Michael Saylor schlug kürzlich auf der Bitcoin-MENA-Konferenz einen Finanzreformplan für den Nahen Osten vor, mit dem Kernkonzept, ein “Null-Volatilitäts-High-Yield-Digitalbankkonto” zu schaffen, das von Bitcoin unterstützt wird, um weltweit großes Niedrigzinskapital anzuziehen. Er wies darauf hin, dass institutionelle Fonds in Japan, Europa, der Schweiz und anderen Regionen schon lange in einem niedrigen Zinsumfeld gefangen sind und keine nennenswerten Renditen erzielen, was eine Chance für Bitcoin ist, eine neue Art von Finanzinfrastruktur zu werden.
Anstatt Mittel aus der Krypto-Community anzuziehen, schlug Saylor ein Designziel vor, die globalen Märkte für Staatsanleihen und Unternehmensanleihen auf 20 bis 50 Billionen Dollar umzustrukturieren. Er betonte, dass aktuelle Anleger gezwungen sind, risikoreiche Kreditprodukte zu wählen, einfach weil traditionelle Bankkonten keine ausreichenden Renditen bieten können. Die von ihm vorgeschlagene Lösung ist, dass regulierte Banken digitale Konten mit 8 % Renditen eröffnen, die durch Bitcoin gedeckt sind, wodurch sie in der neuen Ära zu globalen Kapitalzentren werden.
Was spezifische Optionen betrifft, schlägt Saylor vor, eine ähnliche Struktur wie sein Unternehmen zu verfolgen: eine 80%ige Vermögenswerte, eine 20%ige Währungsallokation und 10%ige Reserven mit digitalem Kredit zu halten, um Volatilität auszugleichen. Auf diese Weise kann die Bank stetig eine Rendite von 8 % erzielen, ohne drastische Risiken einzugehen. Er betonte, dass die Struktur von den Aufsichtsbehörden genehmigt werden muss und Risiko, Liquidität und Renditen durch Anpassung des Reservenverhältnisses steuern kann, wodurch es ein “regulierbares und skalierbares neues Finanzprodukt” wird.
Er sagte, solange Länder wie Dubai, Abu Dhabi oder Bahrain die ersten sind, die Konten mit null Volatilität, regulatorischer Einhaltung und 400 Basispunkten über den risikofreien Zinsen eröffnen, werden sie automatisch zu globalen digitalen Bankzentren werden, die zig Billionen Dollar an vermögendem und institutionellem Kapital aus Europa, den USA und Japan anziehen. Saylor nennt es das “ultimative Finanzprodukt” mit einem Sharpe-Verhältnis, das theoretisch bis ins Unendliche zugänglich ist und eine Art “digitales Finanzlichtschwert” symbolisiert.
Gleichzeitig spiegelt sich Saylors Theorie direkt im tatsächlichen Betrieb von MicroStrategy wider. In der zuletzt offengelegten Transaktion kaufte das Unternehmen schnell 10.624 Bitcoins über Geldautomatenfinanzierung im Wert von fast 1 Milliarde US-Dollar zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 90.600 US-Dollar. Dies ist die zweitgrößte Akkumulation des Unternehmens in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 und zeigt erneut seine langfristige Strategie der “Aktie für Bitcoin”.
Insgesamt versucht Michael Saylors Konzept der “Bitcoin Bank” nicht nur, die Positionierung von Krypto-Vermögenswerten zu verändern, sondern auch eine neue globale Finanzordnung aufzubauen, indem Bitcoin als Kerninfrastruktur für hochintegres digitales Kapital behandelt wird.
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