FinTech Weekly x Internationaler Frauentag: Interview mit Simona Savickienė


Simona Savickienė ist Leiterin des Marketings bei ConnectPay, wo ihre Mission darin besteht, globale Unternehmen beim Skalieren zu unterstützen, indem sie den Wert von Embedded Finance für B2B2B- und B2B2C-Online-Modelle schafft.


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Marketing im Fintech-Bereich bedeutet mehr als nur Sichtbarkeit – es geht um Vertrauen, Innovation und bedeutungsvolle Verbindungen. Simona Savickienė, Leiterin des Marketings bei ConnectPay, versteht das besser als die meisten. Mit einer Karriere im öffentlichen und privaten Sektor hat sie die Komplexität des Finanzmarketings gemeistert, regulatorische Anforderungen mit kreativem Storytelling ausbalanciert, um starke Markenidentitäten in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld aufzubauen.

In diesem Interview teilt Simona ihre Einblicke darüber, wie Fintech-Unternehmen in einem gesättigten Markt hervorstechen können, die Bedeutung der Personalisierung von Kundenerlebnissen und die Trends, die die Zukunft des Fintech-Marketings prägen. Sie spricht auch über ihre Führungsphilosophie, die Bedeutung von Work-Life-Balance und warum Erfolg im Fintech die richtige Kombination aus Fähigkeiten, Einstellung und Anpassungsfähigkeit erfordert.

Als Teil der FinTech Weekly’s International Women’s Day-Initiative freuen wir uns, ihre Perspektive darüber zu präsentieren, was es braucht, um im Fintech-Marketing zu gedeihen, und wie die Branche Talent, Vielfalt und Innovation besser unterstützen kann.


R: Das Marketing im Fintech-Bereich ist äußerst wettbewerbsintensiv – wie gehen Sie an den Aufbau einer starken Markenidentität in einer so schnelllebigen Branche heran?

S: Eine starke Markenidentität im Fintech geht über bloße Sichtbarkeit hinaus – es geht darum, bedeutungsvolle Assoziationen zu schaffen, die Vertrauen aufbauen. Ich konzentriere mich darauf, eine Marke zu entwickeln, die bei den Kunden tief resoniert, indem sie echten Mehrwert bietet und konkrete Probleme löst.

Das bedeutet, eine klare und konsistente Botschaft zu bewahren, die sich mit der Branche weiterentwickelt, und aktiv auf die Bedürfnisse der Kunden zu hören. Vertrauen durch Transparenz aufzubauen, Versprechen einzulösen und echtes Engagement für den Erfolg der Kunden zu zeigen, steht im Mittelpunkt meines Ansatzes.

R: Sie haben sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor gearbeitet – was sind die wichtigsten Unterschiede in den Marketingstrategien für Regierungsinitiativen im Vergleich zu Fintech-Unternehmen?

S: Ehrlich gesagt gelten die gleichen grundlegenden Marketingprinzipien sowohl für Regierungsinitiativen als auch für Fintech-Unternehmen. Beide erfordern ein tiefes Verständnis der Zielgruppe, klare Ziele, messbare KPIs und eine Strategie, um den Fortschritt effektiv zu verfolgen. Im öffentlichen Sektor liegt der Fokus darauf, eine Rendite für die Regierung/Öffentlichkeit zu liefern, während es im Fintech darum geht, Investoren eine Rendite zu bieten. Das letztendliche Ziel – mit der Zielgruppe zu verbinden und Mehrwert zu schaffen – bleibt jedoch gleich.

Ich finde den Unterschied zwischen B2B- und B2C-Marketingansätzen bedeutender. B2B-Strategien beinhalten oft längere Verkaufszyklen und erfordern kontinuierliches Engagement, um Ergebnisse zu erzielen, während B2C eher auf schnelle Erfolge und unmittelbare Konversionen setzt.

