
Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, erklärte am Dienstag in einer Rede an der Brookings Institution, dass der Zinssenkungspfad möglicherweise höher verlaufen werde als erwartet. Er betonte, dass die Inflationsdaten weiterhin steigen und der Arbeitsmarkt nach wie vor zu angespannt sei, sodass weitere Zinserhöhungen erforderlich seien, um das Inflationsziel von 2 % zu erreichen. Powells restriktive Äußerungen verstärkten die Erwartungen auf Zinserhöhungen im nächsten Jahr, woraufhin der Bitcoin-Kurs um 5,4 % auf unter 17.000 US-Dollar fiel.
Powells Rede löste Spekulationen über die Stärke der Zinserhöhung der Fed im Dezember aus. Analysten meinen, Powells Formulierung sei entschlossen und restriktiv, was auf eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte im Dezember hindeute. Dies werde risikoreiche Anlagen belasten und Kryptowährungen könnten noch stärkerem Verkaufsdruck ausgesetzt sein. Gleichzeitig stieg der US-Dollar-Index, was den Druck auf die Flucht in sichere Häfen weiter erhöhte. Die Sorgen der Anleger über eine globale Rezession verstärken sich, weshalb in den kommenden Wochen mit einer weiter steigenden Volatilität des Kryptomarktes zu rechnen ist.
Die japanische Regierung arbeitet an einer Anpassung der Besteuerung von Gewinnen aus Kryptowährungstransaktionen. Unabhängig von der Höhe der Transaktion soll eine einheitliche Einkommensteuer von 20 % erhoben werden, sodass Kryptos denselben Status wie Aktien und Investmentfonds erhalten. Ziel ist es, die Steuerlast für Anleger zu senken und den inländischen Handelsmarkt zu beleben.
Derzeit werden Krypto-Gewinne in Japan als Gesamteinkommen besteuert, das mit Löhnen und anderen Einkünften zusammengelegt wird. Je nach Gesamteinkommen gilt ein progressiver Steuersatz von bis zu 55 %. Die neue Regelung sieht eine getrennte Besteuerung vor, sodass Krypto-Gewinne nicht mehr mit anderen Einkünften verrechnet werden.
Analysten betonen, dass diese Maßnahme dem japanischen Kryptomarkt neue Impulse geben wird. Die einheitliche Besteuerung mit 20 % wird mehr Anleger anziehen und die Handelsaktivität fördern. Gleichzeitig wird sie Innovation bei Krypto-Produkten und -Dienstleistungen vorantreiben und der Branche neuen Schwung verleihen. Es gibt jedoch auch Stimmen, die argumentieren, dass zu niedrige Steuersätze spekulative Risiken erhöhen könnten und durch entsprechende Regulierung flankiert werden müssen.
Die Securities and Futures Commission Hongkongs (SFC) hat den ersten auf Stablecoins bezogenen Fonds, den “Yingfu Stablecoin Fund”, für die Börsennotierung genehmigt. Der Fonds wurde von der Yingfu Fund Management Company aufgelegt. Es ist das erste Mal, dass Hongkong einen Publikumsfonds mit Stablecoin-Bezug genehmigt.
Der Fonds investiert hauptsächlich in von Regulierungsbehörden anerkannte Stablecoins, die bei regulierten Verwahrstellen hinterlegt werden. Ziel des Fonds ist es, die Differenz zwischen Nettoinventarwert je Anteil und dem US-Dollar möglichst gering zu halten.
Analysten sehen die Genehmigung als Zeichen dafür, dass Hongkong Stablecoins offiziell in den Regulierungsrahmen aufnimmt, was die Entwicklung Hongkongs zu einem Zentrum für virtuelle Vermögenswerte fördert. Gleichzeitig zeigt es das Vertrauen der Aufsichtsbehörden in das Entwicklungspotenzial von Stablecoins. In Zukunft könnten weitere Stablecoin-Produkte in Hongkong gelistet werden und Anlegern diversifizierte Anlagechancen bieten.
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) haben kürzlich einen gemeinsamen Bericht veröffentlicht, in dem sie die EU zur Stärkung der Regulierung von Krypto-Assets aufrufen. Der Bericht betont, dass die rasante Entwicklung des Kryptomarktes neue Risiken mit sich bringt und der bestehende Regulierungsrahmen nicht mehr ausreicht.
