Trump "Made in USA" verschoben! Trump Mobile 499 US-Dollar Goldhandy erneut verschoben

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川普Trump Mobile

Trump Mobile verschiebt das ursprünglich für Ende des Jahres geplante Goldtelefon „T1“ im Wert von 499 US-Dollar. Das Unternehmen hatte im Juni versprochen, in den USA zu produzieren, um Apple und Samsung entgegenzuwirken, doch Supply-Chain-Analysten bezweifeln die Machbarkeit. Ironischerweise fordert Trump, dass Apple in den USA produziert und droht mit einer Erhöhung der Zölle um 25 %, während das eigene Unternehmen seine Versprechen nicht einhalten kann.

Die realen Herausforderungen bei der US-Herstellung

Trump Mobile behauptete zunächst, der T1 werde im August auf den Markt kommen und „in den USA hergestellt“, wobei Vorbestellungen eine Anzahlung von 100 US-Dollar erfordern. Dieses Versprechen erscheint besonders ironisch vor dem Hintergrund, dass Trump Apple kritisierte, zu stark auf chinesische Hersteller angewiesen zu sein. Er fordert, dass Apple Geräte in den USA produziert und droht mit 25 % Zöllen, doch das eigene Unternehmen steckt in ähnlichen Lieferkettenproblemen.

Lieferketten-Analysten und Branchenexperten stellen die US-Herstellungsbehauptungen stark in Frage. Sie weisen darauf hin, dass angesichts der bestehenden Abhängigkeit der Smartphone-Lieferkette von Asien es nahezu unmöglich ist, ein Gerät für den Massenmarkt ausschließlich mit US-Komponenten herzustellen. Laut IDC werden derzeit weniger als 5 % der iPhone-Teile in den USA gefertigt. Diese Zahl offenbart eine bittere Realität: Selbst Tech-Giganten wie Apple können sich nicht von asiatischen Lieferketten lösen.

Angesichts der Zweifel zog Trump Mobile seine ursprünglichen Aussagen schnell zurück. Nach einigen Wochen änderte das Unternehmen seine Werbematerialien und ersetzte „in den USA hergestellt“ durch „in den USA eingeführt“. Dieses Wortspiel offenbart die große Kluft zwischen geschäftlichen Versprechen und technischer Realität. Das ursprünglich für August geplante Veröffentlichungsdatum wurde auf Ende des Jahres verschoben, doch auch dieses Versprechen wurde erneut nicht eingehalten.

Der Kundenservice von Trump Mobile schob die neueste Verzögerung auf den Regierungsstillstand und behauptete, das Gerät könne „höchstwahrscheinlich“ in diesem Monat nicht versendet werden. Diese Erklärung ist höchst fragwürdig. Der Regierungsstillstand betrifft vor allem Bundesbehörden und hat nur begrenzte Auswirkungen auf die Lieferketten und Produktionsplanung privater Unternehmen. Selbst wenn der Stillstand tatsächlich zu administrativen Verzögerungen führt, sollte ein Unternehmen, das behauptet, „die besten Talente der Branche“ zu beschäftigen, einen Notfallplan haben.

Noch wichtiger ist, dass Trump Mobile nie klar dargelegt hat, wie seine Lieferkette strukturiert ist. Wenn das Smartphone wirklich in den USA montiert wird, welche Komponenten werden benötigt? Woher stammen diese Teile? In welchem Bundesstaat befindet sich die Montagefabrik? Das Fehlen dieser grundlegenden Informationen macht das Versprechen „Made in USA“ eher zu einem Marketing-Gag als zu einer realen Planung.

Das Geheimnis um das Team und das Vertrauensproblem

Das Team hinter Trump Mobile bleibt seit der Präsentation im Hintergrund. Der Sohn des Präsidenten, Donald Trump Jr., und Eric Trump geben an, mit den „besten Talenten der Branche“ zusammenzuarbeiten, doch die Hintergründe der drei Top-Manager sind verwirrend.

