Der Kupfermarkt hat sich im Laufe des Jahres 2025 und zu Beginn 2026 als einer der dynamischsten Rohstoffmärkte erwiesen. Die Kupferpreis Prognose 2025, die von führenden Finanzinstitutionen wie Goldman Sachs, JP Morgan und UBS Global Research abgegeben wurden, sollte sich auf vielfältige Weise bewahrheiten – teilweise sogar übertreffen. Heute werfen wir einen Blick zurück auf das vergangene Jahr und analysieren, wie sich der Kupferpreis tatsächlich entwickelt hat, welche Prognosen sich bewährt haben und welche neuen Perspektiven sich für die kommenden Monate abzeichnen.
Kupferpreis 2025: Wie die Vorhersagen sich bewahrheitet haben
Die zu Jahresbeginn 2025 veröffentlichten Kupferpreis Prognosen bewegten sich in einer Spanne zwischen 9.000 und 11.000 US-Dollar pro Tonne. Goldman Sachs hatte mit einem Durchschnittspreis von 9.980 US-Dollar und einem Höchstpreis von 10.050 US-Dollar gerechnet, während UBS Global Research optimistischer ein Kursziel von 11.000 US-Dollar bis Jahresende prognostizierte.
Die tatsächliche Marktentwicklung im Jahr 2025 übertraf diese Erwartungen deutlich. Bereits im März 2025 erreichte der Kupferpreis mit 5,24 US-Dollar pro Pfund (etwa 11.550 US-Dollar pro Tonne) neue Höchststände. Der entscheidende Wendepunkt kam mit der Ankündigung von US-Zöllen auf Kupfer durch die US-Regierung – eine Nachricht, die spekulatives Interesse und Absicherungsverhalten gleichermaßen auslöste. Im Juli 2025 durchbrach der Kupferpreis dann das Allzeithoch und kletterte auf 5,84 US-Dollar je Pfund (12.875 US-Dollar pro Tonne).
Diese Entwicklung zeigt: Die meisten Kupferpreis Prognose 2025 waren konservativ kalkuliert, und der Markt notierte durchschnittlich deutlich über den erwarteten Spannweiten. Damit bestätigte sich die Grundannahme aller großen Institute, dass Kupfer ein starkes Anlagejahr vor sich hätte – allerdings in noch intensiverem Ausmaß.
Treiber der 2025er Kupferbewegung: Mehr als nur Zölle
Um die Kupferpreis Prognose 2025 wirklich zu verstehen, muss man die dahinterstehenden Faktoren analysieren. Der Anstieg war nicht monokausal, sondern resultierte aus mehreren sich verstärkenden Tendenzen:
Weltwirtschaftliche Erholung: Nach der Verunsicherung 2024 zeigte sich die globale Nachfrage 2025 robuster als erwartet. China, verantwortlich für knapp 50 Prozent der globalen Kupfernachfrage, stabilisierte seine Infrastrukturinvestitionen. Dies trieb die Nachfrage deutlich an.
Energiewende als Nachfragetreiber: Die Erneuerbare-Energien-Branche beschleunigte ihre Ausbaugeschwindigkeit 2025 erheblich. Solaranlagen und Windkraftwerke erfordern das 4- bis 12-Fache an Kupfer gegenüber konventionellen Energieträgern. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte prognostiziert, dass Erneuerbare bis 2040 für 40 Prozent der Kupfernachfrage stehen könnten – und diese Dynamik zeigte sich bereits 2025 deutlich.
Elektromobilität im Aufwind: Elektrofahrzeuge verbrauchen etwa 3-mal mehr Kupfer als Verbrenner. Mit der globalen Elektrifizierung des Verkehrssektors verstärkte sich dieser Nachfragedruck erheblich.
Angebotsseitige Engpässe: Das International Wrought Copper Council hatte für 2025 nur ein Angebotsplus von 2,2 Prozent prognostiziert – ein deutlich geringeres Wachstum als die Nachfrage.
Langfristige Perspektive: 25 Jahre Kupfermarkthistorie
Für das volle Verständnis der aktuellen Lage lohnt sich ein Blick auf die langfristigen Trends. Die Kupferpreis Prognose 2025 muss vor dem Hintergrund dieser historischen Bewegungen bewertet werden:
Phase 1 (2001-2011) – Chinas Aufstieg: Nach Chinas WTO-Beitritt 2001 stieg der Kupferpreis von 0,678 US-Dollar pro Pfund auf über 4,49 US-Dollar – ein Anstieg von 562 Prozent. Die Finanzkrise 2008 brachte einen Zwischenabsturz auf 1,39 US-Dollar, doch der Erholungstrend setzte sich sofort fort.
