Investmentbanken warnen vor zunehmenden Wahlrisiken im Jahr 2026, die US-amerikanische Krypto-Grundgesetzgebung könnte sich bis 2027 verzögern

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Investitionsbank TD Cowen veröffentlichte kürzlich eine Forschungswarnung, dass mit den US-Midterm-Wahlen 2026 eine entscheidende Gesetzgebung zur Schaffung eines einheitlichen Regulierungsrahmens für US-Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte deutlich politischen Widerstand erfährt. Das Tempo der Fortschritte könnte erheblich verlangsamt oder sogar auf 2027 oder später verschoben werden.

Das TD Cowen Washington-Forschungsteam weist darauf hin, dass der derzeit im Kongress diskutierte Gesetzesentwurf zur Struktur des Kryptowährungsmarktes, im Repräsentantenhaus als „CLARITY Act“ bekannt, im Senat dem „Responsible Financial Innovation Act“ entspricht. Obwohl dieser Gesetzentwurf im Juli das Repräsentantenhaus passiert hat, steigen die Unsicherheiten hinsichtlich seiner Verfolgung im Senat aufgrund des Wahlzyklus. Es wird erwartet, dass der Gesetzentwurf eher 2027 verabschiedet wird, mit einer vollständigen Umsetzung möglicherweise erst 2029.

Analysen deuten darauf hin, dass die Midterm-Wahlen 2026 die Machtverhältnisse im Kongress neu gestalten könnten, wobei die derzeit von den Republikanern dominierte Konstellation nicht stabil ist. Vor diesem Hintergrund könnten einige demokratische Senatoren die Unterstützung vorerst aufschieben, um auf klarere Wahlergebnisse zu warten. TD Cowen weist darauf hin, dass der entscheidende Variable im Gesetzgebungsprozess das politische Timing sein könnte, nicht der konkrete Inhalt der Kryptowährungsregulierung.

Besonders zu beachten ist ein parteiübergreifender Entwurf des Landwirtschaftsausschusses des Senats, der versucht, die Kernstreitigkeiten im Zusammenhang mit Interessenkonflikten zu lösen. Dieser Entwurf sieht vor, hochrangige Regierungsbeamte, einschließlich Donald Trump und seiner Familienmitglieder, während ihrer Amtszeit an Kryptowährungsaktivitäten beteiligt zu halten oder direkt daran teilzunehmen, zu beschränken. Diese Klausel spiegelt die langjährige Sorge der Demokraten wider, Trump und die Verbindung zur Kryptoindustrie, einschließlich World Liberty Financial, dem „US Bitcoin“ Mining-Projekt und Trumps Marken-Token.

TD Cowen ist der Ansicht, dass eine Verschiebung der Verabschiedung der Kryptowährungs-Gesetzgebung eher Spielraum für alle Beteiligten schaffen könnte, um kurzfristige politische Spannungen zu verringern. Wenn das Gesetz 2027 verabschiedet und 2029 in Kraft tritt, müssten die Demokraten möglicherweise akzeptieren, dass einige Bestimmungen keine Rückwirkung haben, während die Branche sich an die potenziellen Auswirkungen der Wahlergebnisse auf den Regulierungsrahmen anpassen muss.

Derzeit wartet der „Responsible Financial Innovation Act“ noch auf die Beratung durch den Bankenausschuss und den Landwirtschaftsausschuss des Senats. Obwohl einige Branchenexperten der Meinung sind, dass ein umfassender Regulierungsrahmen für US-Kryptowährungen vor 2026 schwierig durchsetzbar ist, wird im Kontext beschleunigter ausländischer Regulierung und des Abflusses von US-Krypto-Talenten die Schaffung klarer bundesweiter Regeln weiterhin als langfristiger Bedarf des Marktes angesehen.

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