Auf der dezentralen Krypto-Perpetual-Contract-Plattform Lighter findet derzeit ein hochriskantes Wetten auf die Funding-Rate statt: Ein Wal hält eine große Long-Position auf $ARC im Wert von 24 Millionen US-Dollar und erhöht kontinuierlich seine Position, indem er jede Stunde weitere 360.000 US-Dollar hinzufügt. Dies treibt die Funding-Rate zeitweise auf extreme Jahreswerte von 2100 %, was Short-Händlern eine verlockende Falle des „je mehr sie drücken, desto mehr verdienen“ bietet, aber gleichzeitig das System mit unbekannten systemischen Risiken füllt.
(Vorgeschichte: Perpetual Contracts betreten den Prognosemarkt: Hyperliquid bringt HIP-4 und die damit verbundenen Herausforderungen)
(Hintergrund: BitMEX-Bericht: Kryptowährungs-Perpetual-Contracts treten in das „Post-Return-Zeitalter“ ein)
Auf der Plattform Lighter kam es kürzlich zu einem auffälligen ungewöhnlichen Ereignis: Ein Großinvestor (Wal) hält eine große Long-Position auf $ARC, was zu einem extremen Anstieg der Funding-Rate auf 2100 % jährlich führte. Die Short-Händler reagierten auf die hohen Funding-Kosten, indem sie weiterhin shorteten, was zu einem faszinierenden Wettkampf führte.
Es läuft momentan eine ziemlich interessante Situation bei Lighter.
Da ist ein Typ, der 24 Mio. USD in $ARC long hat, und er fügt jede Stunde 360.000 USD über TWAP hinzu.
Es gibt Ähnlichkeiten mit dem Jelly-Jelly-Vorfall auf Hyperliquid im letzten Jahr, und wir sahen einen 10%-igen Rückgang… pic.twitter.com/BJ7GKPGv1a
— Route 2 FI (@Route2FI) 25. Februar 2026
Laut einem bekannten Krypto-Analyse-Account @Route2FI auf X (ehemals Twitter) besitzt ein Trader auf Lighter eine Long-Position auf $ARC im Wert von etwa 24 Millionen USD und erhöht diese stündlich um 360.000 USD im TWAP-Verfahren. Der Wal ist derzeit mit etwa 5 Millionen USD im Gewinn, sein endgültiges Ziel ist jedoch unklar.
Bemerkenswert ist, dass dieses Verhalten Ähnlichkeiten mit dem „Jelly-Jelly“-Vorfall auf Hyperliquid im letzten Jahr aufweist, bei dem große Orders potenziell systemische Risiken auslösen könnten, was kurzfristig zu einem Preisrückgang führte. Lighter ist jedoch anders konzipiert: Der Liquidity Provider Pool (LLP) nimmt solche großen Positionen nicht automatisch auf. Wenn der Preis weiter abweicht, könnte das System schließlich den ADL-Mechanismus (Automatisches Liquidieren) aktivieren, um überschüssiges Risiko zu minimieren.
Da der Wal seine Long-Position weiter aufstockt, schoss die Funding-Rate für $ARC zeitweise auf 10 % täglich, was einem erstaunlichen Jahreswert von 2100 % entspricht (später sank sie auf etwa 5 % täglich). Das bedeutet, dass Short-Händler nicht nur den Preis drücken können, sondern auch extrem hohe Funding-Gebühren von den Long-Positionen einnehmen, was einem täglichen „Subventions“-Geldregen gleichkommt.
Viele Shorts drängten sich daraufhin in den Markt, um den Preis weiter zu drücken, was einen „je mehr sie drücken, desto mehr verdienen“-Effekt erzeugte. Dies führte jedoch auch zu erhöhter Volatilität, wobei der Preis von $ARC kurzfristig um etwa 10 % schwankte und bei einigen Investoren Panik auslöste.
Der „Endzweck“ dieses Wals bleibt weiterhin unklar. Der Markt beobachtet gespannt, ob daraus eine größere Liquidationsexplosion entsteht oder ob es nur ein weiteres riskantes Arbitrage-Spiel ist.