
Bitwise Asset Managements Chief Investment Officer Matt Hougan hat diese Woche erneut dargelegt, dass Bitcoin letztlich auf 1 Million US-Dollar steigen könnte, wenn es einen größeren Anteil am globalen Wertspeichermarkt erlangt, der derzeit von Gold, Staatsanleihen und anderen defensiven Anlagen dominiert wird. Er betont, dass das langfristige Aufwärtspotenzial des Bitcoin davon abhängt, wie viel globales Vermögen im Laufe der Zeit in Wertspeicher investiert wird, und nicht von kurzfristigen Marktzyklen.
Hougans Daten zeigen, dass der globale Wertspeichermarkt von etwa 2,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2004 auf fast 40 Billionen US-Dollar angewachsen ist, während Bitcoin derzeit nur etwa 4 % dieses Marktes ausmacht. Sein Schlussfolgerungsrahmen lautet: Wenn Bitcoin etwa die Hälfte des Marktanteils erlangt, könnte der Preis in etwa zehn Jahren auf 1 Million US-Dollar steigen; sollte der erweiterte Wertspeichermarkt weiter wachsen, braucht Bitcoin nur einen kleineren Marktanteil, um dasselbe Ziel zu erreichen.
Hougan weist außerdem darauf hin, dass die feste Versorgung von 21 Millionen Bitcoin und sein dezentralisiertes Netzwerk ihm ähnliche strukturelle Eigenschaften wie Gold und andere traditionelle Wertspeicherinstrumente verleihen.
Neben Hougan haben mehrere Branchenexperten ähnliche Vorhersagen öffentlich gemacht:
Cathie Wood (Ark Invest): Bitcoin könnte bis Ende dieses Jahrzehnts 3,8 Millionen US-Dollar erreichen
Bernstein (Prognose 2024): Erreichen von 1 Million US-Dollar bis 2033
Arthur Hayes (Legendärer Trader): Möglichst 2028 das Ziel erreichen
Brian Armstrong (CEO von Coinbase): Bis 2030 könnten 1 Million US-Dollar erreicht werden
Jack Dorsey (Mitgründer von Block): Innerhalb von fünf Jahren könnte es soweit sein
Eric Trump (Sohn von US-Präsident Trump): Hat kürzlich seine Prognose von 1 Million US-Dollar für Bitcoin erneut bekräftigt
Mehrere Marktanalysten sind der Ansicht, dass Hougans Prognose langfristig logisch ist, aber die meisten sie als eine Adoption über zehn Jahre hinweg sehen, nicht als kurzfristige Vorhersage.
Marty Greenspan, Gründer von Quantum Economics, erklärt, dass 1 Million US-Dollar eigentlich eine „knappe Ausdrucksweise dafür ist, dass Bitcoin mit Gold vergleichbar ist und als Wertspeicher fungiert“. Die genaue Zahl sei weniger entscheidend, wichtiger sei der Anteil von Bitcoin am globalen Vermögen. Er weist darauf hin, dass geopolitische Spannungen die Wertargumentation für Bitcoin stärken — in unsicheren Zeiten suchen Investoren nach neutralen Wertspeichern, und Bitcoin wird zunehmend zusammen mit Gold in diese Kategorie aufgenommen. Es könnte jedoch zehn Jahre oder länger dauern, um dieses Niveau zu erreichen.
Jason Fernandes, Mitgründer von AdLunam, warnt vor einem „statischen Nenner-Fehlschluss“: Viele Investoren bewerten das Potenzial von Bitcoin anhand der heutigen Marktkapazität für Wertspeicher, anstatt zukünftiger, größerer Märkte. Er meint, dass Bitcoin in den nächsten zehn Jahren etwa 17 % des erwarteten globalen Wertspeichermarktes von 121 Billionen US-Dollar ausmachen müsste, um das Ziel von 1 Million US-Dollar zu stützen.
Nima Beni, Gründer von Bitlease, glaubt, dass sich dieser Zeitplan beschleunigen könnte, falls das Vertrauen in traditionelle „sichere“ Anlagen zusammenbricht — potenzielle Staatsanleihen-Krisen oder Turbulenzen auf dem Goldmarkt könnten als Katalysator wirken.