Im Finanzwesen findet der Handel mit Geld und Vermögenswerten auf zwei grundlegenden Märkten statt. Um die Frage „Was ist der Derivatemarkt?“ zu verstehen, ist es wichtig, ihn mit dem Spotmarkt zu vergleichen. Diese beiden Marktstrukturen funktionieren unterschiedlich und verfolgen verschiedene Zwecke.
Definition und Eigenschaften des Spotmarkts
Der Spotmarkt ist der Ort, an dem Kauf- und Verkaufsprozesse sofort abgeschlossen werden. Sobald ein Vermögenswert gekauft wird, erfolgt die Zahlung und der Vermögenswert geht sofort an den Käufer über. Es gibt keine Wartezeit – der Handel wird sofort abgewickelt. Aktienbörsen, Devisenmärkte und Rohstoffmärkte sind Beispiele für Spotmärkte.
Was ist der Derivatemarkt und wie funktioniert er?
Der Derivatemarkt ist der Markt, auf dem Verträge gehandelt werden, die in der Zukunft erfüllt werden sollen. Der Wert dieser Verträge hängt von der Preisbewegung des zugrunde liegenden Vermögenswerts (Spotpreis) ab. Die auf dem Derivatemarkt gehandelten Instrumente sind darauf ausgelegt, das Preisrisiko der Basiswerte zu steuern oder Spekulationen zu betreiben.
Verschiedene Derivate: Futures, Optionen, Forward und Swap
Die wichtigsten Vertragsarten im Derivatemarkt sind:
Futures (Terminkontrakte): Verträge, die den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts zu einem vorher festgelegten Preis an einem bestimmten zukünftigen Datum zusichern. Sie werden an Börsen gehandelt.
Optionen: Verträge, die das Recht, aber keine Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts gewähren. Sie werden an Börsen gehandelt.
Forward: Ähnlich wie Futures, aber individuell zwischen den Parteien ausgehandelt und nicht an Börsen gehandelt.
Swap (Tausch): Verträge, bei denen zwei Parteien bestimmte Zahlungsströme austauschen. Sie werden nicht an Börsen gehandelt.
Unterschied zwischen organisierten und unorganisierten Märkten
Futures- und Optionskontrakte werden an organisierten (börslichen) Märkten gehandelt. Diese Märkte sind standardisiert, reguliert und transparent. Forward- und Swap-Verträge werden auf unorganisierten (Over-the-Counter, OTC) Märkten gehandelt. Hier werden die Verträge individuell zwischen den Parteien ausgehandelt.
Die Essenz des Derivatemarkts ist es, durch zukünftige Verträge das Preisrisiko zu steuern und Investitionsmöglichkeiten zu schaffen. Während im Spotmarkt heute gehandelt wird, beschäftigen sich Derivatemärkte mit den Risiken und Chancen von morgen.
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Was ist der Derivatemarkt und was unterscheidet ihn vom Spotmarkt
Im Finanzwesen findet der Handel mit Geld und Vermögenswerten auf zwei grundlegenden Märkten statt. Um die Frage „Was ist der Derivatemarkt?“ zu verstehen, ist es wichtig, ihn mit dem Spotmarkt zu vergleichen. Diese beiden Marktstrukturen funktionieren unterschiedlich und verfolgen verschiedene Zwecke.
Definition und Eigenschaften des Spotmarkts
Der Spotmarkt ist der Ort, an dem Kauf- und Verkaufsprozesse sofort abgeschlossen werden. Sobald ein Vermögenswert gekauft wird, erfolgt die Zahlung und der Vermögenswert geht sofort an den Käufer über. Es gibt keine Wartezeit – der Handel wird sofort abgewickelt. Aktienbörsen, Devisenmärkte und Rohstoffmärkte sind Beispiele für Spotmärkte.
Was ist der Derivatemarkt und wie funktioniert er?
Der Derivatemarkt ist der Markt, auf dem Verträge gehandelt werden, die in der Zukunft erfüllt werden sollen. Der Wert dieser Verträge hängt von der Preisbewegung des zugrunde liegenden Vermögenswerts (Spotpreis) ab. Die auf dem Derivatemarkt gehandelten Instrumente sind darauf ausgelegt, das Preisrisiko der Basiswerte zu steuern oder Spekulationen zu betreiben.
Verschiedene Derivate: Futures, Optionen, Forward und Swap
Die wichtigsten Vertragsarten im Derivatemarkt sind:
Futures (Terminkontrakte): Verträge, die den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts zu einem vorher festgelegten Preis an einem bestimmten zukünftigen Datum zusichern. Sie werden an Börsen gehandelt.
Optionen: Verträge, die das Recht, aber keine Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts gewähren. Sie werden an Börsen gehandelt.
Forward: Ähnlich wie Futures, aber individuell zwischen den Parteien ausgehandelt und nicht an Börsen gehandelt.
Swap (Tausch): Verträge, bei denen zwei Parteien bestimmte Zahlungsströme austauschen. Sie werden nicht an Börsen gehandelt.
Unterschied zwischen organisierten und unorganisierten Märkten
Futures- und Optionskontrakte werden an organisierten (börslichen) Märkten gehandelt. Diese Märkte sind standardisiert, reguliert und transparent. Forward- und Swap-Verträge werden auf unorganisierten (Over-the-Counter, OTC) Märkten gehandelt. Hier werden die Verträge individuell zwischen den Parteien ausgehandelt.
Die Essenz des Derivatemarkts ist es, durch zukünftige Verträge das Preisrisiko zu steuern und Investitionsmöglichkeiten zu schaffen. Während im Spotmarkt heute gehandelt wird, beschäftigen sich Derivatemärkte mit den Risiken und Chancen von morgen.