Im Bereich der Wertpapierinvestitionen ist das Lesen von Aktiencharts nicht nur eine nützliche Fähigkeit, sondern auch eine Sprache, die Investoren erlernen müssen, um mit dem Markt zu kommunizieren. Das korrekte Lesen von Aktiencharts hilft Ihnen, die Bewegungen der Kurse klar zu erkennen und Ihre Entscheidungen bewusst zu treffen, anstatt zu raten.
Statistiken aus den globalen Finanzmärkten zeigen, dass erfahrene Analysten eine Erfolgsquote von 60-70 % haben, im Vergleich zu denen, die nur auf Intuition vertrauen. Diese Zahlen belegen, dass das richtige Chartlesen eine Wissenschaft ist, kein Glücksspiel.
Preise spiegeln alles wider: Die Grundlage der technischen Analyse
Stellen Sie sich den Aktienmarkt als eine Kampfarena vor, in der Käufer und Verkäufer um die Kontrolle kämpfen. In jeder Phase spiegeln die Kursbewegungen die Gier und Angst der Marktteilnehmer wider. Das Verständnis, wie man Charts liest, bedeutet, die Kämpfe zwischen Bullen und Bären zu verstehen.
Die technische Analyse basiert auf drei Grundprinzipien:
Erstens: Der aktuelle Kurs spiegelt alle verfügbaren Informationen wider, einschließlich Finanzdaten, Nachrichten und sogar Gerüchte, die noch nicht offiziell bestätigt sind. All dies ist bereits im Preis enthalten.
Zweitens: Kurse bewegen sich nicht zufällig. Auf Charts erkennt man klare Trends, die solange anhalten, bis neue Kräfte die Richtung ändern.
Drittens: Da Menschen sich nicht ändern, sind Angst und Gier seit jeher die treibenden Kräfte des Marktes. Muster, die in der Vergangenheit auftraten, wiederholen sich oft. Das Erkennen dieser Muster ist essenziell beim Chartlesen.
Hauptinstrumente beim Chartlesen: Komponenten, die man kennen muss
Obwohl Aktiencharts auf den ersten Blick komplex erscheinen, bestehen sie aus nur wenigen Grundbestandteilen:
Die horizontale Achse zeigt die Zeit – sie setzt den Kontext. Die gewählte Zeiteinheit, das sogenannte Timeframe, ist entscheidend: Day-Trader, die Positionen innerhalb eines Tages schließen, schauen oft auf 5-Minuten- oder 15-Minuten-Charts. Mittelfristige Investoren bevorzugen Tagescharts, langfristige Anleger beobachten Wochen- oder Monatscharts.
Die vertikale Achse zeigt die Kurse. Hochentwickelte Chart-Analysten verwenden oft die lineare Skala, bei der die Kurse gleichmäßig verteilt sind, oder die logarithmische Skala, die prozentuale Veränderungen darstellt. Die logarithmische Skala ist besonders wichtig bei langfristigem Wachstum.
Am unteren Rand des Charts befindet sich meist das Volumen, das den Handelsumsatz anzeigt. Heutzutage sollte man Volumen als „Brennstoff“ für Kursbewegungen verstehen: Ein starker Kursanstieg bei geringem Volumen ist vergleichbar mit einem Auto ohne Benzin – es kann nicht weit kommen.
Drei Arten von Aktiencharts und ihre Merkmale
Obwohl die Rohdaten (Open, High, Low, Close) identisch sind, beeinflusst die Darstellungsform die Entscheidungsfindung erheblich:
Liniencharts sind die einfachste Form. Sie verbinden die Schlusskurse der jeweiligen Perioden und zeigen so den Haupttrend deutlich. Allerdings gehen dabei Details über die Intraday-Volatilität verloren.
Balkencharts (OHLC) zeigen alle Daten vollständig: Die vertikalen Balken stellen den Kursbereich von Hoch bis Tief dar, links die Eröffnung, rechts der Schlusskurs. Diese Charts liefern mehr Informationen, erfordern aber mehr Übung beim schnellen Lesen.