Enthüllung der Kernteam-Hintergründe von Trump Mobile

Pat O’Brien (Kundenservice-Leiter)

· Präsident von Ensurety Ventures

· Betreiber einer Versicherungsgesellschaft in Missouri

· Verantwortlich für den Betrieb der Trump Mobile-Kundenhotline

· Keine Erfahrung in der Smartphone-Industrie

Eric Thomas (Geräteleiter)

· Inhaber eines Bauunternehmens in Utah

· Hintergrund in Immobilien

· Keine Erfahrung in der Entwicklung von Unterhaltungselektronik

· Verantwortlich für die Entwicklung des „Made in USA“-Smartphones

Don Hendricks (Geschäftsführer)

· Führungskraft bei Liberty Mobile Wireless

· Virtueller Netzbetreiber in Florida

· Frühere Tätigkeit in der Pager-Industrie

· Betriebszentrum befindet sich im Trump-Gebäude in Miami

Diese Teamzusammensetzung wirft erhebliche Zweifel auf. Der Geräteleiter ist Immobilienentwickler, der Kundenservice-Verantwortliche kommt aus der Versicherungsbranche, und der einzige Telekommunikations-Manager hat in der Pager-Industrie gearbeitet. Pager sind eine Kommunikationstechnologie aus den 1990er Jahren und unterscheiden sich grundlegend von der komplexen Lieferkette und Software-Ökosystem moderner Smartphones.

Noch verwirrender ist, dass Liberty Mobile Wireless ein wenig bekanntes Virtual Network Operator (MVNO) ist. MVNOs besitzen keine eigene Infrastruktur, sondern mieten Netzwerke anderer Telekommunikationsanbieter und verkaufen Dienste weiter. Dieses Geschäftsmodell unterscheidet sich grundlegend von der Herstellung von Smartphones von Grund auf. Wie Trump Mobile diese Kluft überbrückt, ist nie klar erklärt worden.

Die Financial Times versuchte, die drei Manager um Kommentare zu bitten, doch Trump Mobile, Thomas und O’Brien antworteten nicht, Hendricks war ebenfalls nicht erreichbar. Dieses Schweigen verstärkt die Zweifel an der Machbarkeit des Projekts.

Strategiewechsel beim Weiterverkauf gebrauchter Geräte

Angesichts der Schwierigkeiten bei der Eigenproduktion begann Trump Mobile, gebrauchte Geräte von Apple und Samsung zu verkaufen. Dieser Wandel offenbart den grundlegenden Widerspruch im Geschäftsmodell des Unternehmens. Einerseits kritisiert Trump Apple, weil es zu sehr auf China angewiesen sei und droht mit Zöllen; andererseits verkauft Trump Mobile auf seiner Website Produkte, die in China hergestellt wurden, als „amerikanische Feinde“.

Auf der Website wird das iPhone 15, das im Jahr 2023 veröffentlicht wurde, für 629 US-Dollar verkauft, wobei behauptet wird, es sei ein „gebrauchtes Gerät ohne überhöhte Preisschilder“. Das neue iPhone 16, das im letzten Jahr vorgestellt wurde, kostet direkt bei Apple nur 699 US-Dollar. Das gebrauchte iPhone 15 von Trump Mobile ist also nur 70 US-Dollar günstiger als das brandneue iPhone 16, was ziemlich ironisch ist.

Trump Mobile verkauft auch gebrauchte Samsung S24, die Anfang 2024 veröffentlicht wurden, für 459 US-Dollar, im Vergleich zu 489 US-Dollar für das gleiche Modell auf der Samsung-Website. Die 30-Dollar-Differenz ist kaum ein Wettbewerbsvorteil, zumal Verbraucher wahrscheinlich mehr Vertrauen in den offiziellen After-Sales-Service haben.

Dieses Geschäftsmodell ist im Wesentlichen MVNO plus Weiterverkauf gebrauchter Geräte und entfernt sich stark von der ursprünglichen Versprechung, „US-Hersteller von Smartphones, die Apple und Samsung herausfordern“. Zusammen mit einem monatlichen Tarif von 47,45 US-Dollar wirkt Trump Mobile eher wie ein White-Label-Telekommunikationsanbieter als ein innovatives Technologieunternehmen.

Das im Juni angekündigte T1-Gerät und die dazugehörigen Pläne gelten als eine der Geschäftsinitiativen der Trump-Familie, um den Wiedereinzug in das Weiße Haus zu nutzen. Doch vom schnellen Rückzug des US-Herstellungsversprechens, den wiederholten Verzögerungen bei der Veröffentlichung bis hin zum letztendlichen Verkauf gebrauchter Konkurrenzprodukte wirkt das gesamte Projekt eher wie ein gescheiterter Versuch, die politische Marke zu monetarisieren.

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