Perfekter Leitfaden zum Kauf von Anleihen, die mit US-Staatsanleihen beginnen

Je stabiler die wirtschaftliche Lage wird, desto mehr Investoren suchen nach sicheren Vermögenswerten. Besonders US-Staatsanleihen gelten weltweit als die vertrauenswürdigste Anlageform. Wenn man die Anleihekäufe richtig versteht, kann man langfristig Vermögen erhalten und gleichzeitig stetige Erträge erzielen. Dieser Leitfaden behandelt alles von den Grundkonzepten bis zu praktischen Strategien für koreanische Investoren, die erstmals in US-Staatsanleihen investieren möchten.

Grundlagen der Anleiheninvestition: Was ist eine Anleihe?

Eine Anleihe ist ein Schuldschein, den Regierungen oder Unternehmen ausgeben, um Kapital zu beschaffen. Beim Kauf einer Anleihe erhält der Investor regelmäßig Zinsen und bei Fälligkeit den vollen Nennwert zurück.

Von der Regierung ausgegebene Anleihen nennt man Staatsanleihen. Die US-Regierung emittiert Staatsanleihen, um Mittel für Verteidigung, Sozialversicherung, Infrastruktur und andere Staatsausgaben zu beschaffen. Da sie durch die Kreditwürdigkeit der Regierung gedeckt sind, gelten sie als deutlich sicherer als Anleihen von Privatpersonen oder Unternehmen.

Am aktivsten gehandelt wird die 10-jährige US-Staatsanleihe. Sie dient auch als Indikator für die makroökonomische Gesundheit weltweit und bildet die Basis für Währungs- und Zinspolitik vieler Länder.

Die drei Arten der US-Staatsanleihen und ihre Eigenschaften

Die US-Finanzbehörde emittiert Anleihen, die je nach Laufzeit in drei Kategorien eingeteilt werden:

T-Bill (Kurzfristige Anleihe): Laufzeit unter einem Jahr, nahezu risikofrei, hohe Liquidität. Geeignet für kurzfristige Kapitalverwaltung.

T-Note (Mittelfristige Anleihe): Laufzeit zwischen 1 und 10 Jahren. Bietet höhere Renditen als T-Bills bei moderatem Risiko, beliebt bei Anlegern.

T-Bond (Langfristige Anleihe): Laufzeit von 10 bis 30 Jahren, mit festem Zinssatz. Für konservative Anleger, die Vermögen langfristig sichern wollen.

Je nach Wirtschaftslage verschieben sich die Präferenzen der Investoren. In Rezessionen steigt die Nachfrage nach sicheren Anlagen, Anleihepreise steigen, die Renditen sinken. Bei optimistischer Wirtschaftsaussicht wandert Kapital in Aktien und risikoreichere Anlagen, die Anleiherenditen steigen.

Die Anleiherendite zeigt die erwartete jährliche Rendite bezogen auf den Kaufpreis. Anleihepreise und Renditen bewegen sich immer entgegengesetzt: Steigt die Nachfrage, steigt der Preis und die Rendite sinkt; sinkt die Nachfrage, fällt der Preis und die Rendite steigt.

Vier Vorteile der Investition in US-Staatsanleihen

1. Herausragende Sicherheit

US-Staatsanleihen gelten als die sicherste Anlage, da die US-Regierung die Rückzahlung von Kapital und Zinsen garantiert. Selbst in Krisenzeiten ist die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls äußerst gering, weshalb viele globale Investoren in Krisenzeiten auf US-Anleihen setzen.

2. Vorhersehbare regelmäßige Erträge

Die Zinsen werden bei Emission festgelegt und halbjährlich ausgezahlt. Diese stabile Einkommensquelle ist attraktiv für Rentner und Einkommenssicherungsbedürftige.

3. Hohe Liquidität

Der US-Anleihemarkt ist der größte der Welt, mit täglich Transaktionen im Billionen-Dollar-Bereich. Das ermöglicht den schnellen Verkauf bei Bedarf, ohne bis zur Fälligkeit warten zu müssen.