Candlestick-Charts stammen aus Japan im 18. Jahrhundert, entwickelt von Munehisa Homma, einem Reis-Händler. Sie präsentieren die OHLC-Daten in Form von Kerzen, die durch Farben (z.B. grün für Schluss höher als Eröffnung, rot für Schluss niedriger) und Formen die Marktpsychologie sofort vermitteln. Die Länge des Körpers zeigt die Differenz zwischen Eröffnung und Schluss, die Dochte die Hoch- und Tiefpunkte. Candlesticks erlauben es, die Stimmung im Markt sofort zu erfassen, weshalb etwa 70 % der Trader weltweit sie bevorzugen.
Wie man Candlestick-Charts liest: Das Lesen des Preisduells
Jede Kerze erzählt die Geschichte eines Kampfes zwischen Käufern und Verkäufern: Wer gewinnt, wer verliert.
Die Länge des Körpers zeigt die Stärke des Momentums. Ein langer Körper bedeutet, dass Bullen oder Bären die Kontrolle haben. Kurze Körper deuten auf Unsicherheit oder einen Kampf ohne klaren Sieger hin.
Die Dochte zeigen die Ablehnung bestimmter Preise: Ein langer Docht oben bedeutet, dass Käufer versuchten, den Kurs weiter nach oben zu treiben, aber von Verkäufern zurückgedrängt wurden. Ein langer Docht unten zeigt, dass Verkäufer den Kurs nach unten drücken wollten, aber Käufer griffen zurück.
Bestimmte Muster sind besonders bedeutend: Der Hammer (mit langem unteren Docht und kleinem Körper) in einem Abwärtstrend signalisiert, dass der Abwärtstrend möglicherweise endet. Das Shooting Star (mit langem oberen Docht) in einem Aufwärtstrend warnt vor einer Trendwende nach unten. Doji-Kerzen, bei denen Eröffnung und Schluss gleich sind, deuten auf Unsicherheit hin und könnten eine Trendwende ankündigen.
Bullish Engulfing: Eine große grüne Kerze, die eine kleine rote vollständig „verschlingt“, signalisiert einen möglichen Aufschwung. Bearish Engulfing ist das Gegenteil: Eine große rote Kerze, die eine kleine grüne verschlingt, deutet auf eine Verkaufswelle hin.
Vorsicht: Schöne Candlestick-Formationen sind nur dann aussagekräftig, wenn sie an wichtigen Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus auftreten. Außerdem sollte man nie Entscheidungen treffen, bevor die Kerze geschlossen hat, und das Volumen sollte bei Signalen steigen. Ohne Volumen sind die Muster nur eine Täuschung.
Kursrichtung: Die Richtung, in die Investoren gehen müssen
Der bekannte Satz „Trend is your friend“ ist kein leeres Gerede. Gegen den Trend zu handeln, ist wie gegen die Strömung zu schwimmen – man wird schnell müde.
Ein Aufwärtstrend entsteht, wenn die Kurse neue Hochs und höhere Tiefs erreichen. Das zeigt, dass die Käufer den Markt dominieren und die Kurse steigen. Trotz gelegentlicher Korrekturen bleibt die Tendenz nach oben, wobei die Tiefpunkte höher und die Hochpunkte höher bleiben.
Ein Abwärtstrend ist das Gegenteil: Die Kurse erreichen neue Tiefs und niedrigere Hochs. Das zeigt, dass Verkäufer die Kontrolle haben.
Das Erkennen eines Trends ist die wichtigste Fähigkeit beim Chartlesen. Trendlinien (Trendlines) helfen dabei: Man verbindet die Tiefpunkte in einem Aufwärtstrend oder die Hochpunkte in einem Abwärtstrend. Mehr Berührungspunkte bedeuten eine stärkere Linie.
Der gleitende Durchschnitt (Moving Average), insbesondere der EMA (Exponentiell Gleitender Durchschnitt) der letzten 200 Tage, wird auch „Himmel- und Hölle-Linie“ genannt. Kurse über dieser Linie deuten auf einen langfristigen Aufwärtstrend hin, darunter auf einen Abwärtstrend.
Unterstützung und Widerstand: Die Spuren der Kämpfe
Wenn der Trend die Richtung vorgibt, sind Unterstützung (Support) und Widerstand (Resistance) die Mauern, die die Bewegung einschränken. Unterstützung ist eine „Basis“, die den Kurs stützt, weil dort viele Käufer aktiv sind. Anleger, die vorher verkauft haben, sehen darin eine günstige Gelegenheit zum Einstieg.