Der Bericht empfiehlt der EU, einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Krypto-Assets zu schaffen, die Zuständigkeiten der Aufsichtsbehörden klar zu definieren und die Zusammenarbeit bei der grenzüberschreitenden Regulierung zu verstärken. Auch die Aufsicht über Stablecoins müsse verschärft werden, um deren Auswirkungen auf das traditionelle Finanzsystem zu begrenzen.
Analysten sehen die zersplitterte und unkoordinierte Regulierung als Hemmschuh für die Entwicklung der Branche. Ein einheitlicher EU-Rahmen würde das Wachstum des europäischen Kryptomarktes fördern, die Transparenz erhöhen und die Rechte der Anleger schützen. Übermäßige Regulierung könnte jedoch Innovationen bremsen, weshalb ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Entwicklung gefunden werden muss.
Der kalifornische öffentliche Pensionsfonds (CalPERS) gab bekannt, über Drittparteien in Kryptowährungen und digitale Assets investiert zu haben. Es ist das erste Mal, dass der größte US-Publikums-Pensionsfonds öffentlich Krypto-Investments einräumt.
CalPERS erklärt, dass die indirekte Krypto-Investition über Partnerfonds der Diversifizierung des Portfolios und der Nutzung von Ertragspotenzialen neuer Branchen dient. Details zu Investitionssumme und Assettypen wurden nicht veröffentlicht.
Analysten betonen, dass dies die wachsende Akzeptanz von Krypto-Assets bei institutionellen Investoren widerspiegelt. Als einer der größten Pensionsfonds der Welt könnte CalPERS viele weitere Institutionen zum Eintritt in den Krypto-Markt bewegen. Gleichzeitig verdeutlicht dies den dringenden Bedarf an Regulierung zum Schutz institutioneller Investoren.
Am 1. Dezember fiel der Bitcoin-Preis kurzzeitig unter die Marke von 88.000 US-Dollar und erreichte ein Tagestief von 86.317 US-Dollar. Analysten führen den Rückgang auf Zinserhöhungssignale des japanischen Zentralbankchefs Kazuo Ueda zurück, die zu Kursverlusten an den Aktienmärkten im asiatisch-pazifischen Raum führten. Gleichzeitig erklärte Trump, dass die Wahl des Fed-Chefs abgeschlossen sei, was die Unsicherheit über die US-Zinspolitik verstärkte.
Der starke Preisrückgang löste Panik bei Anlegern aus. Laut Crypto Fear & Greed Index herrscht aktuell “extreme Angst” am Markt. Auch die Handelsvolumina zeigen, dass in den letzten 24 Stunden viel Kapital abgezogen wurde. Analysten sehen kurzfristig starke Abwärtsdynamik bei Bitcoin und beobachten, ob die Spanne zwischen 88.600 und 89.000 US-Dollar als Unterstützung hält. Sollte das nicht gelingen, sind weitere Rückgänge möglich.
Andererseits zeigen sich einige Analysten mittelfristig optimistisch für Bitcoin. Sie verweisen auf nachlassende US-Inflationsdaten und eine mögliche Wende der Fed zu einer lockeren Geldpolitik, was eine Erholung des Bitcoin-Kurses begünstigen könnte. Voraussetzung dafür ist jedoch eine weitere Klärung des makroökonomischen Umfelds. Insgesamt steht Bitcoin kurzfristig unter Druck, Anleger sollten vorsichtig bleiben und Fundamentaldaten sowie politische Entwicklungen eng verfolgen.
Auch der Ethereum-Kurs fiel am 1. Dezember deutlich, das Tagestief lag bei rund 2.800 US-Dollar. Parallel dazu wurde das DeFi-Ökosystem schwer getroffen, viele führende DeFi-Token verzeichneten deutliche Verluste.
Analysten führen den Absturz vor allem auf das verschlechterte makroökonomische Umfeld zurück. Zinserhöhungssignale aus Japan und die Unsicherheit über die US-Notenbankpolitik belasteten risikobehaftete Anlagen. Zudem wurde das DeFi-Protokoll Yearn Opfer eines Hackerangriffs, bei dem Werte von rund 3 Millionen US-Dollar entwendet wurden, was das Vertrauen der Anleger weiter schwächte.
Der Preissturz führte zu einem Rückgang der DeFi-Handelsaktivität und des Total Value Locked (TVL). In den letzten 24 Stunden sank das DeFi-TVL um rund 3 %. Analysten erklären, dass das DeFi-Ökosystem stark von Ethereum abhängt und Preisschwankungen bei ETH eine Kettenreaktion auslösen.
