Gate News-Meldung, 18. April — Slowakei wird laut Ministerpräsident Robert Fico am 17. April in den kommenden Tagen eine Klage gegen das Verbot der Europäischen Union für russische Erdgasimporte einreichen. Fico erklärte, die Entscheidung „verstößt eindeutig gegen alle Grundsätze, auf denen die EU-Verträge beruhen“, und argumentierte, dass Entscheidungen zu Sanktionen und Angelegenheiten der Außenpolitik im Einvernehmen, also einstimmig, getroffen werden sollten.
Am 26. Januar haben die 27 Mitgliedstaaten der EU die Verordnungen formell genehmigt, um Importe von russischem Pipeline-Erdgas und verflüssigtem Erdgas (LNG) schrittweise zu untersagen. Laut den Verordnungen wird ein umfassendes Verbot von russischen LNG-Importen Anfang 2027 in Kraft treten, während das vollständige Verbot von Pipeline-Erdgasimporten im Herbst 2027 in Kraft tritt.
Fico führte aus, dass die Sanktionsentscheidung eine einstimmige Zustimmung aller Mitgliedstaaten erfordern sollte, statt einseitig durchgesetzt zu werden.