Impulse für den Übergang zu Software/AI bei der Transformation des E-Commerce

Investing.com - Laut einer kürzlich veröffentlichten Branchenstudie von Stifel könnten die schwierigen Zeiten für Unternehmenssoftware-Aktien kein vorübergehender Rückgang sein, sondern möglicherweise den Beginn einer langfristigen Umstrukturierung markieren.

Die Analysten vergleichen die aktuelle Situation mit der E-Commerce-Umwälzung Ende der 1990er Jahre und sind der Ansicht, dass es richtig ist, vorsichtig zu bleiben, auch wenn die durch KI ausgelösten Sorgen übertrieben sind.

Der Broker überträgt die Struktur der Softwarebranche auf das Retail-Prototype der E-Commerce-Ära: Große etablierte Unternehmen, die versuchen, ihre Führungsposition zu halten (Walmart-ähnlich), wachstumsstarke Herausforderer, die auf die nächste Zyklusphase setzen (Costco-ähnlich), weniger wahrscheinlich florierende Überlebende (Macy’s-ähnlich) sowie einen entscheidenden Punkt – die Erwartung, dass keine öffentlichen Insolvenzfälle auftreten werden (Bed Bath & Beyond-ähnlich).

Die Analysten sagen: „Ähnlich wie bei den ’traditionellen’ Einzelhändlern Anfang der 2000er Jahre.“ Sie erwarten, dass „viele Softwareaktien in den kommenden Quartalen keine V-förmige Erholung zeigen werden.“

Das Beispiel Microsoft ist warnend. Nach einem Hoch von etwa 60 US-Dollar im Dezember 1999 fiel die Aktie im April 2000 unter 40 US-Dollar und erreichte im Dezember 2000 ein Tief von etwa 20 US-Dollar.

Erst im April 2014 kehrte sie wieder auf 40 US-Dollar zurück, nach 14 Jahren, obwohl die Einnahmen in diesem Zeitraum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von fast 10 % von 2,2 Milliarden auf 8,3 Milliarden US-Dollar stiegen und der Gewinn pro Aktie mit etwa 8 % jährlich zunahm.

Die Analysten weisen darauf hin, dass die Erholung der Aktie erst nach dem Wechsel des Managements und dem Beginn der Beschleunigung bei Azure möglich wurde.

Sie sagen, dass die heutigen Sorgen der Investoren nicht darin bestehen, dass Tools von Anthropic oder OpenAI sofort die Systeme von Salesforce oder ServiceNow im Wert von mehreren Millionen oder Milliarden Dollar ersetzen werden.

Die eigentliche Sorge ist, ob bestehende Unternehmen die KI-Funktionen monetarisieren können oder gezwungen sein werden, KI-Agents in bestehende Verträge zu integrieren, um der Konkurrenz standzuhalten, anstatt sie als neue Einnahmequelle zu nutzen.

In Bezug auf die Gewinnmargen wird erwartet, dass die KI-Kosten den bisher besten Bruttomarge der Softwarebranche belasten, ähnlich wie bei der Umstellung von On-Premise-Deployments auf SaaS.

Stifel-Analysten glauben, dass LLM-Anbieter derzeit möglicherweise Subventionen für einige Kunden gewähren, wobei bestimmte Prompt-Aktivitäten für Anbieter eine negative Bruttomarge aufweisen.

Mit dem Nachlassen dieser Subventionen und der Anpassung der Infrastrukturpreise durch große Cloud-Anbieter, um enorme Kapitalkosten zu rechtfertigen, könnte eine bedeutende Margen-Neujustierung erfolgen.

Die Bewertung spiegelt diese Unsicherheit wider. Der Enterprise Value / Umsatz-Verhältnis des iShares Expanded Tech-Software ETF (IGV) ist von einem Höchststand von über 16 auf 3,9 gefallen, obwohl die Stifel-Analysten darauf hinweisen, dass der Sektor aus einer 20-jährigen Perspektive in den Bereich von 2005–2017 zurückkehrt.

Im Verhältnis Enterprise Value / Free Cash Flow der nächsten zwölf Monate liegt der Multiplikator bei 22,8, verglichen mit einem Durchschnitt von 38,2, was günstiger ist, aber nicht in einer Krise steckt. Die Analysten ergänzen: „Der breitere Sektor könnte in naher Zukunft in einer Seitwärtsbewegung verbleiben.“

Private Equity wird wahrscheinlich keine Rettungsrolle während der SaaS-Transformation spielen, da der Anteil an institutionellen Anlagen bereits auf über 20 % gestiegen ist, verglichen mit nur niedrigen einstelligen Prozentzahlen vor zwanzig Jahren, plus höherer Fremdkapitalkosten und der Schwierigkeit, Kapital aus bestehenden Beteiligungen zurückzuziehen.

Strategische Akquisitionen dürften ebenfalls schwach bleiben, mit Ausnahme von IBM, das nach den Übernahmen von Red Hat und HashiCorp weiterhin Open-Source-Infrastrukturvermögen akquiriert.

Kurzfristig bevorzugen Analysten Aktien im Bereich Daten, Infrastruktur und Sicherheit, die relativ geschützt sind, und verweisen auf die jüngsten Ergebnisse von Cloudflare und Datadog.

Im Anwendungsbereich erwarten sie, dass SaaS-Unternehmen mit starker Datenattraktivität und tiefem Fachwissen im Bereich die Gewinner bei vorgefertigten Agenten-Workflows sein werden.

Bevorzugte Aktien sind unter anderem CrowdStrike, Cloudflare, Palo Alto Networks, Salesforce, Guidewire Software, HubSpot, Braze, Titan Machinery, Datadog, MongoDB und Snowflake.

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