4. Steuerliche Vorteile

Die Zinseinkünfte aus US-Staatsanleihen sind auf Bundesebene steuerpflichtig, auf Bundesstaaten- und Lokalebene jedoch steuerfrei. Das erhöht die Nettorendite im Vergleich zu anderen Anlagen.

Vier zentrale Risiken bei US-Staatsanleihen

1. Zinsrisiko

Steigen die Marktzinsen nach dem Kauf, sinkt der Wert bestehender Anleihen, da neue Anleihen mit höheren Zinsen ausgegeben werden. Vorzeitig verkaufen bedeutet dann Verluste. Besonders bei langen Laufzeiten ist die Preisvolatilität hoch.

2. Inflationsrisiko

Feste Zinsen bedeuten, dass bei hoher Inflation die reale Rendite sinkt. Bei 3 % Zins und 4 % Inflation ergibt sich ein realer Verlust von 1 %. Inflationsindexierte Anleihen (TIPS) mindern dieses Risiko.

3. Währungsrisiko

Für koreanische Investoren ist die Wechselkursentwicklung entscheidend. Bei USD-Abwertung sinkt die in Won berechnete Rendite; bei USD-Aufwertung steigt sie.

4. Kreditrisiko

Das Ausfallrisiko der US-Regierung ist äußerst gering, aber theoretisch vorhanden. Historisch hat die US-Regierung ihre Schulden stets bedient, daher gilt das Kreditrisiko als minimal.

Wie kauft man Anleihen? Drei Investitionswege im Vergleich

Die Investitionsmöglichkeiten hängen von Ziel, Kapital und Engagement ab:

1. Direkter Kauf

Vorgehen: Direkt bei der US-Regierung über TreasuryDirect oder über Broker auf dem Sekundärmarkt.

Vorteile:

  • Keine Fondsgebühren
  • Bei Halten bis Fälligkeit regelmäßige Zinszahlungen
  • Rückzahlung des Nennwerts bei Fälligkeit
  • Volle Kontrolle über einzelne Anleihen

Nachteile:

  • Begrenzung bei TreasuryDirect (max. 10.000 USD pro Kauf)
  • Für Diversifikation mehrere Anleihen notwendig
  • Vorzeitiger Verkauf bei Zinsanstieg kann Verluste bringen
  • Zeit- und Arbeitsaufwand bei Verwaltung

Geeignet für: Langfristige, konservative Anleger, Rentner, aktive Investoren, die ihr Portfolio selbst steuern.

2. Anleihefonds (Mutual Funds)

Vorgehen: Anlage in Fonds, die in ein diversifiziertes Portfolio aus Anleihen investieren, verwaltet von professionellen Managern.

Vorteile:

  • Professionelle Verwaltung
  • Geringe Einstiegssummen, Diversifikation
  • Risikoabsicherung einzelner Anleihen
  • Regelmäßige Ausschüttungen

Nachteile:

  • Managementgebühren (0,5–1 %)
  • Keine direkte Kontrolle über einzelne Anleihen
  • Abhängig von Fondsmanager-Performance
  • Transparenz über einzelne Anleihen eingeschränkt

Geeignet für: Anleger, die professionelle Verwaltung wünschen, mit kleinerem Kapital, Diversifikation suchen.

3. Anleihe-ETFs (börsengehandelte Fonds)

Vorgehen: Kauf eines ETFs, der einen Anleihenindex (z.B. Bloomberg Aggregate Bond Index) abbildet.

Vorteile:

  • Günstige Kosten (0,03–0,15 %)
  • Täglicher Handel an der Börse
  • Hohe Liquidität, flexible Verkaufszeitpunkte
  • Transparenz durch Indexnachbildung

Nachteile:

  • Kursschwankungen wie bei Aktien
  • Preis kann trotz stabiler Basiswerte schwanken
  • Abweichungen vom Index möglich
  • Kein aktives Management, keine Überrendite

Geeignet für: Kostenbewusste Investoren, die flexibel handeln möchten, passives Investieren bevorzugen.

