AI-Blasenangst steigt! Nvidias Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen, doch der Aktienkurs stürzt um 5,6 % ab und verzeichnet den größten Intraday-Rückgang seit drei Monaten

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Künstliche Intelligenz (KI) Chips Marktführer Nvidia erlebte nach der Veröffentlichung eines beeindruckenden neuen Gewinnleitfadens am Donnerstag den stärksten Kursrückgang seit drei Monaten. Analysen zufolge konnte die Unternehmensperspektive die Marktängste vor einer KI-Blase nicht zerstreuen.

Am Donnerstag fiel die Nvidia-Aktie in New York zeitweise um 5,6 % auf 184,58 USD und verzeichnete damit den größten Intraday-Rückgang seit dem 25. November. Dieser Kursrückgang erfolgte nach der Veröffentlichung der Umsatzprognose für das erste Quartal. Nvidia übertraf die durchschnittlichen Analystenerwartungen mühelos und meldete einen Umsatzanstieg im vierten Quartal um 73 % im Vergleich zum Vorjahr.

Doch Analysten sind der Ansicht, dass die Marktreaktion die Skepsis der Investoren gegenüber Nvidia widerspiegelt. Zuvor hatte das explosive Umsatzwachstum Nvidia an die Spitze der weltweit wertvollsten Unternehmen katapultiert. Nun fordern Investoren stärkere Garantien, dass die Ausgaben für KI weiterhin anhalten.

Ein Analyst bei Hargreaves Lansdown sagte in einem Bericht nach der Quartalszahlenveröffentlichung: „Aktionäre sind weiterhin besorgt darüber, ob die aktuelle KI-Ausgabenwelle das Wachstum auch in den kommenden Jahren tragen kann und ob Nvidia seine Führungsposition halten kann, wenn KI vom Training von Modellen zur Alltagsnutzung übergeht.“

CEO Jensen Huang widersprach diesen Bedenken am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Er erklärte, dass Kunden bereits mit den neu erworbenen Rechenleistungen Gewinne erzielen, weshalb die Investitionen auf hohem Niveau bleiben werden.

Huang sagte:

„Sie brauchen Rechenleistung, die direkt in Wachstum und Umsatz umgewandelt wird. Ich bin zuversichtlich, dass ihr Cashflow wächst.

Ich bin sehr zuversichtlich, was den Cashflow betrifft, aus einem ganz einfachen Grund: Wir haben jetzt den Wendepunkt bei agentic AI und der praktischen Nutzung intelligenter Agenten erreicht. Die Branche befindet sich an einem weiteren Scheideweg.“

Der durch den Film „The Big Short“ bekannte Investor Michael Burry verschärfte am Donnerstag die Marktängste weiter. Er wies darauf hin, dass Nvidia derzeit eine Bestellverpflichtung von 95,2 Milliarden USD hat, im Vergleich zu nur 16,1 Milliarden USD vor einem Jahr. Bei Schwankungen in der Nachfrage könnten Risiken entstehen.

Der CFO von Nvidia, Colette Kress, versuchte, weitere Bedenken der Analysten, etwa bezüglich Lieferengpässen, zu zerstreuen. Sie erklärte, dass das Unternehmen genügend Komponenten gesichert habe, um die wachsende Nachfrage zu decken.

Sie sagte den Analysten, die Produktion der fortschrittlichsten Nvidia-Chips bleibe eine Herausforderung. Doch die aktuelle Produktlinie Blackwell sowie das kommende Nachfolgeprodukt Rubin würden die Verkaufszahlen weiterhin über den Erwartungen halten. Nvidia hatte zuvor angekündigt, dass diese Chips bis Ende 2026 Umsätze in Höhe von 500 Milliarden USD generieren sollen.

Sie sagte:

„Wir sind zuversichtlich, dass wir durch Lagerbestände und Lieferzusagen die zukünftige Nachfrage decken können, einschließlich der Auslieferungen bis 2027.“

Mangel an Speicherschips sorgt für „Kreislaufgeschäft“ und Besorgnis

Der Umsatz von Nvidia im ersten Geschäftsquartal wird auf etwa 78 Milliarden USD geschätzt, was über den durchschnittlichen Analystenerwartungen von 72,8 Milliarden USD liegt, aber einige Analysten hatten sogar fast 80 Milliarden USD prognostiziert. Zudem lagen die Umsätze, der Gewinn pro Aktie und die bereinigte Bruttomarge im vierten Quartal ebenfalls über den Erwartungen.

Der Bereich Rechenzentren von Nvidia erzielte in diesem Quartal einen Umsatz von 62,3 Milliarden USD, über den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 60,4 Milliarden USD. Andere Geschäftsbereiche zeigten schwächere Leistungen. Das Gaming-Geschäft, einst die wichtigste Einnahmequelle, erwirtschaftete 3,73 Milliarden USD, unter den erwarteten 4,01 Milliarden USD. Der Automobilbereich erzielte 604 Millionen USD, während Wall Street 643 Millionen USD prognostizierte.

Analysten warnen, dass die Technologiebranche derzeit mit einem versteckten Risiko konfrontiert ist: einem Mangel an Speicherschips. Wie die meisten Elektronikunternehmen ist Nvidia auf eine stabile Versorgung mit Speicherchips angewiesen. Diese Chips sind für alles von Smartphones bis hin zu Supercomputern essenziell. Die Versorgungsknappheit hat die Preise für Speicherschips in die Höhe getrieben und erschwert in diesem Jahr die Auslieferung weiterer Geräte.

Diese Engpässe haben die Gaming-Sparte belastet. Kress äußerte Unsicherheit darüber, ob sich dieses Problem in diesem Jahr ausreichend entspannen wird, um das Wachstum dieses Geschäfts wieder zu fördern.

Dennoch sind KI-Datenzentrum-Chips zu einem noch größeren Fokus geworden. Anfang des Monats kündigte Nvidia an, dass Meta in den kommenden Jahren „Millionen“ Nvidia-Prozessoren einsetzen werde, was die bereits enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen weiter vertieft.

Der Hauptkonkurrent von Nvidia, AMD, kündigte diese Woche ebenfalls eine ähnliche langfristige Vereinbarung mit Meta an. Der Chiphersteller erklärte, dass diese Transaktion einen Wert von mehreren hundert Milliarden USD haben werde.

Chiphersteller sichern zukünftigen Rechenbedarf durch eine Reihe großer langfristiger Verträge, um die Stärke der KI-Wirtschaft zu demonstrieren. Doch diese Verträge sind sehr eng geknüpft – manchmal besitzen Anbieter und Kunden gegenseitig Anteile –, was auch kritisiert wird. Es wird befürchtet, dass solche „Kreislaufgeschäfte“ die Nachfrage künstlich hochhalten könnten.

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