallen, und zwar sehr schnell.
Trump dementierte zudem, dass er strategische Ölreserven mobilisieren müsse, und sagte: „Wir haben große Mengen an Öl, die Reserven dieses Landes sind beeindruckend, und es wird bald wieder normal sein.“ Die Marktreaktion darauf war eher kühl, der Dollar bleibt stark, und Risikoanlagen bleiben unter Druck.
Die asiatischen Aktienmärkte eröffneten am Montag mit deutlichen Kursverlusten:
Der KOSPI verzeichnete einen Tagesverlust von über 6 %, was äußerst selten ist und die direkte Auswirkung des Ölpreisanstiegs auf exportorientierte Volkswirtschaften deutlich macht.
Derzeit befindet sich der Markt in einer „Konsolidierungsphase“ ohne klare positive Impulse, doch der Fear & Greed Index ist seit langem auf extrem niedrigen Niveau. Sollte der Ölpreis weiter über 110 USD steigen und der US-Dollar-Index über 100 bleiben, könnte Bitcoin auf 62.000 bis 64.000 USD fallen. Umgekehrt, bei einer Deeskalation im US-Iran-Konflikt und fallenden Ölpreisen, würde eine Schwächung des Dollars den Risikoanlagen Spielraum geben, und Bitcoin könnte wieder die Marke von 68.000 bis 70.000 USD testen.
Kurzfristig ist die Beobachtung des Fear & Greed Index unter 10 besonders relevant — historische Daten zeigen, dass nach mehrwöchiger extremer Panik meist innerhalb von 2 bis 4 Wochen eine technische Erholung folgt, deren Stärke vom makroökonomischen Umfeld abhängt.