Phase 2 (2011-2016) – Bärenmarkt und Konsolidierung: Nachdem China weniger in Infrastruktur investierte, sanken die Preise um 55 Prozent auf 2,01 US-Dollar pro Pfund.
Phase 3 (2016-2026) – Neuer Aufstieg: Seit 2016 befindert sich Kupfer erneut im Wachstumszyklus. Der Anstieg von Februar 2016 bis Juli 2025 betrug 181 Prozent. Diese dritte Phase wurde von Fiskalstimuli, niedrigen Zinsen und zuletzt von globalen Lieferkettenunsicherheiten sowie Zolldebatten geprägt.
Einflussfaktoren im Detail: Was bewegt den Kupfermarkt wirklich?
Die Kupferpreis Prognose 2025 und darüber hinaus hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sich teilweise gegensätzlich auswirken können:
Makroökonomische Rahmenbedingungen: Der Leitzins der US-Notenbank spielt eine Schlüsselrolle. Höhere Zinsen machen andere Vermögenswerte attraktiver und erhöhen Finanzierungskosten – beides belastet die Kupfernachfrage. Inflationserwartungen wirken oft umgekehrt: Hohe Inflationsängste treiben Anleger in Rohstoffpositionen wie Kupfer als Inflationsschutz.
Währungsbewegungen: Da Kupfer in US-Dollar notiert, führt ein starker Dollar zu höheren Preisen für Käufer außerhalb des Dollarraums – und damit zu geringerer Nachfrage. 2025 spielte dieser Faktor eine stabilisierende Rolle.
Spekulation und Anlegerstimmung: Die Ankündigung von Zöllen zeigte deutlich, wie kurzfristig Spekulanten und große Rohstoffhändler die Märkte bewegen können. Diese Impulse können sehr volatil sein, schaffen aber auch Handelsopportunitäten.
Angebotsseitige Faktoren: Förderausfälle in großen Kupferländern oder neue Minenprojekte wirken sich langfristig aus. Eine geringere Abbaumenge stützt den Preis, erhöhte Förderung belastet ihn.
Marktprognosen im Rückblick: Wer lag richtig?
Goldman Sachs’ Prognose von 9.980 US-Dollar als Durchschnitt für 2025 war zu konservativ, lag aber nicht völlig daneben. JP Morgans Vorhersage von 10.400 US-Dollar für das zweite Halbjahr 2025 kam dem Realgeschehen näher, wurde aber ebenfalls von der tatsächlichen Entwicklung übertroffen. UBS Global Research mit dem Ziel von 11.000 US-Dollar lag dem tatsächlichen Jahresverlauf am nächsten.
Die zentrale Erkenntnis: Alle großen Institute unterschätzten die Kraft der strukturellen Nachfragetreiber (Energiewende, E-Mobilität) und die Bereitschaft von Marktteilnehmern, auf geopolitische Unsicherheiten mit Rohstoffallokation zu reagieren.
Investitionsmöglichkeiten in Kupfer: Verschiedene Wege zum Engagement
Für Anleger, die von den Kupferpreis Prognose 2025-Trends profitieren wollten oder auch heute noch Kupfer in ihr Portfolio integrieren möchten, stehen mehrere Optionen zur Verfügung:
Kupfer-Futures und Derivate
Kupfer-Futures wie die LME-Kontrakte (25 Tonnen, Sicherheitsleistung 15.000-17.500 USD) oder COMEX-Futures (25.000 Pfund, ca. 6.000 USD Margin) bieten erfahrenen Anlegern Hebelwirkung. COMEX bietet auch Micro-Kontrakte für kleinere Positionen an. Diese Instrumente waren bei institutionellen Investoren beliebt, um von der 2025er Bewegung zu profitieren.
ETCs und Rohstoff-ETNs
Kupfer-ETCs wie der WisdomTree Copper ETC oder der iPath Series B Bloomberg Copper Subindex Total Return ETN bieten mit Kostenquoten von etwa 0,45-0,49 Prozent pro Jahr eine kostengünstige Alternative. Diese Produkte bildeten die Kupferpreisentwicklung via Futures oder Swaps ab und waren ideal für Anleger, die einfach und transparent in Kupfer investieren wollten.
