
Laut Decrypt am 22. April stellte OP Labs am Dienstag sein Privacy-Produkt „Privacy Boost“ vor, das zunächst im OP-Mainnet ausgerollt wird und darauf abzielt, Unternehmen für den Eintritt in das Ethereum-Ökosystem zu gewinnen. In einer Ankündigung erklärte OP Labs, dass Privacy Boost ein SDK sowie API-Schnittstellen ist, die Unternehmen dabei unterstützen, gleichzeitig den regulatorischen Anforderungen zu genügen und mit DeFi-Anwendungen private Überweisungen vorzunehmen sowie vorsichtig zu interagieren.
Laut der Ankündigung von OP Labs lauten die wichtigsten technischen Merkmale von Privacy Boost wie folgt:
Technische Grundlage: ermöglicht die Selbstverwahrung von Daten durch Zero-Knowledge-Proofs (ZKP) und nutzt Trusted Execution Environment (TEE), um schnelle private Transaktionen zu realisieren
Unternehmensspezifische Anpassung: kann entsprechend den KYC-(Know Your Customer)-Regeln eines Unternehmens sowie den Anforderungen für Audits konfiguriert werden
Produktform: SDK- und API-Schnittstellen, unterstützt den Anschluss an verschiedene Protokolle
Bereitstellungsplanung: zunächst im OP-Mainnet live gehen; in den kommenden Wochen ist geplant, auf weitere Blockchain-Netzwerke auszuweiten
OP Labs erklärte, Privacy Boost sei „das Ergebnis jahrelanger Entwicklungs- und Forschungsarbeit“ und das Ziel bestehe darin, eine Datenschicht zu schaffen, die von jedem beliebigen Protokoll angebunden werden kann.
Laut Aussagen von Karl Floersch, Mitgründer und Chief Technology Officer von OP Labs, gegenüber Decrypt: „Wir hatten Gespräche mit einem Zahlungsdienstleister über dessen Vision für eine eigene Public Chain, aber letztlich haben Compliance-Probleme deren Architektur zunichtegemacht. Bevor wir eine sehr klare Datenschutzlösung gefunden haben, können wir nicht so vielen Organisationen das On-Chain-Gehen ermöglichen.“
In der Ankündigung wies OP Labs darauf hin: „„Komplette Transparenz“ führt zu rechtlichen, Wettbewerbs- und Betriebsrisiken. Datenschutz ist nicht länger eine Option, sondern eine Voraussetzung für Mainstream-Anwendungen.“ Das OP-Mainnet unterstützt aktuell führende DeFi-Kreditprotokolle wie Aave.
Laut einem Bericht von Decrypt, während OP Labs Privacy Boost herausbringt, bemüht sich Canton Network (eine von DTCC unterstützte institutionelle Blockchain) aktiv um die Aufnahme traditioneller Finanzinstitute; auch das Team von Starknet als Wettbewerber hatte zuvor ähnliche Funktionen für private Transaktionen beworben.
OP Labs hatte im vergangenen Monat angekündigt, 20 Mitarbeitende zu entlassen, um die Geschäftsskala zu reduzieren. Laut CoinGecko-Daten ist der Preis des OP-Tokens im vergangenen Jahr um etwa 83% gefallen; derzeit liegt er nur knapp über 0.12 US-Dollar.
Laut der Ankündigung von OP Labs und dem Bericht von Decrypt ist Privacy Boost ein SDK sowie API-Schnittstellen, die Unternehmen ermöglichen, in der Ethereum-DeFi-Umgebung private Überweisungen sowie konforme Interaktionen durchzuführen; es nutzt Zero-Knowledge-Proofs (ZKP) und Trusted Execution Environment (TEE) und lässt sich entsprechend den KYC- und Audit-Anforderungen des Unternehmens individuell anpassen.
Laut den Aussagen von OP Labs CTO Karl Floersch gegenüber Decrypt haben Compliance-Probleme zuvor lange Zeit daran gehindert, dass traditionelle Institutionen on-chain gehen; Privacy Boost soll Unternehmen eine Lösung bieten, um On-Chain-Experimente durchzuführen, ohne dabei Investments-Positionen und Handelsstrategien öffentlich offenzulegen.
Laut der Ankündigung von OP Labs wird Privacy Boost zuerst im OP-Mainnet bereitgestellt (ursprünglich Optimism) und soll in den kommenden Wochen auf weitere Blockchain-Netzwerke ausgeweitet werden.