Wird der australische Dollar in Zukunft steigen? Der Markt setzt auf den Beginn des Zinserhöhungszyklus im Jahr 2026

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Australische Wirtschaft schreibt angesichts starker Inlandsnachfrage und hoher Inflation die Erwartungen an die Geldpolitik neu. Investoren sind allgemein optimistisch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des australischen Dollars, und im kommenden Jahr könnte der AUD/USD deutlich aufwerten. Laut den neuesten Wetten auf dem Devisenmarkt ist es sehr wahrscheinlich, dass die Reserve Bank of Australia im ersten Halbjahr 2026 eine Zinserhöhungsrunde einleitet.

Wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit übertrifft Erwartungen – Lockerungszyklus der Zentralbank endet wahrscheinlich

Anfang Dezember veröffentlichte das australische Statistikamt die Haushaltsausgaben für Oktober, die die Markterwartungen übertrafen – ein monatlicher Anstieg von 1,3 %, deutlich über den erwarteten 0,6 %. Das Jahreswachstum lag bei 5,6 %, weit über den prognostizierten 4,6 %. Diese Daten senden ein klares Signal: Der australische Konsummarkt bleibt heiß, die inländische Nachfrage ist noch lange nicht geschwächt.

Dies führte zu einer Kettenreaktion auf den Finanzmärkten. Die Rendite der 3-jährigen australischen Staatsanleihen überschritt die 4 %-Marke und erreichte den höchsten Stand seit Jahresbeginn. Ökonomen sind sich einig, dass diese starke Haushaltsausgabenleistung bedeutet, dass die Reserve Bank of Australia keinen Spielraum mehr für Zinssenkungen hat, weitere Lockerungsmaßnahmen sind kaum möglich.

Der Makroökonom Abhijit Surya von Capital Economics sagt: „Der plötzliche Anstieg der Haushaltsausgaben im Oktober bestätigt, dass die Reserve Bank of Australia nicht weiter die Zinsen senken wird. Wenn es Risiken gibt, dann ist es die Möglichkeit, dass die Zentralbank bald gezwungen sein könnte, die Politik weiter zu straffen.“ Diese Aussage spiegelt die tiefen Sorgen des Marktes über eine mögliche Wende in der Geldpolitik wider.

Zinserwartungen steigen – Starke Reaktion am Devisenmarkt

Der Inflationsdruck ist nie wirklich verschwunden. Der Verbraucherpreisindex (VPI) für Oktober stieg um 3,8 % im Jahresvergleich, was die Markterwartungen übertraf und deutlich zeigt, dass die Preisdynamik nicht effektiv eingedämmt wurde. Dieses gleichzeitige Hoch bei Preisen und Inlandsnachfrage schafft äußerst begrenzte Spielräume für die nächsten geldpolitischen Entscheidungen der Zentralbank.

Bei der Zinsentscheidung im Dezember, trotz dreier Zinssenkungen in diesem Jahr, entschied die Reserve Bank of Australia, die Zinsen bei 3,6 % zu belassen, angesichts zunehmenden Inflationsdrucks. Noch wichtiger ist, dass die Aussicht auf Zinserhöhungen zunehmend im Fokus steht. Nach Bekanntgabe der Haushaltsausgaben stieg die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen im Mai 2026 erhöht werden, im Devisenmarkt sprunghaft an – von 18 % auf 55 %, mehr als eine Verdreifachung.

Diese schnelle Steigerung der Erwartungen führte zu erheblichen Bewegungen im Wechselkurs. Der AUD/USD stieg Anfang Dezember auf ein neues Monatshoch von 0,6615. Der Markt preist klar den Beginn eines Zinserhöhungszyklus ein.

Prognosen der drei großen Banken – Kursentwicklung des AUD/USD

Verschiedene führende Finanzinstitute weltweit haben ihre eigenen Prognosepfade für die zukünftige Entwicklung des australischen Dollars veröffentlicht.

Die National Australia Bank (NAB) erwartet, dass der AUD im frühen Jahr 2026 bei 0,67 notieren wird, bevor er im mittleren Jahr auf 0,71 steigt.

Die Westpac Bank ist noch optimistischer. Sie prognostiziert, dass der AUD im März 2026 bei 0,69 erreicht, im späten Frühjahr und Frühsommer auf 0,70 steigt und bis Ende des Jahres weiter auf 0,71 klettert – ein kontinuierlicher Aufwärtstrend.

Die ING Group ist etwas vorsichtiger, aber ebenfalls bullish. Sie sieht den AUD im zweiten Quartal 2026 bei 0,68, mit einer weiteren Steigerung auf 0,69 bis Jahresende.

Obwohl die Zielwerte leicht variieren, ist die Richtung der Aufwertung bei allen drei Instituten sehr ähnlich – der australische Dollar wird voraussichtlich deutlich aufwerten.

Schlüsselfaktoren für die zukünftige Entwicklung des AUD

Ob die Zinserhöhungsrunde der Reserve Bank of Australia tatsächlich im ersten Halbjahr 2026 beginnt, hängt von der Inflationsentwicklung und der Arbeitsmarktsituation ab. Bei anhaltend hoher Inflation gibt es kaum Alternativen für die Zentralbank; bei einer effektiven Rückführung der Inflation könnten sich die Zeitpläne verschieben. Zudem werden globale politische und wirtschaftliche Entwicklungen sowie die Stärke des US-Dollars die Umsetzung der australischen Dollar-Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Investoren sollten diese makroökonomischen Indikatoren genau beobachten.

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