Laut einem aktuellen Bericht sollen die beiden Schwergewichte im Bereich der Prognosemärkte, Polymarket und Kalshi, mit potenziellen Investoren über neue Finanzierungsrunden sprechen. Derzeit liegt die Bewertung von Kalshi bei etwa 11 Milliarden US-Dollar, während Polymarket auf rund 9 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Falls Kapital an Bord kommt, streben beide Unternehmen eine hohe Nachbewertung von 20 Milliarden US-Dollar an.
Es scheint, dass Polymarket und Kalshi ihre Kassen mit frischem Kapital auffüllen wollen, zumindest laut einem Bericht der Wall Street Journal (WSJ), der an diesem Wochenende veröffentlicht wurde. Der Bericht erwähnt, dass „vertraute Quellen“ dem WSJ mitgeteilt haben, dass jedes Unternehmen eine Bewertung von etwa 20 Milliarden US-Dollar anstrebt.
WSJ-Reporter Kate Clark und Kevin T. Dugan schrieben, dass die Finanzierungsverhandlungen noch in einem frühen Stadium sind und leicht scheitern oder bei niedrigeren Bewertungen abgeschlossen werden könnten. Der Bericht erscheint, während das Interesse an Prognosemärkten schnell wächst, mit steigenden monatlichen Handelsvolumina. Daten von Dune Analytics und Nutzer @datadashboards zeigen im Januar 2026 ein nominales Volumen von 26,7 Milliarden US-Dollar, verteilt auf sieben separate Marktplätze.
Kalshi wurde 2018 gegründet, von Tarek Mansour und Luana Lopes Lara, und zog im Dezember 2025 bei einer Bewertung von 11 Milliarden US-Dollar Investitionen von bedeutenden Investoren wie Paradigm und Sequoia Capital an. Polymarket, gegründet von Shayne Coplan im Jahr 2020, hatte im Oktober 2025 eine Bewertung von etwa 9 Milliarden US-Dollar, nachdem die Intercontinental Exchange (ICE), Eigentümer der NYSE, zugestimmt hatte, bis zu 2 Milliarden US-Dollar zu investieren.
Beide Plattformen verzeichnen ein rapides Wachstum, da das Interesse an Prognosemärkten über Wahlen hinaus auf Sportarten wie die NFL und College-Football sowie auf Wetten im Zusammenhang mit globalen Ereignissen ausgeweitet wird. Gleichzeitig haben Wetten zu sensiblen Themen — darunter Märkte darüber, ob die USA den Iran angreifen oder ob der oberste Führer Irans abgesetzt werden könnte — die Aufmerksamkeit von Kongressmitgliedern auf sich gezogen.
In der Zwischenzeit sind Kalshi und Polymarket auch in laufende Streitigkeiten mit staatlichen Aufsichtsbehörden verwickelt, die darüber streiten, ob ihre bundesweiten Genehmigungen ausreichen, um landesweit ohne separate Glücksspiel-Lizenzen in jedem Bundesstaat zu operieren. Diese rechtlichen Auseinandersetzungen könnten eine entscheidende Rolle bei der Ausgestaltung des Wachstums von Prognosemärkten in den USA spielen.
Vorerst scheinen beide Unternehmen bestrebt, mit frischem Kapital zu wachsen, während die Regulierungsbehörden entscheiden, wo die Grenzen gezogen werden sollen. Investoren beobachten offenbar genau, wie sich die nächste Phase der Branche entfaltet.