Gate News Nachricht, 15. April — Meta hat das neue Gesetz Kanadas abgelehnt, das den Social-Media-Riesen dazu verpflichten würde, Nachrichtenanbieter für Inhalte zu bezahlen, die auf Facebook und Instagram geteilt werden. Das vom Premierminister Justin Trudeau angekündigte Gesetz verlangt, dass Meta und Alphabet Inc. (Google) einen Mindestanteil von 4% ihrer jährlichen kanadischen Einnahmen an Nachrichtenmedien beisteuern, im Gegenzug dafür, dass Links zu Nachrichtenartikeln hervorgehoben werden.
Laut Schätzungen der Regierung muss Meta mit Facebook C$62 Millionen (ungefähr USD $127 Millionen) jährlich ausschütten, während Google C$172 Millionen pro Jahr beisteuern muss. Das Gesetz soll am 19. Dezember in Kraft treten. Der Leiter der Public-Policy-Abteilung von Meta in Kanada, Rachel Curran, erklärte, das Unternehmen werde seine geschäftliche Entscheidung nicht ändern; die neuen Vorschriften basierten auf „falschen Behauptungen“ darüber, wie Meta vom Nachrichtenzugang profitiere.
Meta hat bereits begonnen, seinem Widerstand gegen die Anforderung Nachdruck zu verleihen. Seit August blockierte das Unternehmen kanadische Facebook- und Instagram-Nutzer beim Zugriff auf Nachrichteninhalte und kappte damit eine bedeutende Quelle für Web-Traffic für Nachrichtenorganisationen. Google hat außerdem angedeutet, dass es Google-News-Links in Kanada möglicherweise abschalten könnte, falls das Gesetz voranschreitet.
Die kanadische Ministerin für kanadisches Erbe, Pascale St-Onge, verteidigte das Gesetz und sagte, dass Tech-Plattformen „verantwortungsvoll handeln und die Nachrichtenweitergabe unterstützen müssen, von der sowohl sie als auch Kanadier profitieren.“ Regierungsbehörden räumten ein, dass sie das regulatorische Rahmenwerk den Unternehmen vor der Ankündigung nicht kommuniziert hätten, und planen, in den kommenden Wochen Gespräche mit diesen Unternehmen aufzunehmen.