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Jameson Lopp verschärft seine Kritik an BIP-110 und argumentiert, dass der Vorschlag eine disruptive Bitcoin-Chain-Split auslösen könnte, während er das Verhalten, das er zu verhindern sucht, nicht stoppen kann. In einem Beitrag vom 23. Februar beschreibt Lopp den Plan als eine Konsensschicht-Reaktion auf einen politischen und kulturellen Streit um Transaktions-“Spam”, mit Risiken, die weit über Mempool-Debatten hinausgehen.
BIP-110 wird als ein von Luke Dashjr geführter Soft Fork vorgestellt, der vorübergehend willkürliche Daten in Transaktionen einschränken soll. Lopp fasst es zusammen, indem er sieben neue Transaktionsgültigkeitsbeschränkungen nennt, darunter Begrenzungen, wo Daten platziert werden können, und Einschränkungen bestimmter Script-Verhalten, warnt jedoch, dass die Kompromisse viel schwerwiegender sind, als Unterstützer zugeben. Er bezeichnet den Vorschlag als „rücksichtslos und zum Scheitern verurteilt“, was den Ton für einen Beitrag setzt, der weniger eine technische Erklärung ist, sondern eher eine Warnung vor Governance- und Koordinationsrisiken.
Der Kern von Lopp’s Argumentation ist nicht nur, was BIP-110 ändert, sondern wie es versucht, aktiviert zu werden. Er verweist auf die 55%-Miner-Signalisierungs-Schwelle für einen nutzeraktivierten Soft Fork und sagt, dass diese niedrige Hürde die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass zwei konkurrierende Chains entstehen, wenn das Ökosystem nicht einheitlich ist.
Verwandte Lektüre: Bitcoin braucht nur 2 Schritte, um quantenresistent zu werden, sagt Core-Entwickler Er hebt auch hervor, dass BIP-110-Knoten nicht-konforme Blöcke sofort ablehnen würden, was das Koordinationsrisiko im Vergleich zu Soft Forks erhöht, die alte Knoten weiterhin folgen können, ohne Konflikte bei der Durchsetzung.
Lopp ist besonders scharf bei der verpflichtenden Aktivierung bei Blockhöhe 961.632. In einem der schärfsten Absätze schreibt er: „Dies ist keine neutrale, wenig dramatische Implementierung. Es ist dogmatisches Bullying. […] Man kann nicht so tun, als sei es risikoarm.“ Er verbindet diese Warnung mit einem breiteren Punkt: Selbst wenn man UASF-Taktiken als legitim ansieht, erhöht das Design des Vorschlags die Chancen auf ein chaotisches Scheitern, wenn Miner, Börsen, Wallets und Infrastruktur-Anbieter nicht rechtzeitig zusammenkommen.
Er widerspricht auch Vergleichen mit 2017 und stellt fest, dass das UASF, das viele im SegWit-Zeitalter zitieren, nie wirklich an seine Grenzen stieß, weil SegWit stattdessen durch Miner-Signalisierung aktiviert wurde. Diese Unterscheidung ist in Lopp’s Argumentation wichtig, weil die Befürworter von BIP-110 in seiner Ansicht auf einen historischen Präzedenzfall setzen, der die genaue Situation, die sie jetzt als handhabbar beschreiben, nicht getestet hat.
Verwandte Lektüre: Hat Wall Street Bitcoin vereinnahmt? Bloomberg-Experte löst hitzige Debatte aus. Ein weiterer wichtiger Abschnitt von Lopp’s Beitrag richtet sich gegen die Behauptung, dass BIP-110 bedeutende Graswurzelbewegung hat. Er argumentiert, dass rohe Node-Zahlen (etwa 20% laufen Knot) eine schwache Proxy für Konsens sind, weil Signalisierung billig ist, Node-Betrieb kostengünstig sein kann und Tor-Adressen „effektiv kostenlos“ bei groß angelegtem Betrieb sind. Er veröffentlicht eine Aufschlüsselung erreichbarer Nodes und hebt den höheren Tor-zu-IPv4-Verhältnis bei Knoten und BIP-110-Signalisierungsnodes als Grund hervor, Node-Zähl-Narrative vorsichtig zu behandeln.
Was die Unterstützung durch Miner betrifft, so sagt Lopp, dass die Lücke einfacher zu erkennen ist. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schrieb er, dass Miner-Signalisierung „genau […] null“ sei, und verweist auf die öffentliche Ablehnung von F2Pool, während er argumentiert, dass Miner nur begrenzten Anreiz haben, einen Vorschlag zu unterstützen, der die Gebühreneinnahmen reduzieren könnte. Dieser Punkt untermauert seine These, dass BIP-110-Befürworter die soziale Signalisierung überschätzen und die Rolle wirtschaftlich bedeutender Akteure in der Bitcoin-Upgrade-Politik unterschätzen.
Lopp’s Beitrag liest sich letztlich als Warnung, dass das unmittelbare Problem nicht nur darin besteht, ob BIP-110 aktiviert wird, sondern was die Kampagne über die Richtung des inneren Streits in Bitcoin über Neutralität, Zensurresistenz und Blockraumnutzung offenbart. Selbst ein gescheiterter Fork-Versuch könne, so seine Ansicht, echte Kosten verursachen, indem er Betreiber und Unternehmen zwingt, sich auf eine seltene, aber hochwirksame Koordinationsstörung vorzubereiten.
Zum Redaktionsschluss wurde Bitcoin bei 62.791 US-Dollar gehandelt.
Bitcoin fällt unter 63.000 $, 1-Wochen-Chart | Quelle: BTCUSDT auf TradingView.com Titelbild erstellt mit DALL.E, Chart von TradingView.com
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