Großangelegte Krypto-Razzia in Indien! Vollzugsbehörde beschlagnahmt 465 Millionen US-Dollar, 29 Personen festgenommen

MarketWhisper

Das indische Parlament hat offengelegt, dass die Strafverfolgungsbehörden im Zusammenhang mit Kryptowährungsfällen rechtswidrige Gewinne im Wert von etwa 41,9 Milliarden Rupien (ca. 465 Millionen US-Dollar) beschlagnahmt, 29 Personen festgenommen und 22 Anklageschriften eingereicht haben; zudem wurde ein Angeklagter zum Wirtschaftskriminellen auf der Flucht erklärt. Bei Durchsuchungen entdeckten die Behörden nicht gemeldete Einkünfte aus virtuellen digitalen Vermögenswerten (VDA) in Höhe von 8,8882 Milliarden Rupien (rund 100 Millionen US-Dollar).

44.000 erhalten Benachrichtigung: Umfassende Steuerfahndung gestartet

印度加密貨幣大掃蕩

Der indische Staatsminister im Finanzministerium, Pankaj Chaudhary, erklärte in einer schriftlichen Antwort im Unterhaus, dass das CBDT 44.057 Steuerzahlern, die mit virtuellen digitalen Vermögenswerten gehandelt oder investiert haben, jedoch diese nicht im VDA-Anhang der Einkommensteuererklärung (ITR) angegeben haben, eine Benachrichtigung zugestellt hat. Diese Zahl zeigt, dass die Steuerkonformität auf dem indischen Kryptomarkt deutlich problematischer ist als bisher angenommen.

Bei Durchsuchungs- und Beschlagnahmemaßnahmen stellte das CBDT nicht gemeldete Einkünfte aus VDA-Transaktionen in Höhe von 8,8882 Milliarden Rupien (ca. 100 Millionen US-Dollar) fest. Diese nicht deklarierten Einnahmen stammen hauptsächlich aus Gewinnen beim Handel mit Kryptowährungen, aus Mining-Erträgen und aus Renditen von Investitionen in virtuelle Vermögenswerte. Nach indischem Steuerrecht müssen alle VDA-Transaktionen im speziellen Anhang der ITR angegeben werden, doch viele Investoren verschweigen diese absichtlich, um Steuern zu vermeiden.

Die Regierung hat virtuelle digitale Vermögenswerte unter das Gesetz zur Bekämpfung der Geldwäsche (PMLA) gestellt. Das bedeutet, dass jede verdächtige Transaktion mit Kryptowährungen eine Geldwäscheuntersuchung auslösen kann. Diese behördenübergreifende Zusammenarbeit – das Finanzamt entdeckt nicht gemeldete Einkünfte, die Strafverfolgungsbehörde geht gegen Geldwäsche vor – stellt eine doppelte Schlagkraft gegen illegale Krypto-Aktivitäten in Indien dar.

Strafverfolgungsbehörde zeigt Härte: 29 Festnahmen, 1 Flüchtiger

Die Strafverfolgungsbehörde hat auf Grundlage des PMLA mehrere kryptobezogene Fälle untersucht, rechtswidrige Gewinne im Wert von 418,989 Milliarden Rupien beschlagnahmt oder eingefroren, 29 Personen festgenommen und 22 Anklageschriften eingereicht. Besonders bemerkenswert: Ein Angeklagter wurde als flüchtiger Wirtschaftskrimineller eingestuft – das ist das erste Mal, dass in einem indischen Kryptofall eine derart harte rechtliche Sanktion verhängt wurde.

Die Folgen der Einstufung als wirtschaftlicher Flüchtling sind in rechtlicher Hinsicht äußerst schwerwiegend. Nach dem indischen Gesetz über wirtschaftliche Straftäter auf der Flucht werden sämtliche Vermögenswerte der betroffenen Person eingezogen, zudem ist jede zivilrechtliche Klage auf indischem Boden ausgeschlossen. Solche harten Maßnahmen sollen potenzielle Wirtschaftskriminelle abschrecken und der internationalen Gemeinschaft Indiens Entschlossenheit im Kampf gegen Finanzkriminalität demonstrieren.

Die 22 Anklageschriften umfassen verschiedene Arten von Kryptokriminalität: Einsatz virtueller Währungen für grenzüberschreitende Geldwäsche, Transfer illegaler Gelder über Kryptobörsen, Einrichtung von Scheinkonten zur Umgehung von Aufsicht, sowie die Nutzung von DeFi-Plattformen (Dezentralisierte Finanzen) zur Verschleierung von Geldquellen. Gemeinsam ist diesen Fällen, dass sie regulatorische Lücken während der noch unvollständigen Krypto-Regulierung in Indien ausnutzten.

Regulatorische Herausforderungen und Appell zur internationalen Zusammenarbeit

Chaudhary räumte ein, dass Indiens Krypto- oder virtuelle digitale Vermögenswerte bislang nicht reguliert sind. Die Regierung arbeite an Kapazitätsaufbau-Programmen, um die Überwachung und Untersuchung von VDA-bezogenen Transaktionen zu stärken. Dieses regulatorische Vakuum sei ein entscheidender Moment, den Kriminelle ausnutzen. Da Krypto-Assets von Natur aus grenzüberschreitend sind, bedarf es starker internationaler Koordination, um regulatorische Arbitrage zu verhindern.

Er betonte: „Jede Regulierungsstruktur für Krypto-Assets kann nur wirksam sein, wenn es eine aktive internationale Zusammenarbeit gibt, Risiken und Nutzen gemeinsam bewertet sowie eine gemeinsame Klassifizierung und Standards entwickelt werden.“ Diese Ansicht spiegelt die zentrale Herausforderung der indischen Kryptoregulierung wider – nationale Maßnahmen stoßen bei grenzüberschreitenden Geschäften an ihre Grenzen.

Die indische Regierung arbeitet mit der Financial Action Task Force (FATF), Interpol und den Strafverfolgungsbehörden bedeutender Länder zusammen, um einen Mechanismus zum Austausch von Informationen über grenzüberschreitende Kryptokriminalität zu schaffen. Diese groß angelegte Durchgreifaktion sendet auch ein Signal an die Welt: Obwohl Indien die Krypto-Regulierung noch nicht abgeschlossen hat, bleibt das Durchsetzungsniveau unvermindert hoch.

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