2026年 Investoren stehen vor der Frage nicht mehr „Ob man investieren soll“, sondern „Wie viel und mit welchen Instrumenten“. Bitcoin entwickelt sich vom Randasset der Kryptoindustrie zu einer neuen Anlageklasse, die für institutionelle Investoren attraktiv ist. Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag von ARK Invest, zusammengestellt, übersetzt und verfasst von Foresight News.
(Frühere Zusammenfassung: Der Aktienkurs von Bitmine ist um über 9 % gefallen, die weibliche Investment-Ikone Ark Invest hat bei Kursrückgängen über 270.000 Aktien nachgekauft und bleibt optimistisch bezüglich ETH-Reserven)
(Hintergrund: Exklusivinterview mit der „weiblichen Investment-Ikone“ Cathie Wood: Enthüllung der Anlagestrategie von Ark Invest im Bereich Kryptowährungen)
Inhaltsverzeichnis
2025 integriert sich Bitcoin zunehmend in das globale Finanzsystem. Die Einführung und Expansion von Spot-Bitcoin-ETFs, die Aufnahme digitaler Vermögenswerte in Mainstream-Aktienindizes sowie die fortschreitende Klarheit bei der Regulierung haben dazu geführt, dass Bitcoin vom Randasset der Kryptoindustrie zu einer neuen, für Institutionen attraktiven Anlageklasse aufgestiegen ist.
Wir sind der Ansicht, dass der zentrale Trend im aktuellen Zyklus darin besteht, Bitcoin von einer „optionalen“ neuen Währungstechnologie zu einer strategischen Anlage für immer mehr Investoren zu werden. Vier Haupttrends verstärken die Wertargumentation von Bitcoin:
Diese Trends werden im Folgenden näher erläutert.
Nach einer langen Phase der geldpolitischen Straffung verändern sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen: Das Quantitative Tightening (QT) der USA endete im Dezember letzten Jahres, die Zinssenkungsphase der Federal Reserve befindet sich noch in den Anfängen, und mehr als 10 Billionen US-Dollar an Low-Yield-Geldmarktfonds und festverzinslichen ETFs könnten bald in risikoreichere Anlagen umgeschichtet werden.
Klarheit bei der Regulierung bleibt eine Voraussetzung für die Akzeptanz durch Institutionen, zugleich aber auch ein potenzieller Katalysator. US-amerikanische und globale Gesetzgeber entwickeln Rahmenwerke, um die Regulierung digitaler Vermögenswerte, Verwahrung, Handel und Informationsoffenlegung zu klären und mehr Orientierung für institutionelle Investoren zu schaffen.
Beispielsweise wird im US-Gesetz „CLARITY“ die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Regulierung digitaler Waren übernehmen, die Securities and Exchange Commission (SEC) die Regulierung digitaler Wertpapiere. Dies könnte die regulatorische Unsicherheit für betroffene Unternehmen und Institutionen verringern. Das Gesetz bietet einen regulatorischen Rahmen für den gesamten Lebenszyklus digitaler Vermögenswerte und ermöglicht durch eine Standardisierung des „Reifegrad-Tests“, dass Token nach der Dezentralisierung von SEC- zu CFTC-Regulierung wechseln können. Zudem reduziert das duale Registrierungssystem für Broker die rechtlichen Vakuumbereiche, die Unternehmen dazu zwingen, ihre Geschäfte ins Ausland zu verlagern.
Die US-Regierung ergreift zudem auf mehreren Ebenen Maßnahmen speziell im Hinblick auf Bitcoin:
Die Skalierung von Spot-Bitcoin-ETFs hat die Angebots- und Nachfragestruktur am Markt grundlegend verändert. Bis 2025 haben US-Spot-Bitcoin-ETFs und digitale Vermögensreserven (DAT) die Menge an Bitcoin, die durch neu geschaffene und ruhende Coins wieder in Umlauf gebracht wird, um das 1,2-fache übertroffen. Bis Ende 2025 halten ETFs und DAT zusammen mehr als 12 % der gesamten im Umlauf befindlichen Bitcoin.
Obwohl die Nachfrage das Angebot übertrifft, ist der Bitcoin-Preis dennoch gefallen, vor allem durch externe Faktoren: die groß angelegte Liquidation im Oktober 2022, Sorgen um das Erreichen des Höchststands im Vierjahreszyklus, sowie die Bedrohung durch Quantencomputing für die Kryptografie von Bitcoin.
Im vierten Quartal haben Morgan Stanley und Vanguard Bitcoin in ihre Investmentplattformen integriert:
Mit zunehmender Reife der ETFs werden diese immer mehr zu einer strukturellen Brücke zwischen Bitcoin-Markt und traditionellem Kapital.
