Bitcoin-orientiertes Investmentunternehmen Strategy (, früher bekannt als MicroStrategy), sieht sich aufgrund von 6 Milliarden Dollar nicht realisierten Bitcoin-Verlusten mindestens fünf Sammelklagen gegenüber. In den Klagen wird behauptet, dass das Unternehmen den Investoren irreführende Aussagen über die Risiken und Rentabilität von Bitcoin gemacht hat.
Die erste Klage wurde am 16. Mai von Pomerantz LLP eingereicht. Allerdings entschieden sich die anderen vier Kanzleien, Gross Law Firm, Bronstein Gewirtz & Grossman, Kessler Topaz Meltzer & Check und Levi & Korsinsky, an dieser Klage nicht teilzunehmen, sondern separate Klagen mit ähnlichem Inhalt einzureichen.
Laut Rechtsexperten ist diese Situation nicht ungewöhnlich. Professor Adam Pritchard von der Juristischen Fakultät der Universität Michigan sagte: “In Sammelklagen über Wertpapiere konkurrieren Anwaltskanzleien um die Rolle des führenden Beraters, da diese Rolle sehr lukrativ sein kann und Honorare von bis zu Zehntausenden von Dollar erzielt werden können.”
Jede der Klagen basiert auf dem Vorwurf, dass das Unternehmen zwischen dem 30. April 2024 und dem 4. April 2025 “materiell falsche und irreführende” Aussagen über die Rentabilität und Risiken seiner Bitcoin-Investitionen gemacht hat.
Professor Ann Lipton von der juristischen Fakultät der Universität Colorado wies ebenfalls auf die Bedeutung der Rolle des Lead Plaintiffs hin und sagte: “Der Lead Plaintiff kontrolliert die Klage und bestimmt die Anwälte der Klasse. Aus diesem Grund klagen viele Unternehmen und Kläger in starken Fällen, um ihr Glück zu versuchen.”
Rechtsanwaltskanzleien, die im Laufe des Verfahrens in den Vordergrund treten möchten, laden durch öffentliche Pressemitteilungen mehr Investoren ein, an der Klage teilzunehmen. In diesen Erklärungen wird häufig auf das Datum des 15. Juli hingewiesen; denn an diesem Datum wird das Gericht einen Hauptkläger auswählen und die anderen Klagen unter diesem Dach zusammenführen.
Laut Pritchard ist das Hauptziel der Anwaltskanzleien, den am stärksten geschädigten Anleger unter ihren Klägern zu gewinnen. Gemäß dem Gesetz über die Reform von Private Securities Litigation aus dem Jahr 1995 sollte die Rolle des Lead-Klägers dem am stärksten geschädigten Anleger, der diese Rolle freiwillig übernimmt, zugewiesen werden.
Lipton fasst diese Situation so zusammen: “Ein Anleger mit höheren Verlusten wird den Fall und die Anwälte sorgfältiger überwachen. Deshalb werden institutionelle Anleger oft bevorzugt.”
*Es ist keine Anlageberatung.
Folgen Sie sofort unserer Telegram-Gruppe, unserem Twitter-Account und unserem Youtube-Kanal für exklusive Nachrichten, Analysen und On-Chain-Daten! Laden Sie auch unsere Android- und IOS-Apps herunter, um sofort mit der Live-Preisverfolgung zu beginnen!