Gate News-Meldung, 21. April — Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) hat ihre Bedenken gegenüber Stablecoins erneut bekräftigt. Der Geschäftsführer Pablo Hernandez de Cos warnte, dass dollar-denominierte Stablecoins wie USDT und USDC grundsätzlich riskanter seien als allgemein angenommen.
Cos sagte, dass diese Stablecoins strukturell eher Exchange-Traded Funds (ETFs) ähnlicher seien als Bargeld. Dadurch seien sie eher als Anlageprodukte einzuordnen, nicht als echte Zahlungsmittel. Das aktuelle Design dollarindexierter Stablecoins erfülle nicht die Anforderungen an sichere Zahlungsmethoden und könne bei weiterem Wachstum ihrer Verbreitung eine erhebliche Bedrohung für die finanzielle Stabilität darstellen.
Der BIS-Direktor hob eine entscheidende Verwundbarkeit hervor: Die Reservestände der Stablecoin-Emittenten bestehen hauptsächlich aus kurzfristigen Staatsanleihen und Bankeinlagen. In Zeiten von Marktstress könnten groß angelegte Rücknahmeverlangen die Emittenten dazu zwingen, diese Vermögenswerte rasch zu liquidieren, was möglicherweise eine weitergehende finanzielle Instabilität auslösen könnte. Cos betonte, dass solche erzwungenen Verkäufe von Vermögenswerten zusätzliche Belastungen für die Finanzierungskonditionen im Bankensektor bedeuten könnten.
Cos schloss mit der Betonung der Notwendigkeit einer globalen regulatorischen Zusammenarbeit. Er stellte fest, dass sich dollarindexierte Stablecoins auf eine Größenordnung ausweiten könnten, in der sie mit Fiat-Währungen konkurrieren — und dass die Folgen dann sowohl die finanzielle Stabilität als auch die globale Wirtschaftspolitik betreffen könnten.
Verwandte Artikel
Wal setzt $10M USDC auf HyperLiquid ein und eröffnet große Oil-Short-Positionen
RedotPay fügt Unterstützung für SUI und nativen USDC-Sui hinzu und ermöglicht Zahlungen in 100+ Ländern
Justin Sun deponiert 55,01 Mio. USDC in das Spark-Protokoll, die kumulierten Einzahlungen erreichen 179 Mio.
Singapore Gulf Bank bringt USDC-Minting auf Solana mit $100K Minimum, vorübergehenden Gebührenbefreiungen