American Bankers Association setzt sich für mehr Zeit für Feedback zum Genius Act ein

Cryptonews

Die American Bankers Association hat mehr Zeit für die mit dem GENIUS Act verknüpfte Stablecoin-Regelsetzung gefordert und dabei Lücken bei der behördlichen Abstimmung angeführt.
Zusammenfassung

  • American Bankers Association hat Regulierungsbehörden gebeten, die Kommentierungsfrist für GENIUS Act-Stablecoin-Regeln zu verlängern, und dabei das Fehlen von Klarheit durch die OCC angeführt.
  • Die behördliche Abstimmung bleibt ungelöst, während sich die Behörden auf Vorschläge abstimmen, wobei das Fehlen einer finalen OCC-Regel bedeutet, dass es keine aussagekräftige Rückmeldung der Branche gibt.

Die American Bankers Association hat in einem am Dienstag versandten Schreiben den US-Finanzministerium, die Federal Deposit Insurance Corporation, das Financial Crimes Enforcement Network und das Office of Foreign Assets Control dazu aufgefordert, die öffentliche Kommentierungsfrist zu verlängern, die mit der Umsetzung des Gesetzes verknüpft ist.

Mit Blick darauf, wie die Regeln in den verschiedenen Behörden ausgearbeitet werden, bat die Gruppe um weitere 60 Tage, nachdem das Office of the Comptroller of the Currency seinen finalen Rahmen veröffentlicht. Ein Großteil des aktuellen Konsultationsprozesses, so argumentierte sie, hänge von einer Regel ab, die noch nicht in Kraft ist.

„Die FDIC hat ausdrücklich erklärt… dass sie ‚sich in vielen Bereichen bemüht hat, diesen vorgeschlagenen Regelentwurf mit dem vorgeschlagenen Regelentwurf der OCC in Einklang zu bringen‘“, hieß es in dem Schreiben. „Eine sinnvolle Kommentierung dieser Frage ist unmöglich, ohne den endgültigen Inhalt der OCC-Regel zu kennen.“

Diese Abhängigkeit hat die Einbindung bereits begonnen zu verlangsamen. Auch die FDIC selbst hat um Input dazu gebeten, wie Bundesregulierer ihre Ansätze ausrichten sollten, doch Branchenakteure sind weiterhin nicht in der Lage, detailliert zu antworten, solange keine finalisierte OCC-Basis vorliegt. In dieser Phase ist Koordination statt Substanz zum Knackpunkt geworden.

Umsetzungszeitplan unter Druck

Der GENIUS Act wurde im Juli 2025 von Donald Trump unterzeichnet und beauftragt Bundesbehörden damit, Regeln für Emittenten von Payment-Stablecoins auszuarbeiten. Der Rahmen soll entweder 120 Tage nach der Ausgabe finaler Vorschriften oder 18 Monate nach der Verabschiedung in Kraft treten, je nachdem, was zuerst eintritt.

Verzögerungen bei der Regelsetzung könnten diesen Zeitplan weiter nach hinten schieben. Mehrere Behörden arbeiten an überlappenden Bereichen, darunter Reservehinterlegung, Compliance-Pflichten und aufsichtsrechtliche Standards. Das Fehlen einer finalisierten OCC-Regel ist zu einer Engstelle geworden und hat dazu geführt, dass zentrale technische Details weiterhin ungeklärt sind.

Reserveanforderungen und Durchsetzungsmechanismen stehen weiterhin zur Diskussion. FinCEN-Vorschläge haben zum Beispiel Pflichten für Programme zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Einhaltung von Sanktionen skizziert, einschließlich der Möglichkeit, Transaktionen zu blockieren oder einzufrieren, wenn dies erforderlich ist. Diese Maßnahmen stehen neben Überlegungen der FDIC dazu, wie Reserven gehalten und offengelegt werden sollten, doch die Abstimmung zwischen den Behörden entwickelt sich immer noch.

Die Debatte um Stablecoin-Erträge überschneidet sich mit dem Senatsprozess

Abseits der Ausarbeitung von Vorschriften hat sich parallel eine Debatte im Kongress entfaltet. Stablecoin-Erträge sind zu einem Streitpunkt im Rahmen des CLARITY Act geworden, der zwar das Repräsentantenhaus passiert hat, aber noch nicht im Senat weitergekommen ist.

Kürzliche Austausche haben Bankengruppen in Gegensatz zu wirtschaftlichen Analysen des Weißen Hauses gebracht. Während Verwaltungsschätzungen nahelegten, dass die Begrenzung der Rendite von Stablecoins nur eine geringe Auswirkung auf die Kreditvergabe von Banken hätte, haben Branchenakteure argumentiert, dass der Effekt größer sein könnte, wenn solche Produkte direkt mit Einlagen in Wettbewerb treten.

Abgeordnete haben sich noch nicht darauf geeinigt, wie es weitergehen soll. Berichten zufolge hat Thom Tillis vorgeschlagen, dass Tim Scott im Mai eine Ausschuss-Beratung („committee markup“) ansetzen solle, ein Schritt, der eine vollständige Abstimmung im Senat verzögern könnte.

Die gesetzliche zeitliche Abfolge läuft nun parallel zur regulatorischen Arbeit. Behörden fahren fort, die Regeln auszuarbeiten, die erforderlich sind, um den GENIUS Act operativ umzusetzen, während der Kongress bei zentralen Elementen der Marktstruktur gespalten bleibt. Beide Stränge kommen voran, doch keiner hat sich auf ein klares Endziel festgelegt.


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HumanResourcesAndFinancevip
· 6Std her
Einstieg beim Tiefpunkt 😎
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