Unternehmen setzen Bitcoin zunehmend ein, von frühen Pionieren zu einer breiteren Basis. Unternehmen wie Coinbase, Block und andere sind in den Indizes von S&P 500 und Nasdaq 100 aufgenommen, was eine indirekte Beteiligung an Bitcoin in Mainstream-Portfolios ermöglicht.
Strategy (ehemals MicroStrategy) ist mit einer großen Bitcoin-Reserve vertreten, die 3,5 % der gesamten Versorgung ausmacht. Bis Ende Januar 2026 halten verschiedene Bitcoin-DAT-Unternehmen zusammen über 1,1 Millionen BTC, was 5,7 % der Gesamtversorgung entspricht, im Wert von etwa 89,9 Milliarden US-Dollar, vor allem bei langfristigen Haltern.
2025, nach El Salvador, hat die Trump-Regierung durch beschlagnahmte Bitcoin eine strategische Bitcoin-Reserve (SBR) der USA aufgebaut. Derzeit hält diese Reserve etwa 325.437 BTC, was 1,6 % der Gesamtversorgung entspricht und einen Wert von 25,6 Milliarden US-Dollar hat.
In den letzten Jahren haben Gold und Bitcoin unterschiedlich auf makroökonomische Narrative reagiert, etwa auf Währungsabwertung, negative Realzinsen und geopolitische Risiken. 2025 stieg der Goldpreis um 64,7 %, getrieben von Inflation, Währungsabwertung und geopolitischen Sorgen, während Bitcoin um 6,2 % fiel, was eine deutliche Divergenz zeigt.
Dies ist jedoch kein Novum in der Geschichte:
Historisch betrachtet ist Bitcoin ein hoch Beta, digitaler „Gold“-ähnlicher Makro-Asset.
Die kumulative Kapitalzufuhr in ETFs zeigt, dass es für Bitcoin-Spot-ETFs weniger als zwei Jahre brauchte, um den Zeitraum zu durchlaufen, den Gold-ETFs in über 15 Jahren erreicht haben. Das deutet darauf hin, dass Finanzberater, Institutionen und Privatanleger Bitcoin zunehmend als Wertspeicher, Diversifikationsinstrument und neue Assetklasse anerkennen.
Es ist bemerkenswert, dass die Rendite-Korrelation zwischen Bitcoin und Gold im aktuellen Zyklus seit 2020 sehr niedrig ist. Gold könnte dennoch eine Vorläuferindikator für Bitcoin sein.
Obwohl Bitcoin eine hohe Volatilität aufweist, nehmen die Rückzüge ab. In früheren Zyklen lagen die Kursverluste vom Hoch zum Tief meist bei über 70–80 %. Im aktuellen Zyklus seit 2022 bis Februar 2026 ist der Rückgang vom Allzeithoch nie mehr als etwa 50 % gewesen (siehe Abbildung), was auf eine zunehmende Marktreife und höhere Liquidität hindeutet.
Daten von Glassnode zeigen, dass selbst die „schlechtesten“ Investoren, die zwischen 2020 und 2025 bei Hochpunkten jeweils 1000 USD investierten, bis Ende 2025 ihr Kapital auf etwa 9660 USD steigerten – eine Rendite von ca. 61 %. Bis Ende Januar 2026 sind es noch etwa 45 % Gewinn; selbst nach einer Korrektur Anfang Februar liegt die Rendite bei etwa 29 %.
Das Fazit ist klar: Seit 2020 ist die Halteperiode und das Management der Positionen wichtiger als Timing.
Bis 2026 ist die zentrale Erzählung bei Bitcoin nicht mehr „Ob es überlebt“, sondern „Welche Rolle es im diversifizierten Portfolio spielt“. Bitcoin ist:
Langfristige Akteure wie ETFs, Unternehmensreserven und souveräne Institutionen haben bereits große Mengen an Bitcoin akkumuliert. Die Weiterentwicklung von Regulierung und Infrastruktur öffnet weitere Zugangswege. Historische Daten zeigen, dass Bitcoin eine geringe Korrelation zu Gold und anderen Assets aufweist. Zusammen mit sinkender Volatilität und Rückzugstendenzen in diesem Zyklus kann eine Allokation in Bitcoin das Risiko-Rendite-Profil eines Portfolios verbessern.
Wir sind überzeugt: Bis 2026 wird die Frage für Investoren nicht mehr sein „Ob, sondern wie viel“ und „Mit welchen Instrumenten“.