Bitcoin wird momentan bei etwa 68.000 $ gehandelt, doch eine im Umlauf befindliche CryptoQuant-Grafik setzt eine deutlich niedrigere Zahl auf den Tisch: 39.000 $. Die Logik stammt von einer der meistbeachteten On-Chain-Metriken im Kryptosektor — dem realisierten Preis.
Die Grafik stellt den Marktpreis von Bitcoin (schwarz) gegenüber dem realisierten Preis (blau) dar, plus eine Reihe von Bändern darüber. Auf der rechten Seite liegt das Realized-Price-Niveau bei etwa 55.1K $.
Die zentrale Beobachtung: In früheren Bärenmarkt-Tiefs fiel Bitcoin erst, wenn der Preis auf den Realized-Price sank (die grün hervorgehobenen Zonen bei älteren Zyklen). Im aktuellen Zyklus hat der Preis diese Realized-Price-Linie noch nicht erreicht.
Auch die gestrichelten Bänder sind für den Kontext wichtig. Sie fungieren wie Bewertungszonen über die Zyklen hinweg:
Der Realized-Price ist im Wesentlichen der durchschnittliche On-Chain-Kostenbasis von Bitcoin: Er bewertet jede Münze zum letzten Preis, zu dem sie on-chain bewegt wurde, und bildet daraus einen Durchschnitt über das Angebot. Einfach gesagt: Er schätzt, was der Markt insgesamt für seine BTC bezahlt hat.
Warum Händler das interessiert: Wenn Bitcoin über dem Realized-Price handelt, ist der durchschnittliche Inhaber im Gewinn. Wenn er bei oder unter dem Realized-Price handelt, befindet sich der Markt unter Stress und Kapitulationsdynamiken treten häufiger auf.
Es ist kein magischer Tiefpunkt-Button, aber eines der klareren „Wo erreicht der Schmerz seinen Höhepunkt“-Indikatoren, die in tiefen Abverkaufsphasen meist relevant sind.
Von 68.000 $ auf 55.000 $ entspricht einem Rückgang von etwa 19 %. Das ist im Kryptobereich durchaus plausibel, besonders bei einer Volatilitäts-Spitze oder einer breiteren Risiko-Abkehr.
Die extremere Zahl stammt aus einer historischen Anmerkung im Beitrag: In vergangenen Zyklen fiel Bitcoin 24–30 % unter den Realized-Price, bevor das finale Tief erreicht wurde.
Wenn der Realized-Price bei etwa 55.000 $ liegt:
Daher kommt die Überschrift 39.000 $. Es ist im Wesentlichen ein Szenario der „vollständigen Kapitulation“, bei dem der Markt den Durchschnittskostenpreis übersteuert, bevor er sich stabilisiert.
Die Realität: Ein Rückgang auf 39.000 $ würde eine deutlich aggressivere Abwärtsbewegung erfordern als ein normaler Rücksetzer. Wahrscheinlicher wäre eine plötzliche Liquiditätskrise, ein makroökonomischer Schock oder eine breite Entleverage-Welle, die Verkäufer in einen dünnen Biet-Absatz drängt.
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Wenn dieses Realized-Price-Framework die Linse ist, dann ist die Karte klar:
Wenn Bitcoin über den niedrigen 60.000er bleibt und weiter bounce, könnte das Realized-Price-Niveau in diesem Zyklus nie erreicht werden. Wenn die Dynamik bricht und 60.000 $ decisiv fallen, wird der Realized-Price zum nächsten großen Magnet.
Fazit: 55.000 $ ist das realistische Belastungstest-Level. 39.000 $ ist das Tail-Risiko bei Kapitulation, das nur relevant wird, wenn der Markt zu einem harten Reset gezwungen wird.
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