Widerstand ist eine „Decke“, bei der viele Verkäufer aktiv werden, weil sie Gewinne realisieren oder Verluste vermeiden wollen.
Wichtig: Man sollte Unterstützung und Widerstand als „Zonen“ betrachten, nicht als einzelne Linien. Kurse schwanken oft um diese Zonen. Wenn ein Widerstand durchbrochen wird, wird er oft zur Unterstützung – das sogenannte Role Reversal, ein Grundprinzip des Marktes.
Wenn der Kurs mehrfach die Unterstützung oder den Widerstand testet, aber nicht durchbricht, deutet das auf große Orders hin, die dagegen stehen. Bei mehreren Tests (z.B. sechster oder siebter Versuch) kann die Wand schwächer werden. Dann ist eine Entscheidung zum Durchbruch möglich.
Strategien: Warten Sie, bis der Kurs die Unterstützung testet und ein Umkehrmuster wie Hammer zeigt, um einzusteigen, mit Stop-Loss knapp unter Unterstützung. Oder warten Sie auf den Durchbruch des Widerstands mit einem Shooting Star, um zu verkaufen oder Short zu gehen.
Verborgene Signale im Volumen
Viele Trader sagen: „Price can be fake, but Volume is real.“ Das Verhältnis zwischen Kurs und Volumen nennt man Volume Price Analysis.
Normalerweise steigt das Volumen bei Kursanstiegen – das zeigt, dass die Bewegung auf echten Käufen basiert. Bei Kursrückgängen steigt das Volumen ebenfalls, was auf starke Verkaufswellen hinweist.
Achtung: Divergenzen sind möglich. Steigt der Kurs, aber das Volumen sinkt? Das ist eine schwache Bewegung, die schnell umkehren kann. Sinkt der Kurs bei geringem Volumen? Das zeigt, dass die Verkaufswelle vorbei sein könnte, und der Markt sich auf einen Aufschwung vorbereitet.
Bei einem Durchbruch über den Widerstand sollte das Volumen deutlich ansteigen, um die Echtheit zu bestätigen. Ohne Volumen ist es meist nur ein „False Breakout“ – der Kurs schießt kurz durch, kehrt aber wieder zurück, was einen „Bull Trap“ darstellt.
Praktische Anwendung: Chartanalyse mit echten Tools
Dieses Wissen ist nutzlos, wenn man es nicht anwendet. Für effektives Lernen empfiehlt sich eine Plattform mit internationalen Standardcharts.
TradingView ist weltweit führend bei technischer Analyse. Hier können Sie Linien ziehen, Indikatoren hinzufügen und üben. Besonders, wenn Sie mit Assets wie Öl oder Gold arbeiten, die oft mit dem thailändischen Markt korrelieren, vertiefen Sie Ihr Verständnis.
Für den thailändischen Markt ist Settrade die Standard-App. Hier können Sie Bid/Offer (Kauf- und Verkaufsangebote) sehen, was die tatsächliche Marktdynamik zeigt. Wenn Sie „Order Book“ (Orderbuch) beobachten, das schnell „leergekauft“ wird, und die Ticker in Grün fließen, deutet das auf echtes Kaufinteresse hin.
Das Erlernen der Chartanalyse erfordert Zeit. Es ist kein Wissen, das man an einem Tag erlernt. Jedes Mal, wenn Sie vor dem Chart sitzen, sollten Sie Muster erkennen, die Psychologie dahinter verstehen – so wächst Ihre Kompetenz Schritt für Schritt.
Risikomanagement ist stets Ihre Schutzmauer: Stop-Loss-Orders sollten immer gesetzt werden, da Trends sich ändern können. Verschieben Sie Stop-Loss nicht nach unten, und riskieren Sie kein Geld, das Sie nicht verlieren können. All dies ist Teil des Überlebens in den Märkten.
Dieses Wissen wurde über Jahrhunderte genutzt. In einer Welt, in der Informationen schnell fließen, ist das Verständnis der Chartgrundlagen unerlässlich. Ob Sie Settrade für den thailändischen Markt verwenden oder eine globale Plattform – die Stärke eines Investors kommt vom Verständnis, nicht vom Glück. Möge die Methode des Chartlesens Sie sicher zu Ihren finanziellen Zielen führen.
