Die ECB-Studie wirft Zweifel an der Dezentralisierung von DeFi in Aave, MakerDAO und Uniswap auf

CryptoNewsFlash
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  • Ein Papier der Europäischen Zentralbank besagt, dass die DeFi-Governance in wichtigen Protokollen weiterhin stark auf eine kleine Zahl von Wallets konzentriert ist.
  • Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass Delegierte bei der Abstimmung dominieren und dass viele zentrale Wähler nicht eindeutig identifiziert werden können, was eine behördliche Aufsicht erschwert.

Eine neue Studie der Europäischen Zentralbank bringt Gewicht in eine Frage, die seit Jahren über DeFi schwebt. Wie dezentral sind diese Governance-Systeme wirklich? Die Antwort der Studie ist für die größten Namen der Branche nicht besonders schmeichelhaft. Unter Betrachtung von Protokollen einschließlich Aave, MakerDAO und Uniswap stellt die EZB fest, dass der Besitz von Governance-Tokens stark konzentriert ist: In manchen Fällen kontrollieren die 100 wichtigsten Adressen mehr als 80% der Tokens. Viele dieser Bestände, so die Studie, sind nicht mit verstreuten Communities verbunden, sondern mit den Protokollen selbst oder mit zentralisierten Börsen. Eine kleine Gruppe hält die Stimmen Das ist wichtig, weil im DeFi der Tokenbesitz in der Regel in Governance-Macht übersetzt wird. Auf dem Papier sollen DAOs die Entscheidungsfindung auf eine breite Basis von Nutzern verteilen. In der Praxis legt die EZB-Studie jedoch nahe, dass die Kontrolle oft bei einer vergleichsweise engen Gruppe von Insidern, bei Infrastrukturakteuren und bei großen Haltern liegt. Die Konzentration ist nicht nur finanziell. Auch die Abstimmung selbst wird zunehmend durch Delegierte geprägt, also Einzelpersonen oder Entitäten, die im Auftrag von Token-Inhabern abstimmen. Laut der Studie dominieren diese Delegierten die Governance-Teilnahme über mehrere bedeutende Protokolle hinweg und werden damit faktisch zur Entscheidungsebene, die viele Nutzer nie direkt zu sehen bekommen. Das Problem der nicht identifizierbaren Wähler Eine der unbequemeren Erkenntnisse ist, wie wenig sich über einige Akteure mit realem Einfluss verifizieren lässt. Etwa ein Drittel der wichtigsten Wähler konnte laut der Studie nicht eindeutig identifiziert werden, wodurch es schwierig wird, Governance-Aktivitäten mit bekannten Institutionen, Entwicklern oder Token-Inhabern zu verknüpfen. Für Regulierungsbehörden entsteht dadurch ein vertrautes Problem in einer neuen Verpackung. Wenn die Governance-Macht zwar konzentriert ist, die Personen, die sie ausüben, jedoch teilweise undurchsichtig sind, wird die Aufsicht schwieriger, nicht einfacher. Und für DeFi selbst eröffnen die Ergebnisse eine alte Spannung erneut. Das Branding mag sich weiterhin an Dezentralisierung orientieren, aber die Mechanik sieht zumindest in diesen Fällen deutlich zentralisierter aus, als beworben.

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