Minenbetreiber-Aktien
Unternehmen wie BHP Group, Rio Tinto, Freeport-McMoRan und Southern Copper profitieren überproportional von Kupferkursanstiegen, da ihre Förderungskosten großteils fix sind. Diese Aktien schütten oft hohe Dividenden aus, bringen aber auch operative Risiken mit sich.
CFDs für kurzfristige Trader
Contract for Difference (CFDs) erlauben Spekulationen auf Kursänderungen mit Hebelwirkung, ohne physisches Kupfer zu halten. Sie wurden 2025 bei vielen Tradern beliebt, bergen aber erhebliche Risiken bei längeren Positionen und hoher Volatilität.
Physisches Kupfer
Der direkte Kauf physischen Kupfers bleibt für Privatanleger unpraktisch. Lagerung, Versicherung und Transport sind prohibitiv teuer. Nur Industrieunternehmen nutzen diese Option systematisch.
Handelsstrategien für Kupferanleger: Von Trendfolge bis Fundamentalanalyse
Die erfolgreichen Kupferhändler 2025 setzten auf verschiedene bewährte Strategien:
Trendfolge: Mit gleitenden Durchschnitten (EMA 50 über EMA 200) konnten Trader die großen Aufwärtsbewegungen 2025 erfolgreich nutzen. Ein Kreuzungssignal von unten nach oben signalisierte Kaufgelegenheiten.
Fundamentalanalyse: Trader, die die chinesischen Industriedaten, die US-Zollankündigungen und Energiewende-Meldungen genau verfolgten, hatten Informationsvorteile und konnten frühzeitig positionieren.
Risikomanagement: Erfolgreiche Anleger begrenzten Positionen auf 3-5 Prozent des Tradingkapitals und setzten Stop-Losses bei 2-3 Prozent unter dem Einstiegskurs. Dies war 2025 mit der Volatilität besonders wichtig.
Diversifikation: Bloomberg-Analysten empfehlen, 4-9 Prozent eines Portfolios in Rohstoffe wie Kupfer zu allokieren – als Inflationsschutz und Diversifikation neben klassischem 60/40-Aktien-Anleihen-Mix.
Ausblick 2026: Wohin geht die Reise?
Während die Kupferpreis Prognose 2025 sich teilweise übertroffen hat, bleibt die Frage: Wie entwickelt sich der Markt 2026?
Die Fundamentals bleiben unterstützend. Die Energiewende beschleunigt sich weiter, die E-Mobilität wächst, und die globalen Infrastrukturausgaben dürften robust bleiben. Allerdings entstehen auch neue Unsicherheiten: Geopolitische Spannungen, mögliche Zollkriege und eine potential wirtschaftliche Verlangsamung könnten dämpfend wirken. Zinssenkungen oder Zinserhöhungen beeinflussen die Attraktivität von Rohstoffinvestitionen erheblich.
Analysten rechnen gegenwärtig mit einer Konsolidierungspause nach den starken 2025er-Gewinnen – aber nicht mit einem Trendwechsel. Strukturell bleibt Kupfer eine Wette auf grüne Transformation und wirtschaftliches Wachstum.
Fazit: Kupfer als langfristige Investmentstory
Die Kupferpreis Prognose 2025 hat demonstriert, dass Rohstoffe von vielen Faktoren gleichzeitig beeinflusst werden – von makroökonomischen Tendenzen über strukturelle Megatrends bis zu kurzfristiger Spekulation. Das Jahr 2025 war für Kupferanleger erfolgreich, und die Grundfaktoren deuten darauf hin, dass auch die kommenden Jahre attraktiv bleiben könnten.
Ob als Daytrader mit CFDs, als ETF-Investor oder als Langfrist-Diversifizierer: Der Kupfermarkt bietet für verschiedene Anlegertypen Möglichkeiten. Wichtig bleibt, eine auf die eigenen Ziele abgestimmte Strategie zu fahren und das Risikomanagement nicht zu vernachlässigen. Mit der richtigen Herangehensweise kann Kupfer eine wertvolle Komponente eines ausgewogenen Portfolios sein – nicht nur 2025, sondern auch darüber hinaus.
