Kanadier besitzen mehrere RRSPs? Zusammenlegung der Konten könnte die Verwaltung vereinfachen, Kosten senken und Risiken reduzieren

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Für Kanadier mit mehreren Registered Retirement Savings Plans (RRSP) kann es vor dem Ruhestand sinnvoll sein, diese verstreuten Konten zusammenzuführen, um die Investitionsverwaltung zu vereinfachen, die damit verbundenen Kosten zu senken und sich besser auf den Ruhestand vorzubereiten.

Die Gründe für den Besitz mehrerer RRSP sind vielfältig. Zum Beispiel haben manche nach einem Jobwechsel das Gruppen-RRSP des früheren Arbeitgebers nicht auf das persönliche Konto übertragen; andere haben vor Ablauf der Beitragsfrist hastig gehandelt, wodurch bei einer Finanzinstitution kleine „unverwaltete“ Konten verbleiben; wieder andere eröffnen bei verschiedenen Finanzberatern separate Konten. Laut den RRSP-Regeln kann eine Person beliebig viele Pläne eröffnen, jedoch ist die Gesamthöhe der Beiträge festgelegt.

Jacqueline Power, Direktorin für Steuern und Ruhestandsforschung bei Fidelity Investments Canada ULC in Toronto, weist darauf hin, dass es sehr üblich ist, RRSP bei verschiedenen Beratern zu haben, unabhängig von der Vermögensgröße. Diese dezentrale Verwaltung bringt jedoch zahlreiche Unannehmlichkeiten mit sich: Kunden müssen für jedes Konto separate Beitragsquittungen und Steuerdokumente aufbewahren. Wenn bei jedem Konto jährliche Verwaltungsgebühren anfallen, steigen die Gesamtkosten erheblich.

Power erklärt, dass die Zusammenführung mehrerer RRSP zu einem größeren Konto den Kunden oft niedrigere Gebührenstrukturen ermöglicht. Solche Vergünstigungen gelten meist, wenn die Vermögenswerte bei derselben Institution oder bei demselben Berater eine bestimmte Größe erreichen.

Besonders für Personen im Ruhestand oder kurz davor ist die Zusammenlegung der RRSP besonders vorteilhaft. Nach den Vorschriften muss ein Kunde sein RRSP bis Ende des Jahres, in dem er 71 Jahre alt wird, in einen Registered Retirement Income Fund (RRIF) umwandeln. Das RRIF schreibt vor, dass für jedes Konto anhand einer Alters-Tabelle eine jährliche Mindestauszahlung erfolgen muss. Bei mehreren RRIFs wird die Verwaltung dieser Mindestentnahmen komplexer.

Jason Heath, Geschäftsführer bei Objective Financial Partners Inc. in Markham, Ontario, sagt, dass ein einzelnes RRIF die Verwaltung der Auszahlungsanforderungen erleichtert und die Steuerverfolgung bei der Steuererklärung vereinfacht. Er ergänzt: „Mehrere Konten können leicht zu Dokumentenverlusten führen und das Risiko von Compliance-Verstößen erhöhen.“

Aurele Courcelles, Vizepräsident für Steuern und Nachlassplanung bei IG Wealth Management Inc. in Winnipeg, betont aus Nachlassperspektive, dass die Zusammenlegung von Altersvorsorgekonten den Prozess vereinfacht. Wenn ein Kunde handlungsunfähig wird oder verstirbt, müssen Bevollmächtigte oder Testamentsvollstrecker mit mehreren Finanzinstituten kommunizieren. Ein einziges Konto kann diese Belastung erheblich verringern.

Dezentrale RRSP beeinflussen auch die Einschätzung der Gesamtvermögensaufteilung. Courcelles erklärt, dass es für Kunden schwierig ist, bei mehreren Instituten eine umfassende Bewertung ihres Portfolios im Hinblick auf die Ruhestandsziele vorzunehmen. Nach der Zusammenlegung können Berater das Risiko besser auf die individuelle Risikotoleranz abstimmen und Rebalancing einfacher durchführen.

Heath weist weiter darauf hin, dass Kunden mit mehreren kleinen RRSP oft weniger Aufmerksamkeit auf einzelne Konten richten. Psychologisch gesehen fördert die Zusammenlegung die Wertschätzung der Altersvorsorge.

Nicht in allen Fällen ist die Zusammenlegung der RRSP die beste Lösung. Wenn ein Kunde sowohl persönliche RRSP als auch spousal RRSP besitzt, ist Vorsicht geboten. Laut den Regeln kann ein persönliches RRSP auf das Spouse-Konto übertragen werden, eine umgekehrte Übertragung ist jedoch nicht erlaubt. Nach der Zusammenlegung wird das Konto als Spouse-RRSP betrachtet und unterliegt den Besitzregeln: Wenn der Ehepartner innerhalb von drei Jahren nach der Beitragszahlung eine Auszahlung tätigt, wird diese in der Regel dem Ehepartner zugerechnet und entsprechend besteuert.

Power erklärt, dass aufgrund dieser steuerlichen Auswirkungen die meisten Kunden die Unabhängigkeit ihrer persönlichen und spousal RRSP beibehalten.

Beim Transfer eines RRSP haben Kunden zwei Möglichkeiten: Bei der Barübertragung müssen die Anlagen im Konto zunächst verkauft werden, während bei der Sachübertragung die bestehenden Positionen direkt übernommen werden können. Heath bevorzugt die Sachübertragung, da er erklärt: „Marktschwankungen können den Wert der Anlagen beeinflussen. Die Sachübertragung stellt sicher, dass die Gelder stets investiert bleiben und vermeidet Risiken durch Zeitverzögerungen bei Kontoumwandlungen.“

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