Ledger Kooperationspartner Global-e durch Hackerangriff Datenleck bei Nutzerdaten. Das Unternehmen betont die Sicherheit von Private Keys und Geldern, warnt jedoch Nutzer vor gezielten Phishing-Betrügereien.
Der bekannte französische Hersteller von Cold Wallets Ledger meldete gestern (1/5) erneut einen Sicherheitsvorfall. Der Blockchain-Detektiv ZachXBT enthüllte zuerst, dass Ledger’s Drittanbieter für Zahlungsabwicklung Global-e eine Datenpanne erlitten hat, bei der persönliche Daten einiger Nutzer unbefugt durch Unbekannte Zugriff erhielten.
Bildquelle: X Blockchain-Detektiv ZachXBT enthüllt, dass Ledger’s Drittanbieter für Zahlungsabwicklung Global-e eine Datenpanne erlitten hat, bei der persönliche Daten einiger Nutzer unbefugt durch Unbekannte Zugriff erhielten.
Ledger ist seit langem führend im Bereich Hardware-Wallets. Nutzer können ihre Kryptowährungs-Private-Keys offline speichern, was als sicherer gilt als Hot Wallets oder zentrale Börsen. Daher verfügt Ledger weltweit über eine große Basis an Einzelhandels- und Institutionenkunden. Jede Sicherheitslücke erregt große Aufmerksamkeit in der Krypto-Community.
Auf Bedenken der Öffentlichkeit reagierte Ledger offiziell und bestätigte, dass das Unternehmen von seinem Partner Global-e informiert wurde, dass unbefugter Zugriff auf Bestelldaten im System erfolgt sei.
Global-e ist der Merchant of Record für den grenzüberschreitenden Handel auf der Ledger-Website. In ihrer Cloud-Datenbank sind Informationen einiger Kunden gespeichert, die auf der Ledger-Website Produkte gekauft haben.
Ledger-Sprecher betonte, dass dieses Sicherheitsproblem nur die externen E-Commerce-Partner betrifft. Ledger’s eigene Plattform, Hardware oder Software sind nicht betroffen und bleiben sicher.
Da Ledger-Produkte auf Self-Custody setzen, kann Global-e keinen Zugriff auf die wichtigsten 24-Wörter-Mnemonics, Blockchain-Guthaben oder andere vertrauliche digitale Vermögenswerte erhalten. Zudem betrifft das Ereignis keine Kreditkarteninformationen.
Weiterführende Literatur:
Discord: 70.000 Nutzer könnten Personalausweis- und Kreditkartendaten im Umlauf sein, Betroffene wurden bereits informiert
Der Vorfall, bei dem Nutzerinformationen durch einen Partner offengelegt wurden, lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf die frühere Kontroverse um Ledger.
Rückblick auf 2020: Ledger erlebte einen schweren Datenleck, bei dem Hacker erfolgreich in die Marketing- und E-Commerce-Datenbanken des Unternehmens eindrangen, was dazu führte, dass die persönlichen Daten von über 270.000 Nutzern in den Hacker-Foren RaidForums veröffentlicht wurden.
Die veröffentlichten Daten waren sehr detailliert, einschließlich Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und teilweise sogar Wohnadresse der Nutzer, was große Besorgnis und Unmut bei den Nutzern auslöste. Viele Betroffene wurden anschließend mit Phishing-Mails attackiert und belästigt.
Bildquelle: Ledger 2020 großes Datenleck, CEO schrieb öffentlichen Brief an die Nutzer
Obwohl Ledger damals eine Bitcoin-Belohnung für Hinweise auf die Angreifer aussetzte, kam es dennoch zu Sammelklagen, bei denen die Kläger Ledger und den damaligen E-Commerce-Partner Shopify vorwarfen, unzureichenden Schutz der Nutzerdaten zu bieten, wodurch die Nutzer Risiken ausgesetzt waren.
Ob die aktuelle Global-e-Incident bei Ledger das Ausmaß von 2020 erreicht, ist noch unklar. Es wird jedoch zweifellos die Diskussion darüber neu entfacht, wie Krypto-Unternehmen und ihre Drittanbieter mit Nutzerdaten umgehen.
Für Hardware-Wallet-Hersteller, die Sicherheit als Kernkompetenz sehen, kann jeder Datenverlust das Vertrauen der Nutzer erheblich beeinträchtigen.
Sicherheitsexperten warnen, dass, obwohl die Gelder auf Ledger-Wallets sicher sind, die durch den Datenleck offengelegten Namen und Kontaktinformationen für gezielte Social-Engineering-Phishing-Angriffe genutzt werden könnten. Nutzer sollten in den kommenden Tagen besonders vorsichtig sein bei verdächtigen Nachrichten, die die Herausgabe von Mnemonics oder Autorisierungen verlangen.
Weiterführende Literatur:
Nur Kopieren und Einfügen, und die Mnemonics werden gestohlen! Erklärung der Sicherheitsrisiken bei Zwischenablage-Diebstahl: Wie kann man sich schützen?