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Kupferpreis: Von der 2025er Prognose zur neuen Realität 2026
Der Kupfermarkt hat sich im Laufe des Jahres 2025 und zu Beginn 2026 als einer der dynamischsten Rohstoffmärkte erwiesen. Die Kupferpreis Prognose 2025, die von führenden Finanzinstitutionen wie Goldman Sachs, JP Morgan und UBS Global Research abgegeben wurden, sollte sich auf vielfältige Weise bewahrheiten – teilweise sogar übertreffen. Heute werfen wir einen Blick zurück auf das vergangene Jahr und analysieren, wie sich der Kupferpreis tatsächlich entwickelt hat, welche Prognosen sich bewährt haben und welche neuen Perspektiven sich für die kommenden Monate abzeichnen.
Kupferpreis 2025: Wie die Vorhersagen sich bewahrheitet haben
Die zu Jahresbeginn 2025 veröffentlichten Kupferpreis Prognosen bewegten sich in einer Spanne zwischen 9.000 und 11.000 US-Dollar pro Tonne. Goldman Sachs hatte mit einem Durchschnittspreis von 9.980 US-Dollar und einem Höchstpreis von 10.050 US-Dollar gerechnet, während UBS Global Research optimistischer ein Kursziel von 11.000 US-Dollar bis Jahresende prognostizierte.
Die tatsächliche Marktentwicklung im Jahr 2025 übertraf diese Erwartungen deutlich. Bereits im März 2025 erreichte der Kupferpreis mit 5,24 US-Dollar pro Pfund (etwa 11.550 US-Dollar pro Tonne) neue Höchststände. Der entscheidende Wendepunkt kam mit der Ankündigung von US-Zöllen auf Kupfer durch die US-Regierung – eine Nachricht, die spekulatives Interesse und Absicherungsverhalten gleichermaßen auslöste. Im Juli 2025 durchbrach der Kupferpreis dann das Allzeithoch und kletterte auf 5,84 US-Dollar je Pfund (12.875 US-Dollar pro Tonne).
Diese Entwicklung zeigt: Die meisten Kupferpreis Prognose 2025 waren konservativ kalkuliert, und der Markt notierte durchschnittlich deutlich über den erwarteten Spannweiten. Damit bestätigte sich die Grundannahme aller großen Institute, dass Kupfer ein starkes Anlagejahr vor sich hätte – allerdings in noch intensiverem Ausmaß.
Treiber der 2025er Kupferbewegung: Mehr als nur Zölle
Um die Kupferpreis Prognose 2025 wirklich zu verstehen, muss man die dahinterstehenden Faktoren analysieren. Der Anstieg war nicht monokausal, sondern resultierte aus mehreren sich verstärkenden Tendenzen:
Weltwirtschaftliche Erholung: Nach der Verunsicherung 2024 zeigte sich die globale Nachfrage 2025 robuster als erwartet. China, verantwortlich für knapp 50 Prozent der globalen Kupfernachfrage, stabilisierte seine Infrastrukturinvestitionen. Dies trieb die Nachfrage deutlich an.
Energiewende als Nachfragetreiber: Die Erneuerbare-Energien-Branche beschleunigte ihre Ausbaugeschwindigkeit 2025 erheblich. Solaranlagen und Windkraftwerke erfordern das 4- bis 12-Fache an Kupfer gegenüber konventionellen Energieträgern. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte prognostiziert, dass Erneuerbare bis 2040 für 40 Prozent der Kupfernachfrage stehen könnten – und diese Dynamik zeigte sich bereits 2025 deutlich.
Elektromobilität im Aufwind: Elektrofahrzeuge verbrauchen etwa 3-mal mehr Kupfer als Verbrenner. Mit der globalen Elektrifizierung des Verkehrssektors verstärkte sich dieser Nachfragedruck erheblich.
Angebotsseitige Engpässe: Das International Wrought Copper Council hatte für 2025 nur ein Angebotsplus von 2,2 Prozent prognostiziert – ein deutlich geringeres Wachstum als die Nachfrage.
Langfristige Perspektive: 25 Jahre Kupfermarkthistorie
Für das volle Verständnis der aktuellen Lage lohnt sich ein Blick auf die langfristigen Trends. Die Kupferpreis Prognose 2025 muss vor dem Hintergrund dieser historischen Bewegungen bewertet werden:
Phase 1 (2001-2011) – Chinas Aufstieg: Nach Chinas WTO-Beitritt 2001 stieg der Kupferpreis von 0,678 US-Dollar pro Pfund auf über 4,49 US-Dollar – ein Anstieg von 562 Prozent. Die Finanzkrise 2008 brachte einen Zwischenabsturz auf 1,39 US-Dollar, doch der Erholungstrend setzte sich sofort fort.
