Gnosis-Führung: CLARITY-Gesetz könnte Kryptowährungen in zentralisierte Kontrolle zurückbringen

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CLARITY法案中心化恐慌

Gnosis Blockchain-Protokoll-Mitbegründerin Dr. Friederike Ernst erklärt, dass die regulatorischen Bestimmungen im derzeit im Kongress diskutierten „Clear Market Structure for Digital Assets Act“ (CLARITY Act) voraussetzen, dass alle Krypto-Handelsaktivitäten über zentrale Vermittler erfolgen müssen. Dies könnte dazu führen, dass eine kleine Gruppe etablierter Großfinanzinstitute die Kontrolle über die wichtigsten Kanäle des Kryptomarktes übernimmt, was dem grundlegenden Geist der Blockchain-Technologie widerspricht.

Ernsts Kernkritik: Vom Stakeholder zum Mieter

CLARITY法案序言 (Quelle: US-Kongress)

Ernst warnt vor einem tief verwurzelten Interessenskonflikt. Sie betont, dass der Durchbruch der Blockchain-Technologie nicht nur darin besteht, eine neue Finanzinfrastruktur zu schaffen, sondern auch darin, Nutzern die Möglichkeit zu geben, Eigentümer ihres Netzwerks zu werden, anstatt nur Mieter zu sein. Das Problem am CLARITY Act sei, dass er dieses Eigentumsmodell möglicherweise ersticke:

„Wenn Finanzaktivitäten wieder durch institutionelle Vermittler laufen, könnten Nutzer erneut zu Kunden werden, die Finanztechnologie mieten, anstatt Stakeholder zu sein. Die Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass die Regulierung nicht unbeabsichtigt dieses Eigentumsmodell zerstört.“

Ernst erkennt auch die positiven Aspekte des Gesetzes an – es klärt die Zuständigkeiten zwischen der US Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) im Bereich der Kryptowährungen und schützt ausdrücklich Peer-to-Peer-Transaktionen sowie das Selbstverwahrungsrecht der Nutzer.

Dennoch sieht sie den größten Mangel darin, dass das Gesetz den offenen, permissionless Blockchain-Track und DeFi-Protokolle nicht ausreichend schützt. „Wenn diese offenen Tracks nicht ausreichend geschützt werden, könnten alle Schwachstellen des traditionellen Finanzsystems – zentrale Ausfälle, Vermittler-Risiken, Zugangsbarrieren – auch in den Kryptobereich übertragen werden.“

Legislative Herausforderungen des CLARITY Act: Mehrere Interessen im Konflikt

Der CLARITY Act steckt derzeit im Kongress in einer Pattsituation, die durch mehrere Konfliktlinien geprägt ist:

Stabilitäts-Token-Erträge: Die Kryptoindustrie möchte erlauben, dass Inhaber von Stablecoins Zinsen auf ihre Bestände erhalten, während traditionelle Banken vehement dagegen sind, da sie befürchten, dass dies zu einem Abfluss von Einlagen aus dem Bankensystem führt.

Coinbase zieht Unterstützung zurück: Im Januar kündigte die Kryptobörse Coinbase an, ihre Unterstützung für den Gesetzesentwurf zurückzuziehen, da sie befürchtet, dass mehrere Bestimmungen des Gesetzes die DeFi-Ökosysteme schädigen, die Erträge aus Stablecoins verbieten und das Wachstum tokenisierter realer Vermögenswerte (RWA) behindern könnten. Coinbase-CEO Brian Armstrong sagte offen: „Wir würden lieber kein Gesetz haben, als ein schlechtes Gesetz.“

Öffentlicher Druck durch Trump: Der ehemalige US-Präsident Donald Trump forderte öffentlich die Banken auf, den CLARITY Act nicht zu „blockieren“, doch bisher hat dieser Druck keine substanziellen Fortschritte gebracht.

Wichtiger Termin im April: Die letzte Chance für das Gesetz?

Verschiedene Marktanalysten haben unterschiedliche Prognosen für den weiteren Verlauf des Gesetzes. Der US-Senator Bernie Moreno ist optimistisch, dass der CLARITY Act im April verabschiedet und dem Präsidenten zur Unterschrift vorgelegt wird.

Der Leiter der globalen Forschung bei Galaxy, Alex Thorn, äußert auf X eine vorsichtigere Einschätzung: „Wenn das Gesetz bis April 2026 nicht verabschiedet wird, ist die Chance, dass es 2026 in Kraft tritt, sehr gering.“ Er weist auch darauf hin, dass die Erträge aus Stablecoins möglicherweise nicht das größte Hindernis sind: „Das Belohnungssystem ist wahrscheinlich nicht das Endproblem, sondern die eigentlichen Schwierigkeiten liegen bei den DeFi-Klauseln, dem Schutz der Entwickler und den Regulierungsbefugnissen.“

Häufig gestellte Fragen

Wie bedroht der CLARITY Act konkret DeFi und permissionless Blockchain-Track?

Laut Ernsts Analyse setzt der regulatorische Rahmen des CLARITY Act voraus, dass Transaktionen durch regulierte zentrale Einheiten erfolgen müssen. Das bedeutet, dass DeFi-Protokolle, um legal in den USA zu operieren, eine Form der zentralisierten Identitätsprüfung oder Erlaubnismechanismen einführen müssten. Dies steht im Widerspruch zum Kernprinzip von DeFi – dass jeder ohne Erlaubnis die Protokolle nutzen kann – und könnte dazu führen, dass permissionless Protokolle in den USA rechtlich riskant werden.

Bedeutet Coinbase’s Rückzug die Ablehnung des gesamten Krypto-Sektors gegenüber dem CLARITY Act?

Nein. Die Haltung der Krypto-Branche zum CLARITY Act ist gespalten. Viele Unternehmen begrüßen die Klarheit, die das Gesetz bringen könnte, da sie den Eintritt institutioneller Investoren erleichtert und die langanhängigen Streitigkeiten zwischen SEC und CFTC klärt. Coinbase’s Rückzug betrifft vor allem bestimmte Klauseln (DeFi-Beschränkungen, Stablecoin-Ertragsverbote) und bedeutet nicht grundsätzlich eine Ablehnung der Gesetzesnotwendigkeit. Die Positionen der anderen Firmen variieren, was die komplexen Verhandlungen im Regelwerk widerspiegelt.

Was passiert, wenn der CLARITY Act bis 2026 nicht verabschiedet wird?

Ohne Gesetzesverabschiedung könnte die US-Kryptobranche weiterhin in einem unklaren regulatorischen Umfeld operieren, abhängig von administrativen Maßnahmen der SEC und CFTC statt klarer Gesetzgebung. Alternativ könnten SEC und CFTC innerhalb ihrer Zuständigkeiten regulatorische Leitlinien erlassen, um Lücken zu füllen – eine sogenannte „Backup-Option“, die auch der ehemalige CFTC-Vorsitzende bereits erwähnt hat.

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