Langfristig zeigen sich jedoch einige Analysten optimistisch für DeFi. Die Weiterentwicklung des Ethereum-Netzwerks könnte dem DeFi-Sektor künftig bessere Rahmenbedingungen bieten. Auch klarere Regulierung dürfte die Attraktivität für institutionelle Investoren steigern.
Im Gegensatz zu den Leitwährungen zeigte der Altcoin-Markt am 1. Dezember eine differenzierte Entwicklung. Einige beliebte Altcoins legten entgegen dem Markttrend stark zu, während andere deutlich fielen.
Daten zeigen, dass beliebte Meme-Token wie MemeCore und SoSoValue in den letzten 24 Stunden um 7,15 % bzw. 8,43 % gestiegen sind. Analysten führen dies auf spekulative Aktivitäten zurück, es fehle an fundamentaler Unterstützung.
Gleichzeitig verzeichneten Datenschutz-Coins wie Zcash deutliche Verluste. Analysten warnen, dass Zcash in den kommenden Wochen weiter auf die 200-US-Dollar-Marke abrutschen könnte. Der Preisrückgang bei Privacy-Coins hängt vermutlich mit zunehmendem regulatorischen Druck zusammen.
Insgesamt spiegelt die unterschiedliche Entwicklung am Altcoin-Markt die Komplexität der Anlegerstimmung wider. Vor dem Hintergrund eines verschlechterten makroökonomischen Umfelds flüchten einige Anleger in als “sicheren Hafen” geltende Meme-Coins, während andere Privacy-Coins mit Vorsicht betrachten. Analysten weisen darauf hin, dass die hohe Volatilität am Altcoin-Markt mit entsprechend hohem Risiko einhergeht und Anleger umsichtig agieren sollten.
Sui Network ist eine neue Layer-1-Blockchain, entwickelt von einem Team ehemaliger Diem-Ingenieure. Sie nutzt die Programmiersprache Move und eine neuartige Ausführungs-Engine, um hohe Durchsatzraten, niedrige Latenzzeiten und hohe Kombinierbarkeit zu bieten.
Am 27. April wurde das Sui-Mainnet offiziell gestartet. Seitdem wächst das Sui-Ökosystem rasant, mehrere DeFi-, NFT- und GameFi-Projekte sind bereits gestartet. Die erste dezentrale Börse auf Sui, Clover, zog zahlreiche Nutzer und Liquidität an. Außerdem wurde die SuiPlay-Plattform für Spieleentwickler eingeführt.
Sui bringt dem Move-Ökosystem neuen Schwung. Move gilt als nächste Generation der Smart-Contract-Sprachen und bietet innovative Designs wie das Ressourcenmodell. Der Mainnet-Launch von Sui dürfte mehr Projekte zur Nutzung von Move motivieren und damit die Weiterentwicklung des Ökosystems fördern.
Branchenanalysten sehen im Sui-Mainnet-Start einen Meilenstein für Move. In Zukunft stehen Herausforderungen wie Ökosystemaufbau und Nutzerwachstum an. Kann Sui die Vorteile der Move-Sprache voll ausschöpfen, hat es das Potenzial, ein starker Wettbewerber unter den Smart-Contract-Plattformen der nächsten Generation zu werden.
Aptos ist eine Layer-1-Blockchain auf Basis der Move-Sprache, gegründet von ehemaligen Meta-Mitarbeitern. Dank exzellenter Performance gilt Aptos als Infrastruktur für das Metaverse und die Web3-Ära.
Kürzlich verzeichnete das NFT-Handelsvolumen im Aptos-Ökosystem ein explosionsartiges Wachstum. Im November lag das NFT-Handelsvolumen bei über 150 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von mehr als 400 % gegenüber dem Vormonat. Das beliebteste NFT-Projekt auf Aptos, Topaz, erzielte einen Gesamtumsatz von über 100 Millionen US-Dollar.
Das starke Wachstum ist vor allem auf die hohe Leistungsfähigkeit und niedrigen Transaktionsgebühren zurückzuführen. Im Vergleich zu Ethereum bietet Aptos schnellere und günstigere Transaktionen, was das Handelserlebnis verbessert. Zudem entwickelt sich das Aptos-Ökosystem rasant, es entstehen zahlreiche NFT-Marktplätze und Spieleprojekte.
Analysten schätzen, dass Aptos zu einer wichtigen Infrastruktur für NFTs und das Metaverse werden kann. Um sich als führende Plattform zu etablieren, muss Aptos jedoch weiterhin die Performance verbessern und neue Anwendungsfälle fördern.
