Kryptomarkt rutscht ab, da starker Dollar Bitcoin und digitale Vermögenswerte unter Druck setzt

Der Kryptowährungsmarkt erlebte eine deutliche Schwäche, da der stärkere US-Dollar die Anlegerstimmung während des Jahresendhandels weiterhin belastete. Der Kursverfall bei Kryptowährungen wurde im späten Dezember zur dominierenden Marktnarrative, wobei große digitale Vermögenswerte Anzeichen von Druck zeigten, bedingt durch breitere makroökonomische Gegenwinde und Veränderungen in der Marktpositionierung.

Der Einfluss des Dollars auf die Kryptomärkte

Die Stärke des US-Dollar-Index (DXY) hat sich als entscheidender Faktor herausgestellt, der die Portfolioallokationen neu gestaltet, wobei Investoren in traditionelle dollar-denominierte Anlagen umschichten. Bitcoin wurde historisch invers zum Dollar gehandelt, was bedeutet, dass bei einer Aufwertung des Greenbacks BTC und andere Kryptowährungen in der Regel Druck nach unten erfahren, da Investoren sicherere Anlagen wie US-Staatsanleihen und Aktien suchen, die in einem starken Währungsumfeld Renditen bieten.

Die jüngste Aufwertung des Dollars erfolgte vor der Amtseinführung des gewählten Präsidenten Donald Trump Ende Januar, bei der mehrere wachstumsfördernde Maßnahmen erwartet werden. Während auch die traditionellen Märkte Schwierigkeiten hatten – asiatische Aktienindizes drehten frühere Gewinne um und US-Aktienfutures deuteten auf niedrigere Kurse hin – beschleunigte sich der Kursverfall bei Kryptowährungen im gesamten Zeitraum. Der CoinDesk 20 Index, der die größten Token ohne Stablecoins abbildet, sank um 3,5 %, während die gesamte Marktkapitalisierung für Kryptowährungen um 3 % schrumpfte.

Marktentwicklung und veränderte Dynamik

Die Positionierung zum Jahresende und die reduzierte Liquidität verstärkten den Verkaufsdruck im gesamten digitalen Vermögensbereich. Händler reduzierten ihre Bestände im Zuge von Gewinnmitnahmen, ein Muster, das den historisch bullishen „Santa-Rally“-Effekt im Dezember störte. Bitcoin selbst fiel im Monat um etwa 4 %, obwohl es im vierten Quartal insgesamt einen starken Gewinn von 47 % verzeichnete.

Wichtige Altcoins zeigten in dieser Zeit gemischte Widerstandskraft. Solanas SOL verzeichnete einen moderaten Rückgang, während die Schwäche des breiteren Marktes sich auf Ethereum (ETH), Dogecoin (DOGE) und BNB ausbreitete. Das Abwärtstempo spiegelte nicht nur die Dollarstärke wider, sondern auch die zurückgehenden Erwartungen an weitere Zinssenkungen der Federal Reserve, die zuvor die Risikobereitschaft im Kryptomarkt unterstützt hatten.

Technische Erholungsanzeichen für kurzfristige Entlastung

Nach Wochen konstanter Verkaufsdrucks verzeichnete Bitcoin eine deutliche technische Erholung, die den Vermögenswert kurzzeitig wieder in Richtung 69.000 US-Dollar hob. Dieser Rebound löste einen Short Squeeze aus, wodurch volatilere Altcoins wie ETH, SOL, DOGE und ADA sowie kryptobezogene Aktien wie Circle und Coinbase wieder in den positiven Bereich zurückkehrten.

Analysten gingen jedoch mit vorsichtiger Zurückhaltung an die Rallye heran. Joel Kruger von der LMAX Group bezeichnete die Erholung als vor allem eine technische Korrektur, die durch bärische Positionierungen und dünne Liquiditätsbedingungen getrieben sei, anstatt durch fundamentale Verbesserungen. Joshua Lim von FalconX bemerkte, dass einige Fonds den Bounce nutzten, indem sie in volatile Altcoins und Optionsstrategien umschichteten, was auf eine begrenzte Aufwärtskraft hindeutete.

Damit ein nachhaltiger struktureller Aufwärtstrend entsteht, müsste Bitcoin die Widerstandsniveaus bei 72.000 und 78.000 US-Dollar dauerhaft überwinden – eine Hürde, die angesichts der makroökonomischen Entwicklungen noch ungewiss bleibt.

Langfristiger Optimismus trotz politischer Unsicherheiten

Trotz der unmittelbaren Gegenwinde für fallende Märkte bei Kryptowährungen bewahrten einige Branchenakteure eine konstruktive Langzeitperspektive. Maksym Sakharov, Mitbegründer von WeFi, argumentierte, dass Bitcoin und Altcoins trotz der aktuellen Konsolidierungsmuster keine Preisobergrenzen erreicht hätten. Er führte die jüngsten Verkäufe auf reaktive Marktreaktionen und nicht auf fundamentale Verschlechterungen zurück.

Sakharov hob hervor, dass die Federal Reserve trotz einer Inflation, die nahe dem Ziel von 2 % bleibt, auf mögliche höhere Zinssätze vorbereitet sei – eine politische Wende, die die Marktdynamik im Jahr 2026 neu gestalten könnte. Noch bedeutender sei seine Prognose, dass die Einführung günstigerer Kryptowährungsregulierungen durch die Trump-Administration die institutionelle Akzeptanz beschleunigen werde, was möglicherweise dazu führe, dass Bitcoin sich von makroökonomischer Volatilität entkoppelt, die in der Vergangenheit starke Kursschwankungen verursacht hatte.

Die Erwartung eines regulierungsfreundlicheren Umfelds stand im starken Gegensatz zur aktuellen makroökonomischen Unsicherheit und bot einen Gegenpol zum unmittelbaren bärischen Sentiment, das die fallenden Trends bei Kryptowährungen in den späten Dezember-Handelssitzungen angetrieben hatte.

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