Zusätzlich wird mit dem Aufstieg von B2B2B- und B2B2C-Modellen der Endnutzer immer wichtiger bei der Gestaltung des Wertangebots. In diesen Fällen ist es entscheidend, den Mehrwert nicht nur den Geschäftskunden, sondern auch den Endverbrauchern effektiv zu kommunizieren, indem ihre Bedürfnisse und Schmerzpunkte gezielt angesprochen werden.

R: Fintech-Unternehmen müssen oft Compliance-getriebene Botschaften mit ansprechendem und innovativem Marketing in Einklang bringen – wie stellen Sie sicher, dass regulatorische Anforderungen die Kreativität nicht einschränken?

S: Regulatorische Compliance ist im Fintech unverhandelbar, aber sie muss nicht auf Kosten der Kreativität gehen. Es ist entscheidend, jeden Schritt im Marketingprozess so zu gestalten, dass er einen klaren Zweck erfüllt, ohne die Kunden mit unnötigen Informationen zu überladen. Die richtigen Informationen zur richtigen Zeit bereitzustellen, hilft, sowohl die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten als auch ein nahtloses Kundenerlebnis zu bieten.

R: Da digitales Marketing sich ständig wandelt, welche Trends sehen Sie, die das Fintech-Marketing in den kommenden Jahren prägen werden, und wie können Unternehmen den Anschluss halten?

S: Als Kategorie fördern Fintech-Unternehmen, die finanzielle Bildung und Compliance unterstützen, gegenseitig Vertrauen und bauen stärkere Kundenbeziehungen auf, was letztlich zu nachhaltigem Wachstum sowie zum Erfolg und zur Stabilität der Branche beiträgt.

In der heutigen gesättigten Medienlandschaft stehen Journalisten vor der Herausforderung, E-Mails mit allgemeinen KI-Informationen zu durchforsten, um wertvollen Content zu finden. Deshalb ist es essenziell, dass Unternehmen sich durch bedeutungsvolle und aufschlussreiche Informationen abheben, die wirklich die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe ansprechen.

Im Kern jeder Technologie- und Geschäftsentscheidung steht ein Mensch. Trotz Fortschritten in der KI sollte der Fokus weiterhin auf der Bereitstellung echten Mehrwerts und eines nahtlosen Kundenerlebnisses liegen, was durch den Trend der hohen Personalisierung immer sichtbarer wird.

R: Welche Herausforderungen haben Sie in Ihrer Karriere als Frau im Marketing und Fintech erlebt, und wie haben Sie diese gemeistert?

S: Während meiner Karriere im Marketing und Fintech habe ich mich nie durch mein Geschlecht eingeschränkt gefühlt, vor allem weil ich viele großartige weibliche Führungskräfte in meinem Umfeld habe. Für mich war Erfolg immer eine Balance zwischen Hard Skills und Soft Skills.

Ich glaube an einen Führungsstil, der auf Radical Candor von Kim Scott basiert – Herausforderungen direkt anzusprechen und gleichzeitig persönliche Fürsorge zu zeigen, unabhängig vom Geschlecht. Ich konzentriere mich darauf, Fachwissen zu demonstrieren, Ergebnisse zu erzielen und meine Fähigkeiten durch Taten zu beweisen, anstatt mich von Wahrnehmungen oder Vorurteilen leiten zu lassen.

R: Studien zeigen, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer, oft aufgrund von Teilzeitarbeit und begrenztem Zugang zu Überstundenvergütung oder zusätzlicher Entlohnung wegen familiärer Pflegeverantwortung. Glauben Sie, dass Frauen noch immer zwischen Familie und Karriere wählen müssen, und wie kann die Branche die Work-Life-Balance besser unterstützen?

S: Ich glaube an freien Willen und die Kraft der Entscheidungen, und ich bin dankbar für ein unterstützendes System, das es mir ermöglicht, sowohl Karriere als auch Familie zu verfolgen. Als Mutter von zwei Kindern und Berufstätige im Marketing priorisiere ich weiterhin mein Wohlbefinden, weil ein klarer Geist mir hilft, bessere Entscheidungen zu treffen und sowohl privat als auch beruflich effektiver zu sein. Aktivitäten wie Freiwilligenarbeit, Eislaufen und Yoga tragen wesentlich dazu bei, mich ausgeglichen und erfüllt zu fühlen.