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Lernen, wie man Aktiencharts liest: Ein vollständiges Schritt-für-Schritt-System für Anfänger
Im Bereich der Wertpapierinvestitionen ist das Lesen von Aktiencharts nicht nur eine nützliche Fähigkeit, sondern auch eine Sprache, die Investoren erlernen müssen, um mit dem Markt zu kommunizieren. Das korrekte Lesen von Aktiencharts hilft Ihnen, die Bewegungen der Kurse klar zu erkennen und Ihre Entscheidungen bewusst zu treffen, anstatt zu raten.
Statistiken aus den globalen Finanzmärkten zeigen, dass erfahrene Analysten eine Erfolgsquote von 60-70 % haben, im Vergleich zu denen, die nur auf Intuition vertrauen. Diese Zahlen belegen, dass das richtige Chartlesen eine Wissenschaft ist, kein Glücksspiel.
Preise spiegeln alles wider: Die Grundlage der technischen Analyse
Stellen Sie sich den Aktienmarkt als eine Kampfarena vor, in der Käufer und Verkäufer um die Kontrolle kämpfen. In jeder Phase spiegeln die Kursbewegungen die Gier und Angst der Marktteilnehmer wider. Das Verständnis, wie man Charts liest, bedeutet, die Kämpfe zwischen Bullen und Bären zu verstehen.
Die technische Analyse basiert auf drei Grundprinzipien:
Erstens: Der aktuelle Kurs spiegelt alle verfügbaren Informationen wider, einschließlich Finanzdaten, Nachrichten und sogar Gerüchte, die noch nicht offiziell bestätigt sind. All dies ist bereits im Preis enthalten.
Zweitens: Kurse bewegen sich nicht zufällig. Auf Charts erkennt man klare Trends, die solange anhalten, bis neue Kräfte die Richtung ändern.
Drittens: Da Menschen sich nicht ändern, sind Angst und Gier seit jeher die treibenden Kräfte des Marktes. Muster, die in der Vergangenheit auftraten, wiederholen sich oft. Das Erkennen dieser Muster ist essenziell beim Chartlesen.
Hauptinstrumente beim Chartlesen: Komponenten, die man kennen muss
Obwohl Aktiencharts auf den ersten Blick komplex erscheinen, bestehen sie aus nur wenigen Grundbestandteilen:
Die horizontale Achse zeigt die Zeit – sie setzt den Kontext. Die gewählte Zeiteinheit, das sogenannte Timeframe, ist entscheidend: Day-Trader, die Positionen innerhalb eines Tages schließen, schauen oft auf 5-Minuten- oder 15-Minuten-Charts. Mittelfristige Investoren bevorzugen Tagescharts, langfristige Anleger beobachten Wochen- oder Monatscharts.
Die vertikale Achse zeigt die Kurse. Hochentwickelte Chart-Analysten verwenden oft die lineare Skala, bei der die Kurse gleichmäßig verteilt sind, oder die logarithmische Skala, die prozentuale Veränderungen darstellt. Die logarithmische Skala ist besonders wichtig bei langfristigem Wachstum.
Am unteren Rand des Charts befindet sich meist das Volumen, das den Handelsumsatz anzeigt. Heutzutage sollte man Volumen als „Brennstoff“ für Kursbewegungen verstehen: Ein starker Kursanstieg bei geringem Volumen ist vergleichbar mit einem Auto ohne Benzin – es kann nicht weit kommen.
Drei Arten von Aktiencharts und ihre Merkmale
Obwohl die Rohdaten (Open, High, Low, Close) identisch sind, beeinflusst die Darstellungsform die Entscheidungsfindung erheblich:
Liniencharts sind die einfachste Form. Sie verbinden die Schlusskurse der jeweiligen Perioden und zeigen so den Haupttrend deutlich. Allerdings gehen dabei Details über die Intraday-Volatilität verloren.
Balkencharts (OHLC) zeigen alle Daten vollständig: Die vertikalen Balken stellen den Kursbereich von Hoch bis Tief dar, links die Eröffnung, rechts der Schlusskurs. Diese Charts liefern mehr Informationen, erfordern aber mehr Übung beim schnellen Lesen.
