JPMorgan Chase-Analysten weisen darauf hin, dass nach einem Rekordzufluss von fast 130 Milliarden US-Dollar im Kryptowährungsmarkt im Jahr 2025, der auch die höchste Historie erreicht hat, das Kapital im Jahr 2026 weiterhin weiter wachsen kann. Doch die treibende Kraft hinter diesem Boom wird sich von Privatanlegern und Unternehmen auf „Institutionelle Investoren“ verschieben. Das Analystenteam unter der Leitung des Managing Directors Nikolaos Panigirtzoglou stellte in einem Bericht am Mittwoch fest, dass die Kapitalzuflüsse im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Drittel gestiegen sind. Für 2026 wird erwartet, dass mit einer weiteren Klarheit im regulatorischen Umfeld institutionelle Käufer den Markt wieder betreten und die treibende Kraft für eine neue Welle des Kapitalflusses werden. Die Analysten sagen, dass der Schlüssel für die Rückkehr institutioneller Gelder im Jahr 2026 in der Umsetzung weiterer Kryptowährungsregulierungen liegt, wobei insbesondere der „Clarity Act“ als wichtiger Katalysator gilt. JPMorgan ist der Ansicht, dass nach der Verabschiedung des Gesetzes eine neue Welle der institutionellen Akzeptanz ausgelöst wird, die gleichzeitig Investitionen in Kryptowährungen, M&A-Aktivitäten und IPOs anregen wird. Rückblickend auf das vergangene Jahr 2025 skizzierte JPMorgan anhand von ETF-Kapitalflüssen, CME-Futures-Daten, Venture-Capital-Finanzierungen und Unternehmenskäufen das Gesamtbild der Kapitalströme:
Der Bericht zeigt, dass im Jahr 2025 mehr als die Hälfte des Zuflusses (etwa 68 Milliarden US-Dollar) von Unternehmenskäufen stammte, wobei die Strategie etwa 23 Milliarden US-Dollar beitrug, was im Vergleich zu 2024 gleich blieb. Die Gesamtsumme der Käufe durch andere DAT-Unternehmen lag bei etwa 45 Milliarden US-Dollar, was ein explosionsartiges Wachstum im Vergleich zu den 8 Milliarden US-Dollar des Vorjahres darstellt. JPMorgan erwähnt, dass trotz der verbesserten regulatorischen Lage in den USA die Performance des Kryptowährungs-VC-Marktes im Jahr 2025 nicht den Erwartungen entsprach. Der Grund dafür ist, dass die ursprünglich für Start-up-Investitionen vorgesehenen Gelder stattdessen in DAT-Unternehmen flossen, die „sofortige Liquidität“ bieten, wobei viele Venture-Capital-Fonds direkt an Börsengängen von Bergbauunternehmen oder Krypto-Holdings beteiligt waren. Für die Zukunft prognostiziert JPMorgan, dass die Kapitalzuflüsse im Kryptowährungsmarkt im Jahr 2026 weiterhin wachsen werden, wobei die treibende Kraft wahrscheinlich von institutionellen Investoren ausgehen wird, nicht von Privatanlegern oder DAT-Unternehmen. JPMorgan-Analysten wiesen letzte Woche auch darauf hin, dass die Anzeichen für eine „De-Risking“-Phase im Kryptowährungsmarkt nachlassen, die Kapitalflüsse in ETFs und mehrere Indikatoren zeigen bereits Signale der Stabilisierung. Sie ergänzten: