Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat kürzlich einen Brief zur Unterstützung von Roman Storm veröffentlicht, einem Entwickler von Tornado Cash, der im August wegen des Verdachts auf Geldwäsche mit illegalen Mitteln zu maximal 5 Jahren Haft verurteilt wurde. Storm wurde auf Kaution freigelassen, nachdem das Gericht festgestellt hatte, dass keine Fluchtgefahr besteht.
Buterin betonte, dass der Fall eher die Softwareentwicklung betrifft als direkte finanzielle Schäden, und sieht Sicherheitswerkzeuge wie Tornado Cash als notwendig zum Schutz persönlicher Daten an. Er gab an, Storms Software genutzt zu haben, um technische Werkzeuge zu erwerben und Menschenrechtsorganisationen zu unterstützen, ohne dass dies in den Datenbanken des Unternehmens oder der Regierung verzeichnet wurde.
Die Unterstützung für Storm beschränkt sich nicht nur auf Worte. Buterin spendete im Dezember 2024 50 ETH (~170.000 USD) an den Rechtshilfefonds von Storm. Die Ethereum Foundation stellte 500.000 USD bereit und kündigte an, weitere 750.000 USD von der Community zu unterstützen. Im Jahr 2025 wird der gesamte rechtliche Schutzfonds für Tornado Cash-Entwickler auf über 6,3 Millionen USD anwachsen.
Die Unterstützung für Storm erfolgt vor dem Hintergrund zunehmenden rechtlichen Drucks auf Sicherheitswerkzeuge. Tornado Cash-Mitbegründer Alexey Pertsev wurde 2024 vom niederländischen Gericht zu 64 Monaten Haft verurteilt. In den USA wurden die Gründer von Samourai Wallet ebenfalls zu 4–5 Jahren Haft verurteilt, weil sie mehr als 2 Milliarden USD illegaler Gelder gewaschen haben.
Lobbygruppen setzen sich für den Schutz von Programmierern ein. Im August 2025 haben über 110 Krypto-Organisationen dem US-Senat Briefe geschickt, in denen ein klarer Schutz für Softwareentwickler gefordert wird. Präsident Donald Trump äußerte ebenfalls die Möglichkeit, diese Fälle zu prüfen.