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Der Bitcoin-Open-Source-Ingenieur Matt Corallo widersprach Behauptungen, dass Bitcoin-Entwickler im Hinblick auf das Quantenrisiko „schlafwandeln“, und argumentierte stattdessen, dass bereits eine praktische Roadmap für Post-Quantum-Ansätze entsteht, die möglicherweise einfacher ist, als Kritiker vermuten. In der Folge des Unchained-Podcasts vom 22. Februar sagte Corallo, die entscheidende Arbeit könne in zwei Hauptschritten zusammengefasst werden: Zuerst die Implementierung von Post-Quantum-Schlüsselverpflichtungen, später die Entscheidung, wann anfällige alte Spendpfade deaktiviert werden sollen.
Corallos Auftritt war eine direkte Reaktion auf Kritik, die durch Nick Carter von Castle Island Ventures popularisiert wurde. Dieser argumentierte, dass Bitcoin-Entwickler die Bedrohung durch Quantencomputer nicht mit ausreichender Dringlichkeit behandeln. Corallo sagte, diese Charakterisierung verkenne sowohl die Menge der laufenden Arbeiten als auch einen wichtigen technischen Punkt darüber, wie viele Bitcoin-Wallets bereits funktionieren.
Er argumentierte, dass die meisten Wallets, die Seed-Phrasen verwenden, bereits einen quantensicheren Anker auf der Wallet-Entwicklungsebene haben, auch wenn der on-chain öffentliche Schlüssel und das Signaturverfahren weiterhin anfällig für einen zukünftigen kryptografisch relevanten Quantencomputer sind. Seiner Ansicht nach ändert das die Migrationsproblematik erheblich und könnte den erforderlichen Aufwand bei einer dringenden Bedrohung verringern.
Corallo kehrte immer wieder zu dem zurück, was er die Kernsequenz für die Quanten-Vorbereitung von Bitcoin nannte. „Es gibt nur zwei Schritte“, sagte er. „Der erste relevante Schritt ist, die Fähigkeit hinzuzufügen, sich auf einen postquantischen öffentlichen Schlüssel zu verpflichten. Das sollte bald geschehen.“
Verwandte Lektüre: Bitcoin’s Quantum Risk Steals Spotlight At Ethereum GatheringEr fügte hinzu, dass sich diese erste Phase zunehmend um hash-basierte Signaturen konzentriere, wobei die aktuelle Diskussion weniger darüber geht, ob man es tun soll, sondern mehr um die genauen Implementierungsdetails. Corallo sieht „ziemlich starken Konsens“ bei hash-basierten Ansätzen und verwies auf Arbeiten im Zusammenhang mit BIP 360, während er auch anmerkte, dass die Debatte über das genaue Format weiterhin besteht.
Der zweite Schritt, in seiner Darstellung, ist der politisch schwierigere: zu entscheiden, wann alte, quantenanfällige Spendpfade nicht mehr akzeptiert werden sollen. Das ist der Punkt, an dem alte Coins, die nicht migriert wurden – einschließlich verlorener oder aufgegebener Coins – Teil einer marktgetriebenen Fork-Entscheidung werden, so seine Ansicht.
Corallos Argument für einen frühen Einstieg in den ersten Schritt, aber eine Verzögerung bei der Durchsetzung, basiert auf Kosten und Wallet-Verhalten. Er sagte, Wallets könnten jetzt damit beginnen, sich auf postquantische öffentliche Schlüssel zu verpflichten, ohne sofort die Größen- und Gebührenkosten für die Verwendung großer postquantischer Signaturen on-chain zu tragen.
Verwandte Lektüre: Bitcoin Whale Exchange Ratio Climbs To Highest Level In 11 Years — Data„Sie wollen wirklich einen Upgrade-Pfad, der vorerst kostenlos ist“, sagte Corallo. „Die Wallets wissen, wie man damit umgeht. Sie wissen, wie man diese Schlüssel erstellt, wie man mit diesen Schlüsseln signiert. Sie müssen es nur noch nicht verwenden.“
Er argumentierte, dass dies ein Szenario vermeidet, bei dem Wallets Upgrades aufschieben, weil postquantische Transaktionen größer und teurer sind, während das System gleichzeitig auf einen zukünftigen Durchsetzungszeitpunkt vorbereitet wird.
Corallo widersprach auch der Idee, dass Bitcoin-Entwicklungskreise das Thema ignorieren. Er verwies auf Forschungs- und Entwicklungsarbeiten bei Organisationen wie Blockstream Research und Chaincode Labs, nannte Ethan Heilman und Mitautoren, die an BIP 360 arbeiten, und sagte, dass die Diskussion über Post-Quantum-Ansätze in der Bitcoin-Entwickler-Mailingliste stetig gewachsen ist.
Er sagte, dass die Diskussion in der Mailingliste auf „30 oder 40 %“ der Beiträge angestiegen sei, was er als Beweis für anhaltende Aufmerksamkeit und nicht für Vernachlässigung ansah.
Corallo argumentierte nicht, dass das Problem trivial sei. Er erkannte an, dass die Migration aktiver Wallets Jahre dauern könnte, und sagte, Kritiker hätten Recht, dass die sozialen und marktbezogenen Konsequenzen der Deaktivierung unsicherer Spendpfade umstritten wären. Aber sein Kernaussage war enger gefasst: Bitcoin braucht heute keinen vollständig finalen Endzustand, um mit einer sinnvollen Vorbereitung zu beginnen.
Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wurde BTC bei 65.953 US-Dollar gehandelt.
Bitcoin muss den 200-Wochen-EMA zurückerobern, 1-Wochen-Chart | Quelle: BTCUSDT auf TradingView.comVorschaubild erstellt mit DALL.E, Chart von TradingView.com
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