Markttrends stehen im Widerspruch zu Donald Trumps Forderung nach niedrigeren Zinssätzen, weil zollbedingte Kostensteigerungen mit verlangsamtem Wachstum verbunden sind. Diese Mischung erhöht die Gefahr, dass eine zu frühe Zinssenkung die Inflation wieder anheizen könnte, ohne die Dynamik wiederherzustellen.
Zölle können die Preise für Güter erhöhen, da die Importkosten durchgereicht werden, während Unsicherheit Investitionen und Einstellungen einschränkt. Diese Kombination hält die Märkte bei einer schnellen Lockerung vorsichtig und die politischen Entscheidungsträger davon ab, die Nachfrage in einem angebotsbeschränkten Umfeld zu erhöhen.
Das doppelte Mandat der Federal Reserve, Preisstabilität und maximale Beschäftigung, steht im Widerspruch, wenn die Inflation durch Angebotsschocks getrieben wird, das Wachstum aber nachlässt. Eine Straffung könnte Arbeitsplätze gefährden; eine Lockerung könnte die Inflation über das Ziel hinaus treiben.
In jüngsten Äußerungen zu handelsspezifischen Schocks betonte Jerome H. Powell, Vorsitzender der Federal Reserve, die Inflationsseite des Abwägungsprozesses. Er sagte, Zölle seien „höchstwahrscheinlich“ mit einem vorübergehenden Anstieg der Inflation verbunden, warnte aber auch, dass Wachstum und Beschäftigung unter Druck geraten könnten.
Lisa Cook, eine Gouverneurin der Federal Reserve, hat darauf hingewiesen, dass Handelspolitik bereits die Fertigung und Investitionen beeinflusst und die aktuellen geldpolitischen Einstellungen so positioniert sind, dass sie auf Veränderungen reagieren können. Diese Darstellung unterstreicht, warum Beamte Flexibilität und Datenabhängigkeit unter politischer Unsicherheit betonen.
Mit Zöllen und regulatorischen Änderungen, die den Ausblick trüben, scheinen Märkte und Entscheidungsträger zögerlich, sich auf Zinssenkungen festzulegen. Krishna Guha von Evercore ISI argumentiert, dass es keinen klaren dovischen Trend gibt, solange die politischen Risiken nicht klarer sind, was eine Abwartende Haltung bestärkt.
Diane Swonk, Chefökonomin bei KPMG, beschreibt ein mildes Stagflationsrisiko, bei dem das Wachstum langsamer ist, die Preise aber stabil bleiben, und warnt, dass das Vertrauen aufgrund von Zollfragen schwindet. „Unsicherheit ist real“, sagte sie, und verwies auf höhere erwartete Inputkosten.
Zölle erhöhen die Importkosten, die Unternehmen an die Verbraucher weitergeben können, was die Inflation bei Gütern steigen lässt. Wenn höhere Preise auf schwächere Nachfrage treffen, muss die Fed die Inflationskontrolle gegen Beschäftigungsrisiken abwägen und bevorzugt Geduld gegenüber schnellen Änderungen.
Angebotsschocks erschweren das Mandat, weil herkömmliche Nachfrageinstrumente nur begrenzt auf kostengetriebene Inflation wirken. Die Fed priorisiert in der Regel die Wiederherstellung der Preisstabilität, ohne unnötigen Schaden für die Beschäftigung zu verursachen.
Höhere Zölle verteuern Güter durch Importkosten. Unternehmen kürzen Margen und Einstellungen. Die Fed bleibt wahrscheinlich vorsichtig, wägt Inflationsrisiken gegen nachlassende Nachfrage ab, bevor sie die Zinsen anpasst.
Gelockerte Zölle senken Inputkosten und die Inflation bei Gütern. Vertrauen, Investitionen und Einstellungen könnten sich stabilisieren. Die Fed gewinnt Flexibilität, die Zinsen anzupassen, während sich Preis- und Arbeitsmarktsituation normalisieren.
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