Candlestick-Charts stammen aus Japan im 18. Jahrhundert, entwickelt von Munehisa Homma, einem Reis-Händler. Sie präsentieren die OHLC-Daten in Form von Kerzen, die durch Farben (z.B. grün für Schluss höher als Eröffnung, rot für Schluss niedriger) und Formen die Marktpsychologie sofort vermitteln. Die Länge des Körpers zeigt die Differenz zwischen Eröffnung und Schluss, die Dochte die Hoch- und Tiefpunkte. Candlesticks erlauben es, die Stimmung im Markt sofort zu erfassen, weshalb etwa 70 % der Trader weltweit sie bevorzugen.
Wie man Candlestick-Charts liest: Das Lesen des Preisduells
Jede Kerze erzählt die Geschichte eines Kampfes zwischen Käufern und Verkäufern: Wer gewinnt, wer verliert.
Die Länge des Körpers zeigt die Stärke des Momentums. Ein langer Körper bedeutet, dass Bullen oder Bären die Kontrolle haben. Kurze Körper deuten auf Unsicherheit oder einen Kampf ohne klaren Sieger hin.
Die Dochte zeigen die Ablehnung bestimmter Preise: Ein langer Docht oben bedeutet, dass Käufer versuchten, den Kurs weiter nach oben zu treiben, aber von Verkäufern zurückgedrängt wurden. Ein langer Docht unten zeigt, dass Verkäufer den Kurs nach unten drücken wollten, aber Käufer griffen zurück.
Bestimmte Muster sind besonders bedeutend: Der Hammer (mit langem unteren Docht und kleinem Körper) in einem Abwärtstrend signalisiert, dass der Abwärtstrend möglicherweise endet. Das Shooting Star (mit langem oberen Docht) in einem Aufwärtstrend warnt vor einer Trendwende nach unten. Doji-Kerzen, bei denen Eröffnung und Schluss gleich sind, deuten auf Unsicherheit hin und könnten eine Trendwende ankündigen.
Bullish Engulfing: Eine große grüne Kerze, die eine kleine rote vollständig „verschlingt“, signalisiert einen möglichen Aufschwung. Bearish Engulfing ist das Gegenteil: Eine große rote Kerze, die eine kleine grüne verschlingt, deutet auf eine Verkaufswelle hin.
Vorsicht: Schöne Candlestick-Formationen sind nur dann aussagekräftig, wenn sie an wichtigen Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus auftreten. Außerdem sollte man nie Entscheidungen treffen, bevor die Kerze geschlossen hat, und das Volumen sollte bei Signalen steigen. Ohne Volumen sind die Muster nur eine Täuschung.
Kursrichtung: Die Richtung, in die Investoren gehen müssen
Der bekannte Satz „Trend is your friend“ ist kein leeres Gerede. Gegen den Trend zu handeln, ist wie gegen die Strömung zu schwimmen – man wird schnell müde.
Ein Aufwärtstrend entsteht, wenn die Kurse neue Hochs und höhere Tiefs erreichen. Das zeigt, dass die Käufer den Markt dominieren und die Kurse steigen. Trotz gelegentlicher Korrekturen bleibt die Tendenz nach oben, wobei die Tiefpunkte höher und die Hochpunkte höher bleiben.
Ein Abwärtstrend ist das Gegenteil: Die Kurse erreichen neue Tiefs und niedrigere Hochs. Das zeigt, dass Verkäufer die Kontrolle haben.
Das Erkennen eines Trends ist die wichtigste Fähigkeit beim Chartlesen. Trendlinien (Trendlines) helfen dabei: Man verbindet die Tiefpunkte in einem Aufwärtstrend oder die Hochpunkte in einem Abwärtstrend. Mehr Berührungspunkte bedeuten eine stärkere Linie.
Der gleitende Durchschnitt (Moving Average), insbesondere der EMA (Exponentiell Gleitender Durchschnitt) der letzten 200 Tage, wird auch „Himmel- und Hölle-Linie“ genannt. Kurse über dieser Linie deuten auf einen langfristigen Aufwärtstrend hin, darunter auf einen Abwärtstrend.
Unterstützung und Widerstand: Die Spuren der Kämpfe
Wenn der Trend die Richtung vorgibt, sind Unterstützung (Support) und Widerstand (Resistance) die Mauern, die die Bewegung einschränken. Unterstützung ist eine „Basis“, die den Kurs stützt, weil dort viele Käufer aktiv sind. Anleger, die vorher verkauft haben, sehen darin eine günstige Gelegenheit zum Einstieg.