Gensyn ist eine auf Web3 basierende verteilte Computing-Plattform, die KI- und Blockchain-Technologie kombiniert, um Nutzern effiziente, sichere und datenschutzfreundliche Rechendienste zu bieten.
Kürzlich schloss Gensyn seine erste Finanzierungsrunde ab und startete ein Testnetzwerk. Nutzer können dort durch das Staken von Token Rechenressourcen erhalten und Aufgaben an globale Nodes verteilen. Gensyn setzt auf Privacy Computing, sodass die Nutzerdaten während der Berechnung geschützt bleiben.
Gensyn könnte die Dezentralisierung und Demokratisierung von KI-Computing vorantreiben. Herkömmliche KI-Plattformen leiden unter Datenschutzproblemen und Rechenmonopolen. Gensyn bietet dank Blockchain und Privacy-Tech eine sichere, effiziente und faire Alternative.
Branchenanalysten sehen in Gensyn einen Vorreiter für die Verschmelzung von KI und Web3. Um die Demokratisierung von KI-Computing zu verwirklichen, muss Gensyn seine Node-Netzwerke weiter ausbauen, die Algorithmen optimieren und mehr Anwendungsfälle schaffen.
Hyperbolic ist eine Distributed-Computing-Plattform auf Basis von Solana, die mit Blockchain-Technologie eine leistungsfähige, sichere und skalierbare Infrastruktur schaffen will.
Kürzlich startete Hyperbolic seine erste Anwendung “Hyperbolic Compute” für verteilte Rechendienste. Nutzer können dort Aufgaben einstellen, die auf globale Nodes verteilt und mit GPU-Beschleunigung berechnet werden.
Hyperbolic nutzt innovative Anreizmechanismen, um durch Token-Belohnungen mehr Nodes zu gewinnen. Gleichzeitig kommen Trusted Execution Environments und andere Technologien zum Einsatz, um Datenschutz und Sicherheit zu gewährleisten.
Analysten sehen in Hyperbolic einen zukunftsweisenden Ansatz für Blockchain Computing. Im Vergleich zur klassischen Cloud bietet Hyperbolic höhere Leistung, niedrigere Kosten und besseren Datenschutz. Um sich als Basis-Infrastruktur zu etablieren, muss die Technologie weiter optimiert und das Anwendungsspektrum ausgebaut werden.
Schelling AI ist ein innovatives Unternehmen, das KI und Web3 kombiniert und mit Blockchain-Technologie ein dezentrales KI-Ökosystem schaffen will.
Kürzlich brachte Schelling AI seine erste Anwendung “Schelling Compute” auf den Markt, die verteilte KI-Rechendienste ermöglicht. Nutzer können dort KI-Modelle und Datensätze einstellen, die Aufgaben werden mit GPU-Beschleunigung global verteilt berechnet.
Schelling Compute nutzt innovative Anreizmechanismen, um über Token-Belohnungen mehr Nodes zu gewinnen. Zudem kommen Privacy Computing und andere Technologien zum Einsatz, um die Privatsphäre und Sicherheit im Berechnungsprozess zu gewährleisten.
Analysten sehen in Schelling AI einen Vorreiter für die Verbindung von KI und Web3. Im Vergleich zu traditionellen KI-Plattformen bietet Schelling AI besseren Datenschutz, höhere Sicherheit und stärkere Skalierbarkeit. Um sich als Infrastruktur für KI-Computing zu etablieren, muss Schelling AI die Technologie weiter verbessern und neue Anwendungsfälle entwickeln.
Die US-Wirtschaft hat im Jahr 2025 ein herausforderndes Jahr erlebt. Trotz relativ starker BIP-Wachstumsraten in der ersten Jahreshälfte blieb die Inflationsrate hoch und belastete Verbraucher und Unternehmen stark. Nach aktuellen Zahlen stieg der Kern-PCE-Preisindex (PCE) im November gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % und lag damit über den Erwartungen – der Inflationsdruck ist noch nicht überwunden.
Auf der FOMC-Sitzung (FOMC) im November beschloss die Fed eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte und hob die Zielspanne für den Leitzins auf 4,75 % bis 5 % an. Es war die achte Zinserhöhung in Folge, das Tempo verlangsamte sich aber. Fed-Chef Powell erklärte auf der Pressekonferenz, die Inflationsdaten seien “enttäuschend”, aber die wirtschaftliche Aktivität verlangsame sich moderat und auch der Arbeitsmarkt kühle ab – das schaffe Voraussetzungen für einen Rückgang der Inflation.
