Anhaltender Preisdruck und wetterbedingte Ausfälle verringerten die Mining-Leistung, was eine seltene und große Netzwerkangleichung erzwingt.
Das Bitcoin-Mining-Netzwerk durchlief am Wochenende eine große Neuausrichtung nach einem steilen Rückgang der Rechenleistung. Langsamere Blockproduktionen über mehrere Wochen zwangen das System zu einer seltenen und großen Anpassung. Experten nannten Marktdruck und wetterbedingte Störungen als Gründe für eine so große Bewegung.
Die Schwierigkeitsstufe beim Bitcoin-Mining sank am Samstag um 11,16% und fiel auf 125,86 Billionen bei Blockhöhe 935.424. Daten von Mempool zeigen, dass die Anpassung erfolgte, nachdem sich die durchschnittliche Blockzeit auf etwa 11,4 Minuten verlängert hatte, deutlich über dem Zielwert von 10 Minuten.
_Bildquelle: Mempool
Laut Bitcoin-Entwickler Mononaut stellt die Anpassung den größten Schwierigkeitsrückgang seit China im Juli 2021 Miner dazu zwang, den Betrieb einzustellen, dar. Wenige Anpassungen dieser Größenordnung sind jemals vorgekommen, was den Schritt zu den zehn größten Rückgängen in der Geschichte des Netzwerks macht.
Bitcoin hat gerade einen Rückgang der Schwierigkeitsstufe um 11,16% erlebt – die größte negative Anpassung seit dem China-Mining-Verbots-Crash im Juli 2021 und die 10. größte prozentuale negative Anpassung aller Zeiten. https://t.co/AVUGsv8mlB pic.twitter.com/Fauykg0d3l
— mononaut (@mononautical) 7. Februar 2026
Da viele Miner ihre Maschinen abschalteten, sank die Rechenleistung des Netzwerks, was dazu führte, dass Blöcke langsamer produziert wurden. Im vergangenen Monat verschwand etwa ein Fünftel der Mining-Leistung des Netzwerks, wobei ein Großteil dieses Verlusts in der letzten Woche auftrat.
Seit Chinas Mining-Verbot gab es nur sehr wenige große Schwierigkeitsrückgänge bei Bitcoin. Der bisher größte Vorfall ereignete sich im Juni 2025, als extreme Hitze viele Miner dazu zwang, den Betrieb zu reduzieren. Ein weiterer kleinerer Schwierigkeitsrückgang erfolgte Anfang Februar 2025.
Experten vermuten, dass die jüngste Preisschwäche weiterhin ein Faktor für den Rückgang der Hashrate ist. Bitcoin ist von seinem Höchststand im Oktober von über 126.000 US-Dollar um mehr als 45% gefallen.
Bitcoin-Preise gerieten unter Druck, da die Renditen von Staatsanleihen stiegen und Investoren Geld aus börsengehandelten Fonds abzogen. Zudem belastete die breitere Abkehr von Risikoanlagen die Nachfrage. Daten von SoSoValue zeigen, dass US-Spot-Bitcoin-ETFs im Jahr 2026 netto Verkäufer wurden.
Gleichzeitig traf ein Wintersturm in den Vereinigten Staaten einen großen Teil der Mining-Leistung offline. Zeitweise waren bis zu 40% der globalen Hashrate nicht verfügbar. Miner in mehreren Stromregionen reduzierten ihre Aktivitäten, um die Belastung der lokalen Netze zu verringern und die Stromversorgung der Haushalte zu schützen.
Im Gegensatz dazu bietet die niedrigere Schwierigkeitsstufe kurzfristige Erleichterung. Mit weniger Maschinen online haben die noch operierenden Miner weniger Konkurrenz und können bei stabilen Preisen mehr pro Recheneinheit verdienen.
Dennoch wird die OG-Münze bei etwa $69.475 gehandelt, und die Preischarts deuten auf anhaltende Schwäche sowohl auf kurzfristiger als auch auf langfristiger Ebene hin. Dieser Abwärtstrend signalisiert schwaches Marktvertrauen und begrenzt die Erleichterung, die Miner erwarten.
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