„Riesenwale verkaufen, Kleinanleger nehmen den Schaden“ ist bearish? Analyse: Der Bitcoin-Abwärtstrend könnte sich fortsetzen

Nicht von kurzfristigen Volatilitätsspitzen blenden lassen, das könnte nur eine „Fluchtwelle“ sein. Santiment-Daten zeigen, dass große Bitcoin-Halter während des Verkaufsanstiegs infolge der Konflikte im Iran aktiv eingekauft haben, aber als der Kurs auf 74.000 US-Dollar stieg, haben sie nicht gezögert, den Großteil ihrer Gewinne mitzunehmen und damit die vorsichtigen Kleinanleger zu überholen. Analysen deuten darauf hin, dass dieses Verhalten oft als Warnsignal gilt, dass die Marktkorrektur noch nicht abgeschlossen ist.

Laut dem On-Chain-Analyseplattform Santiment haben „Wal-Halter“ mit Beständen zwischen 10 und 10.000 Bitcoin vom 23. Februar bis zum 3. März intensiv nachgekauft, als der Kurs zwischen 62.900 und 69.600 US-Dollar schwankte, genau in der Phase, in der die Panikverkäufe durch den Nahost-Konflikt am heftigsten waren.

Doch als Bitcoin letzten Donnerstag auf 74.000 US-Dollar stieg, begannen diese Großinvestoren sofort Gewinne zu realisieren und verkauften innerhalb kurzer Zeit etwa 66 % ihrer günstig erworbenen Positionen.

Während die Großinvestoren sich still zurückzogen, zeigte sich auf der anderen Seite des Marktes ein völlig anderes Bild. Als Bitcoin letzten Freitag unter 70.000 US-Dollar fiel, stockten die „Nano-Halter“ mit weniger als 0,01 Bitcoin kontinuierlich auf. Dies ist ein klassisches Warnsignal, das Santiment hervorhebt:

Wenn Großinvestoren bei hohen Kursen verkaufen und Kleinanleger eifrig aufkaufen, deutet das oft darauf hin, dass die Korrektur noch nicht vorbei ist.

Über 40 % der Bitcoins sind im Verlust – Erholung steht unter starkem Verkaufsdruck
Eine weitere On-Chain-Analyse von Glassnode zeigt, dass der Druck auf dem Markt noch größer ist. Derzeit sind bis zu 43 % des gesamten Bitcoin-Angebots im Verlust.

Mit anderen Worten: Jede Erholung des Bitcoin-Preises trifft auf Investoren, die wochen- oder monatelang im Verlust sind. Sie sind weniger an höheren Gewinnen interessiert, sondern wollen vor allem ihre Verluste begrenzen. Das erklärt die Schwierigkeiten bei der Rückeroberung der 74.000 US-Dollar-Marke: Einerseits realisieren Wal-Halter Gewinne, andererseits verkaufen viele Anleger nahe ihren Kosten, was die Erholung bremst.

Neben dem Druck auf den Kurs verschärft sich auch die Marktstimmung. Der „Crypto Fear and Greed Index“ ist am Samstag auf 12 Punkte gefallen (von 100), was in den Bereich „extreme Angst“ führt und den niedrigsten Stand seit dem großen Markteinbruch im Oktober letzten Jahres markiert.

Hohe Volatilität, aber kaum Richtung – Markt befindet sich im Patt
Derzeit ist der Markt in einer Situation, in der die Wochenvolatilität stark schwankt, während die Monatslinie kaum vorankommt. Bitcoin fiel am 6. Februar auf 60.000 US-Dollar, stieg dann am 5. März auf 74.000 US-Dollar, und ist jetzt wieder bei etwa 66.000 US-Dollar, fast auf dem Niveau vor drei Wochen.

Trotz der heftigen Schwankungen ist die tatsächliche Kursbewegung nahezu null, was auf wiederholte Umschichtungen bei den Investoren zurückzuführen ist: Jede Erholung wird von fest sitzenden Anlegern abgestoßen, während bei Kursrückgängen Kleinanleger zum Einstieg verleitet werden.

Nur zwei Szenarien sind möglich
Solche Marktlagen werden meist auf eine von zwei Arten aufgelöst:

Das erste Szenario ist, dass der Verkaufsdruck allmählich abnimmt, die fest sitzenden Positionen aufgesaugt werden und Bitcoin mit hohem Volumen stark über 74.000 US-Dollar ausbricht, um den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Das zweite Szenario ist, dass die Kaufkraft nachlässt, die Kleinanleger weniger aktiv sind und Bitcoin letztlich die wichtige Unterstützung bei 60.000 US-Dollar testet.

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