Nick, ein auf XRP fokussierter Marktexperte, argumentiert, dass die Token bereits für viele Kleinanleger außer Reichweite geraten — lange vor den beeindruckenden dreistelligen Kurszielen. In einem kürzlichen Video beschreibt der Moderator 1,43 US-Dollar für XRP nicht als günstig, sondern als eine Marke, bei der „ein großer Teil des Einzelhandels“ sich keine bedeutende Position mehr leisten kann.
Die zentrale Aussage ist klar: Während jeder noch ein paar Token kaufen kann, wird der Besitz großer Mengen — 10.000 XRP oder mehr — für den Durchschnittsmenschen unrealistisch und dürfte durch den Ausbau der institutionellen Infrastruktur rund um das XRP Ledger (XRPL) weiter erschwert werden.
Der Moderator stützt sich stark auf Daten aus der XRP-Top-Holder-Liste, um zu argumentieren, dass die aktuelle Akzeptanz sowohl früh ist als auch zugunsten kleinerer Inhaber skewed ist. Von etwa 7,59 Millionen aktivierten XRP-Konten halten mehr als 5 Millionen zwischen 0 und 500 XRP. Rund 6,46 Millionen Konten besitzen 1.000 XRP oder weniger.
Im Vergleich dazu halten nur 514.237 Wallets mehr als 5.000 XRP, und lediglich 330.189 Wallets besitzen 10.000 XRP oder mehr — eine Position, die bei aktuellen Kursen fast 15.000 US-Dollar kostet, so NCash.
„Die meisten Menschen haben keine 15.000 US-Dollar an frei verfügbaren Mitteln“, um in eine einzelne Krypto-Asset zu investieren, sagen sie, und argumentieren, dass für viele Retail-Investoren das Fenster, um eine „große“ XRP-Position aufzubauen, bereits schließt.
Aktualisierte Zahlen aus Anfang 2026 zeigen, dass die Gesamtzahl der Konten von etwa 6,1 Millionen ein Jahr zuvor auf über 7,6 Millionen gestiegen ist, doch „die meisten Konten halten weniger als 1.000 XRP“, was das Konzentrationsargument untermauert.
Im positiven Szenario ist der Analyst klar: Er erwartet, dass XRP im Laufe der Zeit auf 6, 10, 20, sogar 100 US-Dollar steigen wird, aber nicht hauptsächlich durch Exchange-Traded Funds. XRP-ETFs werden als „sehr erfolgreich“ beschrieben, mit über 1,1 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten und fast 800 Millionen XRP, die gebunden sind, doch der Moderator sieht sie nicht allein als Auslöser für eine große Angebotsknappheit.
Stattdessen verweisen sie auf eine Konvergenz: mehr Retail-Adoption, ETF-Akkumulation, Wachstum von XRP-basiertem DeFi und vor allem Banken sowie große Institutionen, die XRPL für reale Transaktionen nutzen, wie FX-Swaps, grenzüberschreitende Zahlungen, Gehaltszahlungen und Firmenkassen.
Der Moderator zitiert einen Bericht eines Ripple-Mitarbeiters über eine Vorstandssitzung mit mehr als 20 Bankmanagern, bei der die „Diskussion offiziell von warum zu wie“ bei digitalen Asset-Zahlungen und Tokenisierung gewechselt ist.
Er verweist auch auf Kommentare des ehemaligen Ripple-CTO David Schwartz, der sagte, dass Institutionen es bevorzugen, digitale Assets Off-Chain zu verwenden, und dass selbst Ripple „den XRP Ledger DEX für Zahlungen noch nicht nutzen kann“ wegen Compliance-Bedenken, aber neue Funktionen wie permissioned domains könnten dies ändern.
Laut Video sind permissioned domains jetzt live, und ein permissioned DEX ist etwa „9–10 Tage“ von der Aktivierung entfernt. Diese werden als „große Schlüssel-Enabler“ für den institutionellen Einsatz von XRPL gesehen, inklusive tokenisierter Fiat- und Real-World-Assets, die wiederum XRP als Gas benötigen.
Der Moderator verbindet dies mit einem breiteren Tokenisierungs-Trend und argumentiert, dass, wenn im Laufe der Zeit Trillionen an Vermögenswerten on-chain bewegt werden, die Nachfrage nach effizienten Abwicklungssystemen wie XRPL — und deren nativen Tokens — stark steigen könnte. In diesem Szenario könnten Retail-Investoren noch 1 XRP leisten, aber nicht mehr die 1.000–10.000 Einheiten, die viele jetzt anstreben.
Für Investoren ist die Botschaft zweischneidig. Einerseits wird XRP bei etwa 1,43 US-Dollar als früh in der Akzeptanzkurve präsentiert: Nur etwa 1,13 Millionen Konten halten mehr als 1.000 XRP, eine kleine Zahl im globalen Vergleich.
Andererseits deutet der Analyst an, dass die langfristigen Werttreiber sich entschieden von spekulativer Retail-Aktivität zu regulierten, institutionellen Flows verschieben, die durch neue XRPL-Funktionen ermöglicht werden.
Wenn sich diese These bewahrheitet, könnten sich die Preisdynamiken von XRP zunehmend denen von Infrastruktur-Assets angleichen, anstatt rein spekulativen Coins — mit tieferer Liquidität, aber auch höheren Grundkosten für bedeutende Exposure.
Der Zeitpunkt der institutionellen Adoption und wie schnell die neuen XRPL-Tools tatsächlich in großem Maßstab genutzt werden, bleibt ungewiss, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung in der XRP-Investmentdebatte.
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Wie viele XRP-Wallets halten mehr als 10.000 XRP? Laut den im Video zitierten Daten halten etwa 330.189 Wallets mehr als 10.000 XRP.
Vertraut der Analyst auf XRP-ETFs für einen Angebotsengpass? Nein. Er sieht ETFs als beitragend, aber die tatsächliche Angebotsknappheit wird durch institutionelle Nutzung von XRPL für Zahlungen, FX und Tokenisierung entstehen.
Welche neuen Features werden für die institutionelle Adoption hervorgehoben? Der Moderator nennt permissioned domains & einen kommenden permissioned DEX als wichtige Werkzeuge, um die on-chain Nutzung von XRP für große Institutionen regelkonform zu machen.
Glaubt der Analyst, dass Retail vollständig ausgeschlossen wird? Nein. Er argumentiert, dass Retail im Laufe der Zeit aus „großen“ Holdings herauspriziert wird, nicht aber aus dem Besitz von XRP insgesamt.
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