Phase 2 (2011-2016) – Bärenmarkt und Konsolidierung: Nachdem China weniger in Infrastruktur investierte, sanken die Preise um 55 Prozent auf 2,01 US-Dollar pro Pfund.
Phase 3 (2016-2026) – Neuer Aufstieg: Seit 2016 befindert sich Kupfer erneut im Wachstumszyklus. Der Anstieg von Februar 2016 bis Juli 2025 betrug 181 Prozent. Diese dritte Phase wurde von Fiskalstimuli, niedrigen Zinsen und zuletzt von globalen Lieferkettenunsicherheiten sowie Zolldebatten geprägt.
Einflussfaktoren im Detail: Was bewegt den Kupfermarkt wirklich?
Die Kupferpreis Prognose 2025 und darüber hinaus hängt von verschiedenen Faktoren ab, die sich teilweise gegensätzlich auswirken können:
Makroökonomische Rahmenbedingungen: Der Leitzins der US-Notenbank spielt eine Schlüsselrolle. Höhere Zinsen machen andere Vermögenswerte attraktiver und erhöhen Finanzierungskosten – beides belastet die Kupfernachfrage. Inflationserwartungen wirken oft umgekehrt: Hohe Inflationsängste treiben Anleger in Rohstoffpositionen wie Kupfer als Inflationsschutz.
Währungsbewegungen: Da Kupfer in US-Dollar notiert, führt ein starker Dollar zu höheren Preisen für Käufer außerhalb des Dollarraums – und damit zu geringerer Nachfrage. 2025 spielte dieser Faktor eine stabilisierende Rolle.
Spekulation und Anlegerstimmung: Die Ankündigung von Zöllen zeigte deutlich, wie kurzfristig Spekulanten und große Rohstoffhändler die Märkte bewegen können. Diese Impulse können sehr volatil sein, schaffen aber auch Handelsopportunitäten.
Angebotsseitige Faktoren: Förderausfälle in großen Kupferländern oder neue Minenprojekte wirken sich langfristig aus. Eine geringere Abbaumenge stützt den Preis, erhöhte Förderung belastet ihn.
Marktprognosen im Rückblick: Wer lag richtig?
Goldman Sachs’ Prognose von 9.980 US-Dollar als Durchschnitt für 2025 war zu konservativ, lag aber nicht völlig daneben. JP Morgans Vorhersage von 10.400 US-Dollar für das zweite Halbjahr 2025 kam dem Realgeschehen näher, wurde aber ebenfalls von der tatsächlichen Entwicklung übertroffen. UBS Global Research mit dem Ziel von 11.000 US-Dollar lag dem tatsächlichen Jahresverlauf am nächsten.
Die zentrale Erkenntnis: Alle großen Institute unterschätzten die Kraft der strukturellen Nachfragetreiber (Energiewende, E-Mobilität) und die Bereitschaft von Marktteilnehmern, auf geopolitische Unsicherheiten mit Rohstoffallokation zu reagieren.
Investitionsmöglichkeiten in Kupfer: Verschiedene Wege zum Engagement
Für Anleger, die von den Kupferpreis Prognose 2025-Trends profitieren wollten oder auch heute noch Kupfer in ihr Portfolio integrieren möchten, stehen mehrere Optionen zur Verfügung:
Kupfer-Futures und Derivate
Kupfer-Futures wie die LME-Kontrakte (25 Tonnen, Sicherheitsleistung 15.000-17.500 USD) oder COMEX-Futures (25.000 Pfund, ca. 6.000 USD Margin) bieten erfahrenen Anlegern Hebelwirkung. COMEX bietet auch Micro-Kontrakte für kleinere Positionen an. Diese Instrumente waren bei institutionellen Investoren beliebt, um von der 2025er Bewegung zu profitieren.
ETCs und Rohstoff-ETNs
Kupfer-ETCs wie der WisdomTree Copper ETC oder der iPath Series B Bloomberg Copper Subindex Total Return ETN bieten mit Kostenquoten von etwa 0,45-0,49 Prozent pro Jahr eine kostengünstige Alternative. Diese Produkte bildeten die Kupferpreisentwicklung via Futures oder Swaps ab und waren ideal für Anleger, die einfach und transparent in Kupfer investieren wollten.