Meine Ansicht ist vielleicht nicht populär, aber ich bin der Überzeugung, dass Bezahlung auf dem Wert basieren sollte, den wir bringen, nicht auf dem Geschlecht. Obwohl Gehaltsunterschiede bestehen, sind Fähigkeiten, Einsatz und Ergebnisse entscheidend. Transparenz und faire Bewertungen können helfen, eine gerechte Bezahlung sicherzustellen.

Unterstützungssystem:

* Lettland ist ein großartiger Ort, um Kinder großzuziehen, dank familienfreundlicher Politik und Elternzeitregelungen.
* Bei ConnectPay haben wir ein transparentes Vergütungssystem, das auf unserem Fachwissen basiert, sowie zusätzliche Benefits, die unser Wohlbefinden fördern:
    

        * Geburtstag frei – nehmen Sie sich an Ihrem Geburtstag oder im Monat Ihres Geburtstags frei und feiern Sie sich selbst!
        * ME TIME-Tage – nehmen Sie sich 2 Tage pro Jahr, zusammen oder getrennt, wann immer Sie Energie tanken, abschalten und Ihre mentale Gesundheit pflegen müssen.
        * TRUST-Tage – nehmen Sie sich 2 Tage pro Jahr, zusammen oder getrennt, falls Sie sich nicht wohlfühlen, vor einem Krankenschein vom Arzt.
        * 5 zusätzliche Urlaubstage – nach 2 Jahren Betriebszugehörigkeit, um Ihre Treue zu feiern, stehen Ihnen zusätzliche Urlaubstage zur Erholung zu.
        * 1 zusätzlicher Tag frei – zur Feier Ihrer Hochzeit.
        * 2 zusätzliche Tage frei – für persönliche Angelegenheiten wie Trauerfall.
        180 Tage Workation – um von einem anderen Ort aus zu arbeiten.

R: Welchen Rat würden Sie Frauen geben, die eine Karriere im Fintech-Marketing aufbauen möchten, und welche Schlüsselkompetenzen oder Erfahrungen sind Ihrer Meinung nach für den Erfolg unerlässlich?

S: Ich vergleiche Fintech gerne mit Tinder – nicht, weil es um Partnersuche geht, sondern weil es darum geht, die richtigen Verbindungen zu knüpfen. Fintech nutzt Technologie, um die Kluft zwischen unterversorgten Gemeinschaften und den benötigten Finanzdienstleistungen zu überbrücken, und verbindet die Unbanked mit finanziellen Chancen.

Ähnlich ist der Aufbau einer Karriere im Fintech-Marketing eine Frage der Kombination aus den richtigen Fähigkeiten und der richtigen Einstellung. Das Verständnis, wie Fintech funktioniert, kann den Einstieg beschleunigen und es Fachleuten ermöglichen, sich auf Wirkung zu konzentrieren, anstatt nur die Grundlagen zu lernen. Deshalb rate ich, den Fintech-Markt genau zu beobachten, da Kontext zu einem wertvollen Asset werden kann.

Während Hard Skills wie Datenanalyse, technische Kompetenz und regulatorisches Wissen wichtig sind, sind Soft Skills ebenso entscheidend. Die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, kreativ zu denken und die richtigen Verbindungen herzustellen – während man lernbegierig, anpassungsfähig und kommunikativ bleibt – ist für langfristigen Erfolg in einer schnelllebigen Branche unerlässlich.

Mein Ansatz bei der Rekrutierung basiert auf Vertrauen – ich glaube daran, Menschen zu gewinnen, auf die ich mich verlassen kann, die Verantwortung übernehmen, messbare Ergebnisse liefern und Herausforderungen effektiv meistern.

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