Vermögenswerte im Wert von bis zu 2,1 Billionen US-Dollar – der Finanzriese Wells Fargo hat beim US-Patent- und Markenamt (USPTO) eine Markenanmeldung für den Begriff „WFUSD“ eingereicht. Die Anmeldung umfasst Krypto-Handel, Zahlungs- sowie Tokenisierungsdienste und erwähnt eine Softwareanwendung für Stablecoins, was zeigt, dass die Wall Street-Bank ihre Aktivitäten im digitalen Vermögensmarkt beschleunigt.
(Vorheriger Kontext: Wells Fargo: Steuerzeit in den USA wird Bitcoin unterstützen, erwartet bis Ende März 150 Milliarden US-Dollar an Steuerrückerstattungen, die in den Markt fließen)
(Hintergrund: Wall Street rekrutiert Krypto-Talente! Wells Fargo sucht einen „Tokenisierte Einlagen“-Manager, JPMorgan und Goldman Sachs stellen ebenfalls Blockchain-Positionen ein)
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Die Wall Street beschleunigt ihre Schritte in Richtung digitaler Vermögenswerte. Laut den neuesten Aufzeichnungen des USPTO hat der Finanzriese Wells Fargo & Company eine Markenanmeldung für den Begriff „WFUSD“ in den USA eingereicht.
Die Anmeldung wurde am 9. März eingereicht und erschien am Mittwochmorgen offiziell auf der Website. Der Status der Marke ist derzeit „aktiv“ und „in Prüfung“. Das USPTO vermerkte, dass die Anmeldung die Mindestanforderungen erfüllt, aber noch keinem Prüfer zugewiesen wurde.
Diese Markenanmeldung deckt drei internationale Klassen ab und zeigt die digitalen Vermögensambitionen von Wells Fargo deutlich. Konkret:
Zudem erwähnt die Anmeldung ausdrücklich Software für den Umgang mit Stablecoin-Transaktionen. Bisher hat Wells Fargo keine öffentlichen Kommentare zu dieser Markenanmeldung abgegeben.
Diese Markenanmeldung ist kein erster Schritt von Wells Fargo im Krypto-Bereich, sondern setzt die Strategie fort, in die Infrastruktur für Kryptowährungen zu investieren. Bereits im Februar 2020 investierte die strategische Kapitalabteilung von Wells Fargo 5 Millionen US-Dollar in das Blockchain-Analysetool Elliptic, neben bestehenden Investoren wie SBI Holdings und Santander InnoVentures.
Im Mai 2022 beteiligte sich die Bank gemeinsam mit traditionellen Finanzriesen wie Citigroup und BNY Mellon an einer Serie-B-Finanzierung des Krypto-Handelsinfrastruktur-Unternehmens Talos in Höhe von 105 Millionen US-Dollar, was die Bewertung von Talos auf 1,25 Milliarden US-Dollar anhob.
Wells Fargos Vorgehen stimmt auch mit ihrer jüngsten Markteinschätzung überein. Das Wells Fargo Investment Institute veröffentlichte im März 2025 einen Bericht, in dem digitale Vermögenswerte ausdrücklich als „eine praktikable Anlageklasse“ bezeichnet werden.
Der Bericht hebt hervor, dass digitale Vermögenswerte in Bezug auf Korrelationen mit traditionellen Anlageklassen über fünf- und zehnjährige Zeiträume gering sind, weshalb sie im Asset-Allocation-Framework als „reale Vermögenswerte“ eingestuft werden. Das Institut sieht digitale Vermögenswerte zudem als „potenzielles Diversifikationstool im Portfolio“. Mit solider Kernkompetenz (Wells Fargo erzielte im vierten Quartal 2025 einen Nettogewinn von 5,36 Milliarden US-Dollar, ein Wachstum gegenüber 5,08 Milliarden im Vorjahr) und großem Kapital ist diese Wall Street-Bank bereit, den Stablecoin- und Tokenisierungsmarkt aktiv zu erschließen.