Laut einem Bericht von Reuters hat der CEO von Circle, Jeremy Allaire, erklärt, dass, während digitale Währungen zunehmend in den globalen Handels- und Finanzapparat eingebunden werden, mit von Renminbi gestützten Stablecoins nun eine „riesige Geschäftschance“ bevorsteht. Um die Rolle des Renminbi im globalen Finanzsystem zu erweitern, seien Stablecoins durch die Vereinfachung globaler Zahlungsabläufe zu einer neuen Form des „Exports“ von Währungen geworden. Es wird erwartet, dass China innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre einen Renminbi-Stablecoin einführen könnte, was auch auf eine striktere Haltung gegenüber der Regulierung digitaler Vermögenswerte hindeutet oder auf einen großen Richtungswechsel hinauslaufen könnte.
Circle-CEO: Der Renminbi-Stablecoin birgt eine riesige Geschäftschance
Circle-Mitgründer und -CEO Jeremy Allaire sagte in einem Interview in Hongkong, dass der Renminbi-Stablecoin große Entwicklungschancen habe. Er betonte: „In einer Umgebung, in der Währungen miteinander konkurrieren, wollen alle Länder, dass ihre Währung über die bestmöglichen Funktionen verfügt, wodurch sich der Wettbewerb der Währungen zunehmend zu einem Wettstreit der Technologie entwickelt.“ Er geht davon aus, dass China in den nächsten drei bis fünf Jahren offiziell einen Stablecoin mit Renminbi als Reserve auf den Markt bringen wird.
Chinas strikte Haltung bei der Regulierung als größte Herausforderung
Falls der Plan für den Renminbi-Stablecoin umgesetzt wird, würde dies einen bedeutenden Richtungswechsel Chinas in der Politik zu digitalen Vermögenswerten markieren. Ausgehend von Überlegungen zur Stabilität des Finanzsystems hat China im Januar dieses Jahres tokenisierte Vermögenswerte (RWA), Stablecoins, Luftmünzen sowie das Mining als Aktivitäten mit hohem Risiko und als illegale Finanzaktivitäten definiert. Angesichts der Vorteile von Stablecoins, die weltweit schnellere und kostengünstigere Handelserlebnisse bieten, wird jedoch zugleich zu einer Frage, ob die künftige Politik zur Internationalisierung gelockert wird, was für den Markt besonders im Fokus steht.
Absicherungsbedarf treibt die USDC-Emission
Laut den Quartalszahlen von Circle lag die Umlaufmenge von USDC, das an den US-Dollar gekoppelt ist und mit weltweit Platz zwei der größte Stablecoin ist, bis Ende 2025 bei einer jährlichen Wachstumsrate von 72%; das Gesamtvolumen erreichte 75,3 Milliarden US-Dollar. Allaire erklärte, dass nach Ausbruch des Krieges zwischen den USA und dem Iran aufgrund der rasch ansteigenden geopolitischen Risiken die Nachfrage des Marktes nach leicht zu transferierenden „digitalen Dollars“ stark gestiegen sei, was das Handelsvolumen von USDC im Umfang von Milliarden US-Dollar wachsen ließ.
Mit Blick auf den grenzüberschreitenden Zahlungs-Hub in Hongkong: besondere Aufmerksamkeit für das US-Gesetzesvorhaben „CLARITY Act“
Allaire führte weiter aus, dass Circle als internationale Drehscheibe für grenzüberschreitende Zahlungen und Abwicklung das Entwicklungspotenzial von Hongkong-Dollar-Stablecoins als bedeutende Chance sieht, diese in globale Zahlungsplattformen zu integrieren.
Andererseits steht Circle derzeit auch im Zentrum der Diskussionen zur Krypto-Regulierung in den USA. Der Markt beobachtet besonders genau die Gesetzesdynamik rund um den US-amerikanischen „CLARITY Act“ (CLARITY Act), insbesondere ob dieses Gesetz das Vermarkten von „renditebringenden Stablecoin“-Produkten als Bank-Sparprodukte einschränken würde. Dazu ist Allaire der Ansicht, dass jede Beschränkung auf der Vermarktungsebene die Stablecoin-Distributoren weitaus stärker treffen würde als die Emittenten selbst.
(Die HKMA hat heute bekanntgegeben, dass Stablecoin-Lizenzen vergeben werden; die ersten beiden Institutionen: HSBC und Standard Chartered, sowie eine gemeinsames Unternehmen von Animoca, sind genehmigt)
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