
Meta kündigte am 21. April an, ein neues Tracking-Tool namens „Model Capabilities Initiative“ (MCI) auf den Computern von US-Mitarbeitern zu installieren, um die Mausbewegungen, Klicks, Tastatureingaben sowie regelmäßige Bildschirmfotos der Arbeitsergonomie zu erfassen. Die Daten sollen zur Schulung von KI-Agenten-Modellen verwendet werden, die Arbeitsaufgaben selbstständig ausführen können. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund, dass Meta in diesem Jahr bereits etwa 2.000 Mitarbeiter entlassen hat, was bei den Beschäftigten starke Reaktionen auslöste.
MCI-Tracking-Tool: Was wird überwacht, und warum?
Laut einem internen Memo, das Reuters gesehen hat, läuft das MCI-Tool auf arbeitsbezogenen Anwendungen und Websites, zeichnet die Tastatureingaben, Mausbewegungen und Klicks der Mitarbeiter auf und macht regelmäßig Bildschirm-Schnappschüsse. Ein Meta-Sprecher erklärte: „Wenn wir KI-Agenten aufbauen, um Menschen dabei zu helfen, alltägliche Aufgaben am Computer zu erledigen, dann braucht unser Modell reale Beispiele dafür, wie Menschen diese nutzen.“
Meta sagt, dass diese Daten für keinen anderen Zweck verwendet werden, und dass das Tool Sicherheitsmaßnahmen vorsieht, um sensible Inhalte zu schützen. Die BBC weist darauf hin, dass Mitarbeiteraktivitäten auf den Meta-Computern schon zuvor von der Firma eingesehen werden konnten, aber eine systematische Nachverfolgung und Protokollierung speziell zu Trainings- und Verbesserungszwecken für KI-Tools sei ein völlig neuer Ansatz.
Reaktionen der Mitarbeiter: „Sehr dystopisch“
Die Reaktionen der Mitarbeiter waren überwiegend negativ, insbesondere vor dem Hintergrund der Entlassungen. Ein derzeitiger Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der BBC, dass selbst die „kleinsten Handgriffe“, die Mitarbeiter am Computer durchführen, dazu genutzt würden, KI-Modelle zu trainieren, und dass zugleich auch eine große Zahl zusätzlicher Entlassungen geplant sei. Das fühle sich „sehr dystopisch“ an. „Dieses Unternehmen ist bereits sehr von Künstlicher Intelligenz fasziniert“, sagte er.
Eine andere Person, die kürzlich Meta verlassen hat, sagte, dieses Tracking-Tool sei „nur der neueste Weg, um sie dazu zu zwingen, allen Künstliche Intelligenz aufzudrängen“. Auch die Stellenanzeigen von Meta sind von rund 800 im März dieses Jahres auf aktuell nur noch 7 gesunken. Ein Meta-Sprecher weigerte sich, zu den Entlassungsplänen Stellung zu nehmen.
Hintergrund: Meta setzt 2026 auf KI – 140 Milliarden US-Dollar
Die Einführung dieses Tracking-Tools ist Teil eines großen Plans für Meta, in KI zu investieren. Meta will 2026 etwa 140 Milliarden US-Dollar in künstliche Intelligenz investieren, fast das Doppelte der Investitionen ein Jahr zuvor. 2025 hat Meta für 14 Milliarden US-Dollar fast die Hälfte von Scale AI übernommen und dessen Führungskräfte hinzugeholt, um die Entwicklung von KI-Modellen zu beschleunigen. Das Team der Meta Superintelligence Labs brachte im vergangenen Monat sein erstes wichtiges Produkt, das KI-Modell Muse Spark, auf den Markt. Zuckerberg sagte im Januar dieses Jahres, 2026 werde das „Jahr sein, in dem KI unsere Art, zu arbeiten, völlig verändert“.
Häufige Fragen
Verstößt MCI-Tracking-Tool von Meta gegen die Privatsphäre der Mitarbeiter?
Meta sagt, dass die Daten nicht für irgendeinen Zweck außerhalb des KI-Trainings verwendet werden und dass Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz sensibler Inhalte vorhanden sind. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass das systematische Erfassen jedes einzelnen Tastendrucks und jeder Mausbewegung über die übliche Überwachung am Arbeitsplatz hinausgeht und auf rechtlicher und ethischer Ebene weitreichende Bedenken hinsichtlich der Arbeitnehmer-Privatsphäre auslöst.
Was ist das Hauptziel von Metas Datenerfassung der Mitarbeiteraktivitäten?
Metas Ziel ist es, KI-Agenten (KI agents) zu trainieren, die Arbeitsaufgaben eigenständig am Computer ausführen können. Solche Agenten brauchen riesige Mengen an echten Demonstrationsdaten menschlicher Nutzer, und die alltäglichen Arbeitsabläufe der Mitarbeiter liefern die Trainingsmaterialien, die dem realen Umfeld am nächsten kommen. Dazu gehört auch, wie man Software nutzt und Arbeitsabläufe abwickelt.
Welche Auswirkungen hat diese Überwachungsmaßnahme auf die Unternehmenskultur von Meta?
Die Maßnahme fällt in eine Zeit, in der Meta bereits rund 2.000 Mitarbeiter entlassen hat und die Einstellung nahezu eingefroren ist. Dadurch entsteht zwischen den Beschäftigten eine größere Verunsicherung darüber, wie es um die Arbeitsplatzsicherheit in Zukunft bestellt ist. Einige Mitarbeiter interpretieren das als weiteres Signal dafür, dass Meta die menschliche Arbeitskraft durch KI ersetzen will – selbst wenn es noch nicht zu Entlassungen gekommen ist, sind die täglichen Arbeitsabläufe bereits zu Rohmaterial geworden, das das Training für künftige Ersatzlösungen vorbereitet.
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