Minenbetreiber-Aktien
Unternehmen wie BHP Group, Rio Tinto, Freeport-McMoRan und Southern Copper profitieren überproportional von Kupferkursanstiegen, da ihre Förderungskosten großteils fix sind. Diese Aktien schütten oft hohe Dividenden aus, bringen aber auch operative Risiken mit sich.
CFDs für kurzfristige Trader
Contract for Difference (CFDs) erlauben Spekulationen auf Kursänderungen mit Hebelwirkung, ohne physisches Kupfer zu halten. Sie wurden 2025 bei vielen Tradern beliebt, bergen aber erhebliche Risiken bei längeren Positionen und hoher Volatilität.
Physisches Kupfer
Der direkte Kauf physischen Kupfers bleibt für Privatanleger unpraktisch. Lagerung, Versicherung und Transport sind prohibitiv teuer. Nur Industrieunternehmen nutzen diese Option systematisch.
Handelsstrategien für Kupferanleger: Von Trendfolge bis Fundamentalanalyse
Die erfolgreichen Kupferhändler 2025 setzten auf verschiedene bewährte Strategien:
Trendfolge: Mit gleitenden Durchschnitten (EMA 50 über EMA 200) konnten Trader die großen Aufwärtsbewegungen 2025 erfolgreich nutzen. Ein Kreuzungssignal von unten nach oben signalisierte Kaufgelegenheiten.
Fundamentalanalyse: Trader, die die chinesischen Industriedaten, die US-Zollankündigungen und Energiewende-Meldungen genau verfolgten, hatten Informationsvorteile und konnten frühzeitig positionieren.
Risikomanagement: Erfolgreiche Anleger begrenzten Positionen auf 3-5 Prozent des Tradingkapitals und setzten Stop-Losses bei 2-3 Prozent unter dem Einstiegskurs. Dies war 2025 mit der Volatilität besonders wichtig.
Diversifikation: Bloomberg-Analysten empfehlen, 4-9 Prozent eines Portfolios in Rohstoffe wie Kupfer zu allokieren – als Inflationsschutz und Diversifikation neben klassischem 60/40-Aktien-Anleihen-Mix.
Ausblick 2026: Wohin geht die Reise?
Während die Kupferpreis Prognose 2025 sich teilweise übertroffen hat, bleibt die Frage: Wie entwickelt sich der Markt 2026?
Die Fundamentals bleiben unterstützend. Die Energiewende beschleunigt sich weiter, die E-Mobilität wächst, und die globalen Infrastrukturausgaben dürften robust bleiben. Allerdings entstehen auch neue Unsicherheiten: Geopolitische Spannungen, mögliche Zollkriege und eine potential wirtschaftliche Verlangsamung könnten dämpfend wirken. Zinssenkungen oder Zinserhöhungen beeinflussen die Attraktivität von Rohstoffinvestitionen erheblich.
Analysten rechnen gegenwärtig mit einer Konsolidierungspause nach den starken 2025er-Gewinnen – aber nicht mit einem Trendwechsel. Strukturell bleibt Kupfer eine Wette auf grüne Transformation und wirtschaftliches Wachstum.
Fazit: Kupfer als langfristige Investmentstory
Die Kupferpreis Prognose 2025 hat demonstriert, dass Rohstoffe von vielen Faktoren gleichzeitig beeinflusst werden – von makroökonomischen Tendenzen über strukturelle Megatrends bis zu kurzfristiger Spekulation. Das Jahr 2025 war für Kupferanleger erfolgreich, und die Grundfaktoren deuten darauf hin, dass auch die kommenden Jahre attraktiv bleiben könnten.
Ob als Daytrader mit CFDs, als ETF-Investor oder als Langfrist-Diversifizierer: Der Kupfermarkt bietet für verschiedene Anlegertypen Möglichkeiten. Wichtig bleibt, eine auf die eigenen Ziele abgestimmte Strategie zu fahren und das Risikomanagement nicht zu vernachlässigen. Mit der richtigen Herangehensweise kann Kupfer eine wertvolle Komponente eines ausgewogenen Portfolios sein – nicht nur 2025, sondern auch darüber hinaus.