Gate News Nachricht, 16. April — Steigende Erwartungen an einen US-Iran- Waffenstillstand haben einen globalen „Einkaufsrausch“ ausgelöst, da die Märkte auf eine verlängerte Waffenruhe oder eine mögliche Friedensvereinbarung setzen. Das Risikosentiment hat sich deutlich erholt, während geopolitische Risikoaufschläge nachlassen, was globale Aktienmärkte auf Rekordhöhen treibt. Der MSCI World Index ist zum 10. Tag in Folge gestiegen und hat damit einen neuen Rekord aufgestellt, während sowohl asiatische, europäische als auch US-Aktien deutlich zulegten.
Der Brent- Rohölpreis hat sich nahe $95 pro Barrel stabilisiert, weit unter dem Höchststand des vergangenen Monats von ungefähr $120. Während die Spannungen im Nahen Osten nachlassen, hat der US-Dollar deutlich an Stärke verloren; der Bloomberg Dollar Spot Index ist auf dem Weg zu seinem neunten Handelstag in Folge mit Rückgang — der längste Verlustlauf seit Dezember 2006. Gold und Silber stiegen, die Renditen von US-Staatsanleihen sanken moderat, und der Australische Dollar sowie der Yen stärkten sich. Auch Schwellenländer und chinesische Aktien erholten sich.
Der MSCI World Index war seit Ausbruch des Konflikts bis zum 30. März um 9% gefallen, doch diese Verluste sind nun vollständig wieder aufgeholt, da die Märkte einen US-Iran-Friedensdeal erwarten. Die Anlegerbegeisterung für Technologiewerte hat ebenfalls wieder eingesetzt und damit die Abverkäufe vom vergangenen Monat umgedreht, die mehrere Indizes in den Bereich technischer Korrekturen gedrückt hatten. Laut Quellen prüfen die USA und der Iran, die ursprünglich am Dienstag auslaufende Waffenstillstandsvereinbarung um zwei Wochen zu verlängern, um mehr Zeit für Friedensverhandlungen zu gewinnen. Die Gespräche laufen, um zentrale technische Fragen zu lösen, darunter die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die nuklearen Anreicherungsaktivitäten des Iran.
Marktstrategen weisen darauf hin, dass die Verschiebung vom „Risk-off“ zum „Risk-on“-Sentiment den Fokus der Anleger nun stärker auf Unternehmensgewinne und Wirtschaftswachstum lenkt, während sich die Inflationssorgen im Kurzfristbereich aufgrund niedrigerer Ölpreise abgeschwächt haben. Anleger bleiben wachsam gegenüber möglichen Kehrtwenden in den Verhandlungen oder einem Szenario „gute Nachrichten vollständig eingepreist“, das Korrekturen auslösen könnte.
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