Digitale Vermögenswerte sind mainstream geworden, mit Dutzenden von milliardenschweren Konzernen, die Kryptowährungen oder verwandte Produkte halten. Dennoch ist die Nutzung von Blockchain noch begrenzt, und laut CEO der Stellar-Entwicklungsfonds ist das Hauptproblem der Mangel an Privatsphäre. In einem neuen Blogbeitrag analysierte Denelle Dixon die Herausforderung, vor der die meisten Blockchains stehen: das Gleichgewicht zwischen Privatsphäre und Transparenz. Die ursprüngliche Vision der Blockchain-Technologie war es, ein System zu entwickeln, das schlechte Akteure durch unveränderliche und sichtbare Transaktionen abschreckt. Während dies für den Einzelhandel funktionieren mag, würden institutionelle Nutzer ihre internen Abläufe niemals in einem öffentlichen Ledger offenlegen. Dixon sagt, sie habe mit Dutzenden von Banken gesprochen, und diese seien nicht besorgt über Verbraucherdaten, Gebühren, Geschwindigkeit oder sogar den Datenschutz der Verbraucher. Was ihnen am wichtigsten ist, ist der Schutz ihrer internen Abläufe, also der Wettbewerbsvorteil, der ihre Position auf dem Markt bestimmt. Im bestehenden System gibt es mehrere Schutzvorrichtungen, die den Zugriff anderer Nutzer auf Informationen verhindern, von Verwahrern und Broker-Dealern bis hin zu Clearing-Gesellschaften. Dixon bemerkte:
Aber genau das, was dieses Konzept so überzeugend macht – das transparente Ledger – ist das, was den Datenschutz, den die Institutionen bereits haben, untergräbt.
Das ist die Spannung. Und bis dieses Problem gelöst ist, wird keine Institution ihr vollständiges Portfolio onchain migrieren. Punkt.
Stellar-CEO: Blockchains müssen Privatsphäre und Transparenz ausbalancieren Blockchain ist so konzipiert, dass keine bösen Akteure im Schatten agieren können, sagt Dixon. Es ist nicht so, dass „eine große Bank sehen kann, was eine andere an einem Dienstagnachmittag macht.“ Der Wunsch nach Privatsphäre bei Institutionen ist nicht, um illegale Aktivitäten zu verbergen, sondern um ihre Daten vor dem Zugriff durch Rivalen zu schützen. Wenn eine Bank wüsste, welche Einlagen bei ihrem Rivalen eingehen oder wer die aktivsten Kunden sind, könnte sie diese Schwachstellen ausnutzen und einen Vorteil gewinnen.
Die Transparenz der Blockchain wurde so gestaltet, dass böse Akteure sich nicht verstecken können. Es wurde nie so konzipiert, dass eine Bank sehen kann, was eine andere an einem Dienstagnachmittag macht. Dieser Unterschied ist wichtig.
Mein neuester Beitrag zur echten Privatsphäre, die die institutionelle Akzeptanz behindert…
— Denelle Dixon (@DenelleDixon) 9. März 2026
Dixon ist der Ansicht, dass Privatsphäre und Transparenz kein binäres Konzept sind; sie existieren auf einem Spektrum, und Blockchain-Netzwerke müssen das richtige Gleichgewicht zwischen beiden finden. Um dieses Gleichgewicht zu erreichen, müssen diese Netzwerke entscheiden, welche Transaktionsdaten die Integrität der Blockchain wahren, welchen Prüfungszugang Regulierungsbehörden benötigen, wie man die Herkunft von Vermögenswerten verifiziert, ohne Flussmuster offenzulegen, und wie man Systemintegrität demonstriert, ohne jede Transaktion öffentlich zu übertragen, erklärt sie. Dixon sagt, Stellar erreiche dieses Gleichgewicht durch eine technische Umsetzung, die eine transparente Basisschicht und konfigurierbaren Datenschutz auf der Anwendungsebene bietet. Eine Möglichkeit, die Privatsphäre zu verbessern, ist das Stellar Private Payments-Framework, das vertrauliche Transfers mithilfe von Zero-Knowledge-Proofs ermöglicht. Wie CNF berichtete, wurde SPP letzten Monat Open Source gestellt. Mit SPP können Nutzer Token in einen Privatsphäre-Pool einzahlen, und alle Transfers innerhalb dieses Pools sind verborgen. Das Netzwerk nutzt die ZK-Beweise, um die Gültigkeit der Transaktionen zu verifizieren, ohne Sender/Empfänger oder deren Salden offenzulegen. Dixon fügte hinzu:
Letztlich, wenn wir die richtigen Parameter definieren können, indem wir die Vorteile der Blockchain bewahren und gleichzeitig die Privatsphäre schützen, die die Institutionen tatsächlich benötigen, können wir etwas Besseres bauen als das, was heute existiert.