Ein 66-jähriger Rentner in Hongkong verlor 6,6 Millionen HKD (etwa 840.000 USD) bei einer Serie von drei Krypto-Investitionsbetrugsfällen, nachdem er mehrfach den sogenannten „Krypto-Experten“ vertraute, die über WhatsApp Kontakt aufnahmen, so die CyberDefender-Abteilung der Hongkonger Polizei.
In einem Facebook-Post vom 20.3. erklärte die Polizei, dass das Opfer erstmals im September 2025 von einem Betrüger kontaktiert wurde, der sich als „Krypto-Investment-Experte“ ausgab und stabile Gewinne versprach, wenn das Opfer den Ratschlägen folgte. Der Rentner überwies 180.000 USD und lud Krypto in eine vom Betrüger kontrollierte Brieftasche, doch dieser verschwand sofort, woraufhin das Opfer die Polizei verständigte.
Der Vorfall zeigt, dass Betrüger denselben Opfer mehrfach mit verschiedenen Tricks ausnutzen können, beginnend mit Versprechen „garantierter Gewinne“ und steigend bis zu Angeboten, bei denen Hilfe bei der Rückholung gestohlener Gelder versprochen wird.
„Das Leben hat keine zweite Chance; aber Betrugsfälle können eine dritte haben“, warnte das CyberDefender-Team und betonte, dass echte Experten sich nicht auf zufälligen Kontakt verlassen, und Begriffe wie „garantierte Gewinne“ oder „Insider-Informationen“ typische Warnzeichen sind.
Das Rentner-Opfer suchte anschließend online nach einem weiteren „Krypto-Experten“, der versprach, das verlorene Geld zurückzuholen, aber eine Sicherheitskaution von 75.000 USD verlangte. Nachdem das Opfer das Geld überwiesen hatte, verschwand auch dieser Betrüger sofort.
Im Januar kontaktierte ein „Experte“ über WhatsApp, dass er beide Verluste zurückholen könne, wenn das Opfer Krypto im Wert von 585.000 USD kauft und an eine angegebene Adresse schickt. Als das Opfer dies tat, verschwand auch dieser Betrüger, sodass die Gesamtschadenssumme in etwa sechs Monaten auf rund 840.000 USD anstieg.
Der Vorfall findet vor dem Hintergrund zunehmender Kriminalität im Zusammenhang mit Web3 statt. Im Jahr 2025 beliefen sich die Schäden durch Web3-Plattformen auf etwa 3,95 Milliarden USD, hauptsächlich durch Hacker mit Verbindungen zum Staat und schwache Sicherheitsmaßnahmen, so das Sicherheitsunternehmen Hacken.
Weltweit warnen Behörden vor einer Welle neuer Investitions- und Phishing-Betrügereien, von FBI-Warnungen vor gefälschten Token auf Tron bis zu Ermittlungen gegen GainBitcoin in Indien und Bemühungen in den USA, 3,4 Millionen USD Tether im Zusammenhang mit einer landesweiten Investitionsbetrugsserie einzuziehen.