Der Oberste Gerichtshof der USA wird voraussichtlich am 9. Januar eine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der globalen Zölle von Trump treffen, was Auswirkungen auf 200 Milliarden US-Dollar an Steuereinnahmen und die Grenzen der Exekutivbefugnisse des US-Präsidenten haben könnte.
(Vorheriger Kontext: Wechsel an der Federal Reserve im Jahr 2026: Das Ende der Ära Powell, US-Zinsen könnten „bis zum Ende gesenkt werden“)
(Hintergrund: Trump hält eine Rede zur nationalen Sicherheit, erwähnt keine Kryptowährungen oder Blockchain, sondern spricht nur von „Finanzinnovation“)
Laut internationalen Medien wird der Oberste Gerichtshof der USA voraussichtlich am Freitag, dem 9. Januar, das endgültige Urteil über die „globale Äquivalenzzoll“-Politik der Trump-Regierung verkünden. Diese Politik hat seit April 2025 unter Berufung auf den (International Emergency Economic Powers Act) (IEEPA) Zölle zwischen 10% und 40% erhoben und dadurch mehr als 200 Milliarden US-Dollar an Bundesfinanzen eingebracht.
Ein untergeordneter Gerichtshof befand jedoch, dass dieses Vorgehen illegal sei, und der Fall wurde zur Entscheidung an den Obersten Gerichtshof weitergeleitet. Marktteilnehmer und Lieferkettenbeteiligte halten den Atem an, da das Urteil über die Steuer- und Zollpolitik entscheiden wird und möglicherweise die Notstandsbefugnisse des Präsidenten im Handel neu definieren könnte.
Derzeit gibt es drei am meisten diskutierte Szenarien:
Laut Polymarket-Daten schätzt der Markt die Wahrscheinlichkeit, dass das Oberste Gericht zugunsten Trumps entscheidet, auf über 75%; selbst im Falle einer illegalen Entscheidung könnte die Exekutive weiterhin Druck ausüben, etwa durch andere rechtliche Grundlagen wie den „Section 301“. Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Hassett, erklärt:
„Selbst wenn Rückerstattungen erforderlich sind, ist der administrative Prozess so komplex, dass er kaum in einem Schritt abgeschlossen werden kann, was keine gesellschaftliche Unruhe verursachen wird.“
Wenn das Gericht tatsächlich entscheidet, dass die Politik verfassungswidrig ist, müsste die US-Regierung theoretisch 200 Milliarden US-Dollar zurückzahlen. Unternehmen könnten mit langwierigen Antrags- und Steueranerkennungsverfahren konfrontiert werden, und der Zeitpunkt der Kapitalrückführung ist schwer vorherzusagen.
Besorgniserregender ist jedoch die Frage der Gewaltenteilung: Zölle waren bisher immer eine Angelegenheit des Kongresses. Das Ergebnis dieses Falls könnte darüber entscheiden, ob die Exekutive ohne legislative Zustimmung im „Notstand“ große Änderungen an den Handelsbedingungen vornehmen darf.
Für die globale Lieferkette bedeutet dieses Urteil auch Auswirkungen auf Beschaffungskosten und die Produktionsstandorte. Unabhängig vom Ausgang hat die Trump-Regierung mehrfach signalisiert, die Zölle als Instrument beizubehalten, was darauf hindeutet, dass die internationalen Handelskonflikte im Jahr 2026 wahrscheinlich zur Normalität werden.