Einer der Beiträge von Tapenz.eth hat die dringenden Untersuchungen zu Linea verstärkt, nachdem neue On-Chain-Daten entdeckt wurden, die zeigen, dass die 0x7fBE2… Treasury-Wallet des Projekts in großem Umfang mit den Abflüssen seiner Token verbunden war. Laut Arkham Intelligence enthält die Wallet 44,6 Milliarden LINEA-Token, was etwa einem Viertel des Gesamtangebots entspricht, und hat seit dem TGE im September 2025 bereits über 5 Milliarden Token ausgegeben.
Diese Abflüsse wurden über Zwischenstellen wie Gnosis Safe Proxies übertragen und später auf Börsen sichtbar. Kritiker führen an, dass dieser Trend das Argument von Linea entkräftet, keine Drittinvestoren zu haben, um eine Abwertung zu vermeiden. Stattdessen steht das Projekt nun unter dem Vorwurf, genau den Verkaufsdruck geschaffen zu haben, den es zu vermeiden vorgab.
Das angebliche Dumping wurde durch das Timing noch verschärft. Aus Sicht potenzieller Nutzer, die LINEA hielten, bestand die Hoffnung auf eine erhöhte Chance, einen MetaMask-bezogenen Airdrop zu erhalten – doch der Kurs fiel drastisch. Der Token ist um 84 Prozent von seinem Allzeithoch von $0,05 auf $0,0078 gefallen und wird bei geringen Tagesvolumina zwischen 20 und 40 Millionen Dollar gehandelt.
Mit den zunehmenden Abflüssen äußerten X-Nutzer ihren Ärger und warfen der Gruppe vor, ihre eigene Liquidität gefährdet zu haben. Es dauerte nicht lange, bis Vergleiche zu anderen Layer-2-Ökosystemen gezogen wurden, in denen von Stiftungen kontrollierte Wallets große Mengen an Token in Zeiten hoher Retail-Nachfrage verkauften. Kritiker behaupten, dass solche Aktivitäten das langfristige Vertrauen untergraben und dem Ruf des ohnehin hart umkämpften L2-Sektors schaden.
Die Gegenreaktion verdeutlicht die wachsende Enttäuschung über die Token-Ökonomien von Layer 2 in der Branche. Auch andere Projekte wie Optimism und Arbitrum wurden hinsichtlich Foundation-Unlocks und strategischer Verkäufe kritisiert. Händler zweifeln nun daran, dass das aktuelle L2-Modell einen gesunden Markt aufrechterhalten kann, solange transparente Verteilungsstrukturen und ein vorhersehbarer Unlock-Plan fehlen.
Diese Spannung zeigt sich im Fall von Linea. Obwohl das Projekt anfangs eine Vision von Neutralität und Community-first-Anreizen vermittelte, deutet die Dynamik der Treasury-Wallet auf das Gegenteil hin. Ohne eine klare Stellungnahme nimmt die Geschichte eine andere Wendung, da Nutzer fordern, den Token von großen Kryptobörsen zu entfernen, sofern die Transparenz nicht verbessert wird.
Die Kontroverse um die Treasury-Wallet von Linea ist ein entscheidender Meilenstein für das Projekt und das Layer-2-Ökosystem insgesamt. Da sich die Hinweise auf massive Token-Abflüsse während einer Phase gemeinschaftlicher Erwartungshaltung mehren, steht Linea nun unter Druck, die Probleme offen zu kommunizieren. Ohne verbesserte Transparenz könnte das Vertrauen des Einzelhandels in L2-Token in der Branche weiter schwinden.