Gate-News-Meldung, 19. April — Bellarmine Mugabe, der 28-jährige Sohn des verstorbenen simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe, bekannte sich am 17. April vor dem Regionalgericht Alexandra in Südafrika schuldig, eine Schusswaffe gezeigt und gegen Ausländerrecht verstoßen zu haben.
Sein Mitangeklagter Tobias Matonhodze gab ebenfalls ein Schuldbekenntnis ab wegen versuchten Mordes, Vereitelung der Rechtspflege, Besitzes einer Schusswaffe und von Munition sowie illegaler Einreise nach Südafrika. Beide Männer stellten sich am Freitag in der Region Johannesburg vor Gericht. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit einem Schusswaffen-Vorfall im Februar an Mugabes Hyde-Park-Wohnsitz, bei dem ein 23-jähriger Mitarbeiter, der als Sipho Mahlangu identifiziert wurde, erschossen wurde und sich in kritischem Zustand befand. Die bei der Schießerei verwendete Waffe wurde bisher nicht sichergestellt.
Der Fall wurde bis zum 24. April vertagt, um dem Gericht die Überprüfung zu ermöglichen, ob der Opfer Entschädigung erhalten hat, und um den Status der vermissten Waffe festzustellen. Robert Mugabe, der Simbabwe 37 Jahre lang als Premierminister (1980–1987) und Präsident (1987–2017) regierte, wurde im November 2017 im Rahmen einer militärischen Intervention abgesetzt. Seine Amtszeit war von weitverbreiteten Vorwürfen wegen Menschenrechtsverletzungen geprägt, darunter die Gukurahundi-Morde in den 1980er-Jahren, bei denen Schätzungen zufolge 20.000 ndebelische Zivilisten in einer militärischen Niederschlagungsaktion starben. Seine Herrschaft wurde außerdem durch gewaltsame Landbesetzungen ab den frühen 2000er-Jahren sowie durch die Operation Murambatsvina im Jahr 2005 gekennzeichnet, eine Abräumaktion, die Hunderttausende vertrieb. Mugabe starb am 6. September 2019 im Alter von 95 Jahren in Singapur.