Um die AI-Welle zu reiten, scheut der führende Bitcoin-Mining-Konzern Riot Platforms (NYSE: RIOT) nicht davor zurück, „Kryptos zu verkaufen, um Liquidität zu generieren“. Ende letzten Jahres verkaufte das Unternehmen insgesamt 2.201 Bitcoin und erzielte dabei Einnahmen von etwa 200 Millionen US-Dollar. Laut Riot Platforms gab das Unternehmen im November und Dezember letzten Jahres jeweils 383 bzw. 1.818 Bitcoin ab, wodurch die gehaltenen Bestände auf 18.005 Bitcoin sanken. Der Verkauf von Bitcoin durch Miner kann aus verschiedenen Gründen erfolgen, darunter die Deckung von Betriebskosten, die Anpassung der Vermögensallokation oder Marktvolatilität. Allerdings weist Matthew Sigel, Leiter der Digital Asset Research bei VanEck, darauf hin, dass der Verkauf von Riot möglicherweise eng mit der Planung eines AI-Datenzentrums verbunden ist. Sigel analysiert, dass die Einnahmen aus dem Bitcoin-Verkauf Ende letzten Jahres „fast der gesamten Kapitalausgabe entsprechen, die das Unternehmen für den Bau des ersten AI-Datenzentrums in Corsicana, Texas (112MW core/shell), geplant hat“. Das Projekt soll im ersten Quartal 2027 fertiggestellt werden. Er fügt hinzu, dass die Kapitalbindung zwischen AI-Thematik und Bitcoin schnell zunimmt. Aufgrund der Verschärfung des traditionellen Kreditumfelds (Kredite) sind diese Miner, die ursprünglich „HODL“ betrieben haben, gezwungen, sich in den größten „Grenzverkäufer“ auf dem Markt zu verwandeln, um die kapitalintensiven AI-Projekte zu finanzieren. Dies ist sehr wahrscheinlich einer der Gründe, warum Bitcoin auch im Jahr 2025 weiterhin Druck ausgesetzt sein wird.