Widerstand ist eine „Decke“, bei der viele Verkäufer aktiv werden, weil sie Gewinne realisieren oder Verluste vermeiden wollen.
Wichtig: Man sollte Unterstützung und Widerstand als „Zonen“ betrachten, nicht als einzelne Linien. Kurse schwanken oft um diese Zonen. Wenn ein Widerstand durchbrochen wird, wird er oft zur Unterstützung – das sogenannte Role Reversal, ein Grundprinzip des Marktes.
Wenn der Kurs mehrfach die Unterstützung oder den Widerstand testet, aber nicht durchbricht, deutet das auf große Orders hin, die dagegen stehen. Bei mehreren Tests (z.B. sechster oder siebter Versuch) kann die Wand schwächer werden. Dann ist eine Entscheidung zum Durchbruch möglich.
Strategien: Warten Sie, bis der Kurs die Unterstützung testet und ein Umkehrmuster wie Hammer zeigt, um einzusteigen, mit Stop-Loss knapp unter Unterstützung. Oder warten Sie auf den Durchbruch des Widerstands mit einem Shooting Star, um zu verkaufen oder Short zu gehen.
Verborgene Signale im Volumen
Viele Trader sagen: „Price can be fake, but Volume is real.“ Das Verhältnis zwischen Kurs und Volumen nennt man Volume Price Analysis.
Normalerweise steigt das Volumen bei Kursanstiegen – das zeigt, dass die Bewegung auf echten Käufen basiert. Bei Kursrückgängen steigt das Volumen ebenfalls, was auf starke Verkaufswellen hinweist.
Achtung: Divergenzen sind möglich. Steigt der Kurs, aber das Volumen sinkt? Das ist eine schwache Bewegung, die schnell umkehren kann. Sinkt der Kurs bei geringem Volumen? Das zeigt, dass die Verkaufswelle vorbei sein könnte, und der Markt sich auf einen Aufschwung vorbereitet.
Bei einem Durchbruch über den Widerstand sollte das Volumen deutlich ansteigen, um die Echtheit zu bestätigen. Ohne Volumen ist es meist nur ein „False Breakout“ – der Kurs schießt kurz durch, kehrt aber wieder zurück, was einen „Bull Trap“ darstellt.
Praktische Anwendung: Chartanalyse mit echten Tools
Dieses Wissen ist nutzlos, wenn man es nicht anwendet. Für effektives Lernen empfiehlt sich eine Plattform mit internationalen Standardcharts.
TradingView ist weltweit führend bei technischer Analyse. Hier können Sie Linien ziehen, Indikatoren hinzufügen und üben. Besonders, wenn Sie mit Assets wie Öl oder Gold arbeiten, die oft mit dem thailändischen Markt korrelieren, vertiefen Sie Ihr Verständnis.
Für den thailändischen Markt ist Settrade die Standard-App. Hier können Sie Bid/Offer (Kauf- und Verkaufsangebote) sehen, was die tatsächliche Marktdynamik zeigt. Wenn Sie „Order Book“ (Orderbuch) beobachten, das schnell „leergekauft“ wird, und die Ticker in Grün fließen, deutet das auf echtes Kaufinteresse hin.
Das Erlernen der Chartanalyse erfordert Zeit. Es ist kein Wissen, das man an einem Tag erlernt. Jedes Mal, wenn Sie vor dem Chart sitzen, sollten Sie Muster erkennen, die Psychologie dahinter verstehen – so wächst Ihre Kompetenz Schritt für Schritt.
Risikomanagement ist stets Ihre Schutzmauer: Stop-Loss-Orders sollten immer gesetzt werden, da Trends sich ändern können. Verschieben Sie Stop-Loss nicht nach unten, und riskieren Sie kein Geld, das Sie nicht verlieren können. All dies ist Teil des Überlebens in den Märkten.
Dieses Wissen wurde über Jahrhunderte genutzt. In einer Welt, in der Informationen schnell fließen, ist das Verständnis der Chartgrundlagen unerlässlich. Ob Sie Settrade für den thailändischen Markt verwenden oder eine globale Plattform – die Stärke eines Investors kommt vom Verständnis, nicht vom Glück. Möge die Methode des Chartlesens Sie sicher zu Ihren finanziellen Zielen führen.