Kernelement: Duration (Dauer)

Die Duration misst, wie empfindlich der Anleihekurs auf Zinsänderungen reagiert. Sie ist entscheidend für die Kaufentscheidung.

  • Kurze Duration: Weniger Zinsrisiko
  • Lange Duration: Höheres Zinsrisiko

In Erwartung steigender Zinsen empfiehlt sich kürzere Duration (z.B. Short-Term-Anleihen), bei fallenden Zinsen längere Duration (z.B. Langläufer).

Spezielle Strategien für koreanische Investoren

1. Währungsabsicherung (Currency Hedging)

Das größte Risiko bei US-Anleihen für Koreaner ist die Wechselkursentwicklung. Bei USD-Abwertung sinkt die in Won berechnete Rendite.

Währungsabsicherung: Mit Derivaten wie Terminkontrakten kann man das Wechselkursrisiko vorab absichern.

Trade-off: Absicherung kostet Geld und reduziert die Gesamtrendite. Ein ausgewogener Ansatz ist, etwa 50 % des Anlagebetrags zu hedgen, um bei USD-Aufwertung Gewinne zu realisieren und bei Abwertung Verluste zu begrenzen.

2. Steueroptimierung

Zinseinkünfte aus US-Anleihen sind auf Bundesebene steuerpflichtig, aber durch das Doppelbesteuerungsabkommen (DTA) zwischen USA und Korea wird Doppelbesteuerung vermieden.

Eine steuerliche Beratung ist ratsam, um optimale Strategien zu entwickeln, vor allem bei größeren Investitionen.

3. Duration-Management

Durch Abstimmung der Duration von koreanischen und US-Anleihen kann die Zinsrisiko-Exposition im Portfolio optimiert werden:

  • Konservativ: Fokus auf Langläufer für stabile Erträge
  • Ausgewogen: Mischung aus Mittel- und Langläufern
  • Aggressiv: Mehr Kurzläufer, um Zinsänderungen zu minimieren

Praxisbeispiel: 50:50 Portfolio aus Korea- und US-Anleihen

Ein Portfolio, das je zur Hälfte aus koreanischen und US-Staatsanleihen besteht:

Aufbau:

  • 50 % koreanische Anleihen: stabile Won-Erträge
  • 50 % US-Anleihen: Währungsdiversifikation, globale Streuung

Vorteile:

  • Risikoausgleich bei wirtschaftlichen Schwankungen
  • Währungsdiversifikation schützt vor USD- oder KRW-Abwertung
  • Stabilere Erträge durch unterschiedliche Zyklen

Wechselkursszenarien:

  • Bei USD-Aufwertung: US-Anleihen profitieren, Währungsabsicherung verstärkt
  • Bei USD-Abwertung: Koreanische Anleihen stabilisieren das Portfolio
  • Bei Seitwärtsbewegung: Erträge aus beiden Quellen

Dieses Portfolio passt sich automatisch an Marktveränderungen an und reduziert aktiv Risiken.

Fazit: So kauft man Anleihen richtig

US-Staatsanleihen sind die sicherste und vertrauenswürdigste Anlage weltweit. Wer die Kaufmethoden versteht und seine Investitionen entsprechend anpasst, kann stabile Erträge und Vermögenserhalt gleichzeitig erreichen.

Für koreanische Investoren gilt es, Wechselkurs, Steuern und Zinsrisiken zu berücksichtigen. Durch Diversifikation mit koreanischen Anleihen lassen sich diese Risiken effektiv steuern. Die Wahl zwischen Direktkauf, Fonds oder ETF sollte individuell erfolgen, regelmäßig das Portfolio überprüft und angepasst werden – so gelingt nachhaltiger Erfolg.

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