Die Märkte reagierten verhalten auf die Entscheidungen der Fed. Anleger erwarten, dass die Fed mit nachlassendem Inflationsdruck den Zinserhöhungszyklus in der ersten Hälfte 2026 beenden wird. Allerdings könnten hohe Inflation und eine straffe Geldpolitik die Wirtschaft weiter belasten.
Jan Hatley, Chefökonomin von Goldman Sachs, erklärt: “Auch wenn die Fed das Tempo der Zinserhöhungen verlangsamt, könnte der Prozess der Inflationssenkung langsamer und holpriger verlaufen als erwartet. Es kann einige Zeit dauern, bis sich die Erwartungen von Unternehmen und Verbrauchern anpassen, was das Erreichen des 2-%-Inflationsziels der Fed verzögern dürfte.”
Nach einer Phase der Schwäche im Jahr 2025 zeigen sich Ende des Jahres erste Anzeichen einer Erholung der chinesischen Wirtschaft. Im November lag der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe bei 51,8 und damit den dritten Monat in Folge im expansiven Bereich – ein Zeichen für eine anhaltende Belebung der Industrie.
Um dem Abschwung entgegenzuwirken, hat die chinesische Regierung verschiedene Maßnahmen ergriffen, darunter Steuererleichterungen, verstärkte Infrastrukturinvestitionen und stärkere finanzielle Unterstützung für die Realwirtschaft. Auf der Zentralen Wirtschaftskonferenz im Dezember wurde für 2026 eine “umfassende Vertiefung von Reform und Öffnung” sowie “Kontinuität der makroökonomischen Politik” angekündigt.
Marktbeobachter erwarten, dass die wirtschaftliche Erholung Chinas 2026 an Tempo gewinnen wird. Hao Xuzhao, Chefökonom bei CICC, sagt: “Mit dem allmählichen Abklingen der Pandemie dürfte der private Konsum weiter zulegen, auch die Industrieinvestitionen werden sich stabilisieren und wieder anziehen. Infrastrukturinvestitionen und Exporte dürften dank politischer Unterstützung auf hohem Niveau bleiben. Wir erwarten ein BIP-Wachstum von rund 6 % für China im Jahr 2026.”
Einige Analysten warnen jedoch, dass die Abwärtsrisiken für Chinas Wirtschaft nicht vollständig gebannt sind. Zhenhua Su, Ökonom bei Goldman Sachs Asia, verweist auf die anhaltende Schwäche am Immobilienmarkt, hohe lokale Staatsschulden und die Alterung der Bevölkerung als Faktoren, die das mittelfristige Wachstumspotenzial Chinas weiterhin begrenzen.
Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Inflation hat die Europäische Zentralbank 2025 zu einer restriktiveren Geldpolitik gegriffen. Am 15. Dezember erhöhte die EZB die drei wichtigsten Leitzinsen um 50 Basispunkte – die fünfte Zinserhöhung in Folge und der größte Zinsschritt seit 2011.
EZB-Präsidentin Lagarde betonte auf der Pressekonferenz, dass trotz negativer Folgen für die Konjunktur die Eindämmung der Inflation oberste Priorität habe. Sie unterstrich, dass die EZB den Zinsanhebungskurs bis zur Rückkehr der Inflationsrate auf das 2-%-Ziel fortsetzen werde.
Die Märkte reagierten unterschiedlich auf die EZB-Entscheidung. Einige Analysten sind der Meinung, dass die aggressive Zinspolitik das Rezessionsrisiko in der Eurozone steigert. David Fuchs, Chefökonom für die Eurozone bei der Deutschen Bank, sagt: “Trotz hoher Inflation könnte das harte Vorgehen der EZB zu einer harten Landung der Wirtschaft führen.”
Andere Analysten begrüßen das entschlossene Vorgehen der EZB, da es hilft, Inflationserwartungen zu verankern. George Saravos, Europa-Ökonom bei Goldman Sachs, erklärt: “Das Rezessionsrisiko ist zwar gestiegen, aber die straffe Geldpolitik der EZB hilft, die Inflationserwartungen zu stabilisieren und so die Grundlage für einen Aufschwung in den kommenden Jahren zu legen.”
Der US-Senat hat kürzlich ein umfassendes Gesetz zur Regulierung von Kryptowährungen verabschiedet. Das von den Senatoren Lummis und Gillibrand eingebrachte Gesetz soll einen vollständigen Regulierungsrahmen für die Kryptoindustrie schaffen.
Die wichtigsten Inhalte sind: Kryptowährungen unterliegen der Aufsicht der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die auch die Spotmärkte reguliert; Krypto-Börsen und Stablecoin-Emittenten müssen eine bundesweite Lizenz erwerben; für Krypto-Mining werden Anforderungen an die Offenlegung des Energieverbrauchs festgelegt. Zudem regelt das Gesetz die steuerliche Behandlung von Krypto und enthält Vorgaben zum Verbraucherschutz und zur Bekämpfung von Geldwäsche.
Das Gesetz soll einheitliche Standards für die schnell wachsende Kryptoindustrie schaffen, die Transparenz erhöhen und den Anlegerschutz verbessern. Gleichzeitig bietet es Unternehmen einen klaren Rahmen für einen regelkonformen Betrieb.
Branchenvertreter begrüßen das Gesetz. Brian Armstrong, CEO von Coinbase, nennt es einen wichtigen Meilenstein, der der Branche dringend benötigte regulatorische Klarheit bringe. Experten warnen jedoch, dass das Gesetz die Compliance-Kosten erhöhen und Innovationen einschränken könnte.
( 2. Britische FCA veröffentlicht Entwurf für Regulierungsrahmen für Krypto-Assets
Die britische Finanzaufsichtsbehörde )FCA### hat kürzlich einen Entwurf für einen Regulierungsrahmen für Krypto-Assets veröffentlicht und bittet um Stellungnahmen. Ziel ist es, ein angemessenes und geeignetes Regulierungssystem für Krypto-Assets zu schaffen.
Der Entwurf sieht zahlreiche Maßnahmen vor: Krypto-Asset-Emittenten und Dienstleister müssen sich einer FCA-Prüfung unterziehen; es werden Standards für den Betrieb von Krypto-Börsen und Verwahrern definiert; die Anforderungen an Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung werden verschärft; Anleger sollen besser geschützt werden.
Die FCA betont, dass die schnelle Entwicklung des Kryptomarktes neue Risiken und Herausforderungen mit sich bringt, die einen geeigneten Regulierungsrahmen erfordern. Ziel ist die geordnete Entwicklung des Kryptomarktes, der Verbraucherschutz und die Stabilität des Finanzsystems.
Die Kryptobranche begrüßt die Maßnahmen. Der Leiter von Coinbase UK erklärt, angemessene Regulierung unterstütze langfristiges Wachstum der Branche. Einige Branchenvertreter fürchten jedoch, dass übermäßige Regulierung Innovation hemmen könnte.
Die Krypto-Kolumnistin der Financial Times hebt hervor, dass die britische Regulierung Auswirkungen auf die Politik anderer europäischer Länder haben wird. Der Entwurf wird daher erhebliche Auswirkungen auf die gesamte europäische Kryptoindustrie haben.
( 3. Singapurs Zentralbank veröffentlicht Leitfaden für digitale Token-Zahlungsdienste
Die Monetary Authority of Singapore )MAS### hat kürzlich einen Leitfaden für die Regulierung von Zahlungsdiensten mit digitalen Token veröffentlicht und die Auflagen für Anbieter solcher Dienste präzisiert.
Dem Leitfaden zufolge müssen alle Anbieter digitaler Token-Zahlungsdienste eine MAS-Lizenz erwerben und die Vorschriften zur Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung einhalten. Außerdem werden Anforderungen an Risikomanagement, technische Systeme und den Schutz von Kundengeldern gestellt.
Die MAS betont, dass Zahlungsdienste mit digitalen Token schnell wachsen und neue Chancen und Risiken für Verbraucher und Investoren bringen. Ziel des Leitfadens ist die geordnete Entwicklung der Branche, der Verbraucherschutz sowie die Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Singapurer Kryptounternehmen begrüßen die Maßnahmen. Kris Marszalek, CEO von Crypto.com, sagt, klare Regulierung fördere die Entwicklung der Branche und stärke das Vertrauen der Öffentlichkeit.
Es gibt jedoch auch Bedenken, dass zu strenge Regulierung Innovationen hemmen und Singapurs Wettbewerbsfähigkeit als globales Krypto-Hub beeinträchtigen könnte.
Experten betonen, dass Singapurs Regulierungsrichtung Auswirkungen auf die Krypto-Politik in ganz Südostasien haben wird. Der Leitfaden hat daher wichtige regionale Bedeutung.